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Geschichte

Der Freiwald

Der "Unterfrei" oder "Niederfrei" mit dem Steinvorwerk, dem "Alten Hof" und einigen in Richtung Müdisdorf liegenden Äckern sind 1444 vom Freiberger Rat aufgekauft worden. Es war bis dahin, genau wie das Rote Vorwerk, Vitzthumscher Besitz (lt. Arthur Schwenke: Die Klosterhölzer im Freiwald, Mitteilungen des Freiberger Altertumsvereins, Heft 65). Hauptgründe für den Kauf waren einmal die Sicherung des Quellgebietes der Münzbach im Freiwald für die Trinkwasserversorgung der Freiberger Bürger und zum anderen das Holz, das als Brenn- und Baumaterial benötigt wurde.

1539, in Auswirkung der Reformation und der Auflösung der Klöster der Dominikaner und der Franziskaner, die beide im Freiwald Besitz hatten, schenkte Herzog Heinrich der Fromme weitere Waldflächen der Stadt Freiberg. Doch 1572 nahm er die Fläche zurück und betrachtete sie als sein Eigen. 1550 wurden weitere Teile, die südlich des Besitzes der Stadt Freiberg liegen, es sind Flächen der Erbisdorfer Bauernhölzer, gekauft.

In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurden der Stadt Freiberg weitere Flächen von Erbisdorfer Bauern zum Kauf angeboten. Die Stadt sagte zu, und mit dem Kauf wurde die Fläche, die sich bereits im Eigentum der Stadt befand, abgerundet. Man kaufte dabei auch Felder und Wiesen, die aufgeforstet wurden. Bergbauhalden und ehemalige Huthäuser, die im Wald lagen, waren ebenfalls Kaufobjekte. Diese Flächen liegen östlich der B 101, direkt am Waldrand zu Erbisdorf und im Niederfreiwald. Sie gehören zum Bergbaurevier der ehemaligen Grube Reicher Bergsegen. So wurde u.a. die Halde dieser Grube gekauft, doch auch die Halde vom Simon-Bogner-Neuwerk-Tagesschacht gehörte zum Kaufvertrag.
Siehe dazu auch in “Mitteilungen des Altertumsvereins” Texte von Arthur Schwenke (Stadtarchiv Freiberg). Eine kleine Fläche, die nach 1990 von der Treuhand gekauft wurde, rundet den Wald in der Nähe des Rotbächerteiches ab.