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13.03.2018

Neue Sonderausstellung im Museum: Silberrausch und Berggeschrey

Archäologie des mittelalterlichen Bergbaus in Sachsen und Böhmen nun in Freiberg

Viele wichtige Entdeckungen der Geschichte basieren auf Zufällen. Dazu zählt auch eine der bedeutendsten Entdeckungen in der Montanarchäologie Europas – die mittelalterlichen Bergwerke, die im ostsächsischen Dippoldiswalde gefunden wurden. Sie bildet die Grundlage für die neue Sonderausstellung "Silberrausch und Berggeschrey", die ab 24. März im Freiberger Stadt- und Bergbaumuseum zu sehen ist. Thematisch passt die Sonderschau hervorragend zum 850-jährigen Erzfundjubiläum in Freiberg, wo Sachzeugen des frühesten Bergbaus nur peripher erhalten sind.

Die Hochwasserkatastrophe in Sachsen brachte im Jahr 2002 eine verborgene Welt ans Licht. Jahrhundertelang unbemerkt verbargen sich unter der Stadt Dippoldiswalde vergessene Silberbergwerke aus dem hohen Mittelalter, die erst durch die Fluten freigespült wurden. Mitarbeiter des Landesamtes für Archäologie in Dresden entdeckten in dem unterirdischen Grubensystem außergewöhnlich gute erhalte Holzfunde, die europaweit einzigartig sind und ein Glücksfall für die Montanarchäologie bedeuteten.

Die Entdeckung der Silbergruben von Dippoldiswalde war die Initialzündung für das deutsch-tschechische ArchaeoMontan-Projekt, das sich seit 2012 der Erforschung des mittelalterlichen Bergbaus in Sachsen und Böhmen widmet. Die spektakulären Ergebnisse aus der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit können nun in einer Ausstellung von der Öffentlichkeit besichtigt werden. Den Besuchern bietet sich ein faszinierender Einblick in die Welt der Bergbauarchäologie und ihrer Entdeckungen.

Die fächerübergreifenden Untersuchungsmethoden, bei der über und unter Tage hochmodernste Technik (Laser- und 3D-Technik) zum Einsatz kommen, bildet einen Schwerpunkt der Schau. Daneben stehen die Arbeitswelt und das Leben der Berg- und Hüttenleute in den mittelalterlichen Bergstädten im Mittelpunkt der Ausstellung. Gezeigt werden über 150 Exponate aus dem sächsischen und böhmischen Erzgebirge sowie Funde aus dem Harz und Exponate aus der Sammlung des Stadt- und Bergbaumuseums Freiberg. Zu den Highlights zählen die sensationellen Holzfunde aus Dippoldiswalde und Niederpöbel, darunter Haspelteile, Erzmulden, Schaufeln, Kratzen und andere Werkzeuge aus dem 12. und 13. Jahrhundert. Einzigartige Freiberger Objekte zeigen wie das bunte Leben in einer mittelalterlichen Bergstadt aussah.

Dank zahlreicher Medienstationen mit Filmbeiträgen und 3D-Animationen ist ein abwechslungsreicher, spannender und anschaulicher Rundgang rund um den mittelalterlichen Bergbau entstanden. Im Eintrittspreis inbegriffen ist eine kurzweilige Hörführung mit Interviews, Spielszenen und interessanten Informationen zu den Exponaten.

Die Ausstellung ist zu den üblichen Öffnungszeiten des Museums, dienstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr zu sehen. Als Begleitprogramm gibt es Fachvorträge zum Thema und immer am letzten Sonntag des Monats um 11 Uhr öffentliche Führungen, die im Eintrittspreis enthalten sind. Außerdem können Schulklassen das museumspädagogische Programm "Silberrausch und Berggeschrey" buchen (Gruppenpauschale: 40 Euro). Die Schau endet am Montag, 11. Juni, mit einer Finissage ab 13 Uhr.

Zur Ausstellung ist ein reich illustrierter Katalog zum Preis von 19,95 Euro erschienen, der an der Museumskasse, in der Osterzgebirgsgalerie Dippoldiswalde und im Handel erhältlich ist.

Stadt- und Bergbaumuseum Freiberg
Am Dom 1
09599 Freiberg
Tel. 03731-20250
www.museum-freiberg.de

Öffnungszeiten:
Dienstag bis Sonntag 10 bis 17 Uhr
Einlass bis 16.30 Uhr

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