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22.08.2017

Sanierungspreis für Untergasse 4

Jury votiert für Wohnhaus am Untermarkt - Vergabe zum » » Tag des offenen Denkmals am 10. September (Programm)

Den Sanierungspreis der Stadt Freiberg 2017 erhalten für ihr Wohngebäude Untergasse 4 die Bauherren Diana Mader-Schumann und Janek Schumann. Foto: PS

Zum 18. Mal wird zum Tag des offenen Denkmals am 10. September der Freiberger Sanierungspreis vergeben. Er geht an das Wohnhaus Untergasse 4 am Untermarkt. Damit bleibt der seit 2016 nur noch zweijährliche Preis zum 16. Mal in der Freiberger Altstadt.

Das Preisträgerhaus Untergasse 4 zählt nun mit zu den „geretteten“ Denkmalen Freibergs. Das 1520 gebaute Haus ist „nicht nur liebevoll saniert, sondern auch sehr fachmännisch“, ist Bürgermeister Holger Reuter begeistert. So sei beim Sanieren des Daches auch die ursprüngliche „Schiefe“ erhalten worden. „Alle noch vorhandenen Bauelemente wie Wendeltreppe, Schwarzküche oder Renaissancedecke sind wunderbar restauriert worden, Das Haus hat seine Seele behalten“, beurteilt Holger Reuter das Engagement der Bauherren Diana Mader-Schumann und Janek Schumann.

Sechs Vorschläge für den Sanierungspreis hatte es in diesem Jahr insgesamt gegeben: darunter drei Gebäude in der Altstadt sowie zwei aus den Vorstädten und einen Vorschlag aus dem Stadtteil Zug. Neben dem Preisträgerhaus waren das die Chemnitzer Straße 8, das Wächterhaus Silberhofstraße 11a, das Geschäftshaus Obermarkt 4, das Wohn- und Geschäftshaus Petersstraße 1a und das Wohnhaus am Konstantin 39.

Mitte dieses Monats (am 16. August) hatte die Jury, der neben Mitarbeitern der Verwaltung aus den Bereichen Stadtentwicklung und Denkmalschutz auch Vertreter der Deutschen Bank, des Stadtrates sowie eine freischaffende Architektin angehören, die Objekte besichtigt und über die Vergabe beraten. „Alle vorgeschlagenen Objekte sind sehr qualitätsvoll saniert und haben in jedem Fall die Nominierung verdient“, lobt Bürgermeister Holger Reuter, der zugleich Vorsitzender der Jury ist. „Sie tragen alle durchweg für ein noch schöneres Stadtbild bei.“

Reuter ist sehr froh, dass sich noch immer Bauherren finden, die sich „solchen Projekten stellen“. Denn „man muss kein Fachmann sein, um zu wissen, wie viel aufwendiger es ist, ein altes Haus zu erhalten statt ein neues zu bauen“. Und obwohl die Sanierung der Altstadt seit 1990 „wunderbar voranschreitet“ – auch Dank des Förderprogrammes Städtebaulicher Denkmalschutz - gibt es noch immer „traurige Ecken“, wie Reuter sie nennt. Für ihn zählen dazu vor allem einige dominante Eckgebäude, wie beispielsweise jene an Fischerstraße/ Ecke Schillerstraße oder Rinnengasse.

Mit dem Sanierungspreis honoriert die Stadt aller zwei Jahre öffentlich das Engagement von Bauherren. Die Satzung zur Vergabe des Freiberger Sanierungspreises ist dafür Grundlage. Hier sind die Bewertungskriterien festgeschrieben: Art und Weise sowie Umfang der Bewahrung der Altbausubstanz, die Qualität der architektonischen und städtebaulichen Gestaltung, die Übereinstimmung zwischen vorgesehener Nutzung und Gebäudesubstanz.
Ausgelobt wird der seit 1999 vergebene Preis, der mit 1.500 Euro dotiert ist, durch die Deutsche Bank Privat- und Geschäftskunden AG Investment&FinanzCenter Freiberg und die Stadt Freiberg.
Der Sanierungspreis wird am Sonntag, 10. September 2017, 14 Uhr, am Sanierungspreisobjekt vergeben. Dann kann das Preisträgerhaus auch besichtigt werden.

Bisherige Preisträger
1999 Tobias Neubert für sein Bürgerhaus Pfarrgasse 20
2000 Claus-Dieter Haupt für sein Bürgerhaus Pfarrgasse 22
2001 Petra Bergmann Welp für ihr Bürgerhaus Wasserturmstraße 34
2002 Eigentümergemeinschaft für die Kreuzgasse 7
2003 Eva-Maria und Lothar Pirl für ihr Wohnhaus Petriplatz 9
2004 Chemnitzer Verlag und Druck GmbH&Co.KG Obermarkt 11/12 und Kirchgässchen 1
2005 Rüdiger Grimm für sein Wohnhaus Donatsgasse 13
2006 Matthias Schulz für sein Wohnhaus Moritzstraße 20
2007 Heiko Dietrich für sein Wohnhaus Domgasse 1/3
2008 Beteiligungsgesell. GmbH und Co.KG für die Lessingstraße 53 (ehemaliges Hospitalgut)
2009 Hans-Dieter Lutz und Magdalena Lutz-Hensel für ihr Bürgerhaus Pfarrgasse 33
2010 Kirchgasse 1/3 (ehem. kath. Kirche)
2011 Wohnanlage Chemnitzer Straße 47-57: Perry Palm aus Oederan für das Wohngebäude Chemnitzer Straße 47 und Ivan Ivanov aus Chemnitz für die Wohngebäude Chemnitzer Straße 49-57
2012 Beteiligungsgesellschaft Thielestr. 5 GmbH & Co.KG für das Wohnhaus Thielestraße 5
2013 Katrin und Gerhard Noack für Am Marstall 4
2014 Jannette Scherf und Jörg Oelsner für die Weingasse 17
2015 Martina Straßburger für Wohnhaus Hornstraße 10A


Begründungen der Vorschläge

Chemnitzer Straße 8 , Freiberg
Die äußerliche Instandsetzung des Gebäudes der SAXONIA-FREIBERG-STIFTUNG ist sehr gelungen. Es ist für das Freiberger Stadtbild ein deutlicher Gewinn.
Die denkmalpflegerischen Vorgaben sind durchweg eingehalten worden. Das Gebäude ist nun mit seinem äußeren Erscheinungsbild eine hervorragende Repräsentanz der inneren Nutzung als modernes Bürogebäude. Foto: René Jungnickel




Wächterhaus, Silberhofstraße 11a, Freiberg
Das Wächterhaus Silberhofstraße 14 ist eines von noch zwei in Freiberg vorhandenen Wächterhäusern. Das Gebäude in der Gartenanlage „6. Maßschacht“ diente einst dem Wächter der Anlage, heute beherbergt es ein Café. Es ist liebevoll saniert und zählt nunmehr zu den Kleinoden der Stadt Freiberg. Foto: Detlev Müller




Geschäftshaus Obermarkt 4, Freiberg
Das frühbarocke Bürgerhaus Obermarkt 4 am zentralen Platz der Stadt ist gelungen saniert und als Gesamtobjekt mit Korngasse 5 eine wunderbare städtebauliche Lösung. Erhalten wurden hier u.a. ornamental gefasste Holzbalkendecken und Konsolsteine, teilweise mit Wappen. Auch der historische Dachstuhl ist in seinem Ursprung komplett erhalten worden. Foto: PS




Wohn- und Geschäftshaus (Café Hartmann), Petersstraße 1a, Freiberg
Den individuellen Charakter des dominanten Gebäudes am Obermarkt haben die Bauherren behutsam erhalten, ebenso wie sie ein historisch wertvolles Treppengeländer, Wandmalereien, einen offenen Kamin und Stuckdecken bei der Sanierung fachgerecht restauriert haben. Foto: PS




Wohnhaus Am Konstantin 39, Freiberg/Ortsteil Zug
Die ursprüngliche Bergschmiede, mit der ein für Zug typisches Bauwerk erhalten wird, konnte für den Sanierungspreis 2017 nicht berücksichtigt werden, da die Sanierungsarbeiten noch nicht endgültig abgeschlossen sind. Die Jury empfiehlt eine erneute Nominierung nach Abschluss der Arbeiten. Foto: René Jungnickel


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