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01.11.2013

75. Jahrestag der Reichspogromnacht

Öffentliches Gedenken: Vortrag – Ausstellung – Konzert; Mitglieder des Kinder- und Jugendparlamentes putzen Freiberger Stolpersteine

Mit einem öffentlichem Vortrag, einer Plakatausstellung und einem Konzert wird in Freiberg des 75. Jahrestages der Reichspogromnacht gedacht. Den Novemberpogromen 1938 fielen in Deutschland hunderte Menschen zum Opfer. Synagogen, Geschäfte und Wohnhäuser brannten. In der Geschichte des 20. Jahrhunderts gilt die „Reichskristallnacht“ als Beginn der systematischen Verfolgung von Juden, die in den Holocaust mündete. „Heute begegnet uns dieses Thema in Geschichtsbüchern und an Gedenktagen oft in abstrakten Zahlen, die das unermessliche Leid der jüdischen Menschen kaum fassbar machen. Aber auch hier vor Ort in Freiberg gehörten jüdische Bürger zu unserer Gesellschaft. Sie haben hier gewohnt, gelebt, gearbeitet und wurden schließlich vertrieben und ermordet. Die Verfolgung und Ausrottung der jüdischen Bevölkerung bekommt im Maßstab und anhand der Ereignisse in einer sächsischen Stadt wie Freiberg konkrete Dimensionen. Es gilt, sich zu erinnern. Denn, wollen wir zukunftsfähig sein, müssen wir auch offen in die Vergangenheit blicken“, lädt Oberbürgermeister Bernd-Erwin Schramm zum öffentlichen Vortrag am 8. November um 18 Uhr in den Ratssaal des Freiberger Rathauses ein. Der Freiberger Forscher und Autor Dr. Michael Düsing wird dann zum Thema „Judenverfolgung in Freiberg 1933-1945“ referieren. Im Anschluss an den Vortrag bietet sich Gelegenheit für Fragen und Diskussionen.

Vor Beginn des Vortrages wird am 8. November um 17.30 Uhr auf der Ratsdiele die im unteren Rathausfoyer befindliche Ausstellung zu den „Freiberger Stolpersteinen“ eröffnet. Im Rahmen dieser Eröffnung präsentieren Mitglieder des Schauspiel-Ensembles der Mittelsächsischen Philharmonie lyrische Texte, die Zivilcourage und bürgerschaftliches Engagement thematisieren. Gelesen werden unter anderem Peter Turrini, Wolfgang Bittner und Erich Fried.

Stolpersteine erinnern an den ehemaligen Wohnstätten Verfolgter in ganz Deutschland und darüber hinaus an die Opfer des NS-Regimes. In Freiberg wurde die Verlegung dieser Gedenksteine maßgeblich von Dr. Michael Düsing initiiert. Bis heute sind hier 24 Stolpersteine verlegt worden. Die Freiberger Stolpersteine werden im Vorfeld der Veranstaltungen am 8. November von Mitgliedern des Kinder- und Jugendparlamentes gereinigt und geputzt. 15 Uhr starten sie dazu in der Weisbachstraße, von dort geht es weiter über den Meißner Ring, Kreuzgasse, Thielestraße und Burgstraße sowie zur Kesselgasse/Ecke Obermarkt, auf die Post- und die Bahnhofstraße. Die Stolpersteine auf dem Obermarkt werden als letzte geputzt. Anschließend nehmen die Vertreter des Kipa an der Ausstellungseröffnung teil.
Die „Steine gegen das Vergessen“ sind übrigens seit Kurzem auch Inhalt einer speziellen Geocaching-Tour.

Unter dem Titel „Wie im Tode das Leben beginnt“ erklingt am darauf folgenden Abend des 9. November um 17 Uhr jüdische und evangelische Musik im Freiberger Dom.


Übersicht

Freitag, 8. November 2013 um 18 Uhr
Ratssaal des Freiberger Rathauses

öffentlicher Vortrag „Judenverfolgung in Freiberg 1933 – 1945“
Dr. Michael Düsing



ab 8. November – 22. November 2013, Eröffnung 8. November um 17.30 Uhr
Foyer des Freiberger Rathauses – im Rahmen der regulären Öffnungszeiten
Posterausstellung „Freiberger Stolpersteine“

Ausstellungseröffnung am 8. November 2013 um 17.30 auf der Ratsdiele
- mit Mitgliedern des Schauspiel-Ensembles der Mittelsächsischen Philharmonie

9. November 2013 um 17 Uhr
Dom St. Marien
„Wie im Tode das Leben beginnt“ jüdische und evangelische Musik zum 75-jährigen Gedenken der Reichspogromnacht



Heinrich Schütz – Musikalische Exequien
Milan Slavicky – Die Augen – Memento für Orgel
Morton Feldman – Intermission 6
sowie weitere Werke von M. Praetorius, A. Pärt und O. Messiaen

Freiberger Domchor
Instrumentalisten
Universitätsorganist Daniel Beilschmidt, Leipzig (Orgel)
Domkantor Albrecht Koch (Leitung)

Vorverkauf an allen Konzertkassen deutschlandweit, auch im Domladen und der Freiberger Touristinformation sowie online unter www.reservix.de



75. Jahrestag der Reichspogromnacht

Der Terrornacht vom 9. auf den 10. November fielen in Deutschland hunderte Menschen zum Opfer. Synagogen, Geschäfte und Wohnhäuser brannten. In der Geschichte des 20. Jahrhunderts gilt die Kristallnacht als Beginn der systematischen Verfolgung von Juden, die in den Holocaust mündete. Auch hier vor Ort in Freiberg gehörten Menschen jüdische Bürger zu unserer Gesellschaft. Sie haben hier gewohnt, gelebt, gearbeitet und wurden schließlich vertrieben und ermordet …

Initiiert von CJD, Freiberger Vereine, Stadtverwaltung und engagierten Freiberger
Bürgern, verlegte der Kölner Künstler Gunter Demnig am 6. Juli 2007 die ersten „Stolpersteine“ für Freiberger, die Opfer des NS-Terrors wurden.

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