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14.11.2014

Bürgerpreisträger 2014 stehen fest

Auszeichnung zum Neujahrsempfang am 11. Januar 2015

Die Preisträger des Freiberger Bürgerpreises 2014 stehen fest. Auf seiner jüngsten Zusammenkunft hat der Stadtrat beschlossen, mit dieser Ehrung für hohes Engagement im Ehrenamt Dr. Michael Düsing und Dr. Volker Bannies zu würdigen.
Die Preisträger waren auf einer gemeinsamen Sitzung der Ausschüsse Kultur und Bildung und Soziales nominiert worden, wobei die Ausschüsse zuvor getrennt beraten hatten.

Dr. Michael Düsing erhält den Bürgerpreis für sein langjähriges Engagement zur Aufarbeitung der Geschichte der Juden in Freiberg, mit der er sich bereits seit 1990 beschäftigt. Die Ergebnisse seiner Untersuchungen hat Michael Düsing in zahlreichen Ausstellungen und umfangreichen Publikationen mehrfach veröffentlicht. Diesen liegen langwierige Archivstudien und persönliche Kontakte mit Opfern der NS-Zeit beziehungsweise deren Nachkommen zugrunde. „Dr. Düsing betrat mit seinen Forschungen zu Juden in Freiberg, und hier insbesondere zum Holocaust, Neuland. Ihm gebührt damit das Verdienst, ein bis dahin vorhandenes Desiderat zum dunkelsten Kapitel der deutschen Geschichte ins Bewusstsein der Freiberger Bürgerschaft gebracht zu haben“, heißt es zur Vorschlagsbegründung.
Hervorzuheben ist auch Michael Düsings Engagement, die Jugend mit diesem Abschnitt der deutschen Geschichte, der auch in Freiberg seine Spuren hinterlassen hat, vertraut zu machen. Durch seine Initiative wurden zudem an zahlreichen Orten in der Stadt so genannte Stolpersteine verlegt, die an ehemalige jüdische Einwohner und deren Schicksal während des Dritten Reiches erinnern.

Dr. Volker Bannies hat sich als Kustos des Geschwister-Scholl-Gymnasiums in hohem Maße um die Stadt Freiberg und um einen ganz besonderen Kulturschatz verdient gemacht. Er ist seit vielen Jahren Hüter und Bewahrer der Kostbarkeiten in der Andreas-Möller-Bibliothek, der letzten noch existierenden, historischen Schulbibliothek in Sachsen. Die fast 450 Jahre alte Bibliothek ist ein Kleinod der Buchkunst: Mit 6.400 Titeln, darunter 30 mittelalterliche Handschriften, 500 Wiegendrucke aus den ersten Jahrzehnten des Buchdrucks sowie Original-Briefe von Luther und Melanchthon, ist sie eine „Schatzkammer des Geistes“ – wie Dr. Bannies sie selbst nennt. Er kümmert sich zusammen mit anderen Mitgliedern des Fördervereins des Gymnasiums um den Erhalt der wertwollen Schätze, wofür er auch immer wieder Sponsoren gewinnen kann. „Mit seinem Engagement bewahrt Dr. Bannies so ein Stück Zeitgeschichte von unschätzbarem Wert - dessen Bedeutung weit über Freiberg hinaus ausstrahlt“, heißt in der Vorschlagsbegründung.

Der Freiberger Bürgerpreis wird seit 1992 jährlich vergeben, damit in diesem Jahr zum 23. Mal. Bisher ging er an 45 Personen, wobei er sechsmal an zwei Personen gemeinsam verliehen worden ist sowie an zwei Vereine. Erstmals war mit dem Bürgerpreis 2011 ein Verein ausgezeichnet worden, Anfang dieses Jahres ist der Bürgerpreis 2013 erstmals an zwei Vereine vergeben worden: den Bund der Vertriebenen – Kreisverband Freiberg e.V. und den Heimat- und Kulturverein Kleinwaltersdorf.

Die Auszeichnung der Bürgerpreisträger 2014 erfolgt zum Neujahrsempfang der Universitätsstadt Freiberg am 11. Januar 2015 in der Konzert- und Tagungshalle Nikolaikirche.

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