Startseite | Kontakt | Sitemap | Impressum | Suche | A A A |  | 
Willkommen auf der Website der Universitätsstadt Freiberg
 
Stadt Freiberg | Amtsblatt | Pressemitteilungen
06.07.2018

Hochwasserschutzkonzept: Stadträte entscheiden über Lösungsvorschlag

Einstimmig beschlossen: Am Münzbach soll Ableitungsstollen zur Freiberger Mulde gebaut werden

Der Hochwasserschutz in Freiberg stand in der gestrigen Sitzung vom 5. Juli erneut auf der Tagesordnung der Stadträte. Der Grund: Der Biberteich in Zug/Langenrinne sollte ursprünglich so ausgebaut werden, dass er die Stadt Freiberg und den Ortsteil Zug im Hochwasserfall schützt – indem er die Wassermassen in solch einem Fall aufnehmen müsste. Dazu gab es bereits eine im Oktober 2013 vom Stadtrat beschlossene Lösung: Diese sah vor, den Biberteich mit der so genannten Hüttenpfütze zu kombinieren. Weiterführende Baugrunduntersuchungen ergaben allerdings, dass sich die geschätzten Baukosten um vier Millionen Euro erhöhen würden. Die neue Lösung – nämlich den Biberteich in relativ geringem Umfang auszubauen und den Bau eines Ableitungsstollens vom Auslauf des Hüttenteiches zur Freiberger Mulde planerisch weiter zu untersuchen - beschlossen die Stadträte in ihrer gestrigen Sitzung einstimmig.

Rückblick: Im Rahmen der vom Stadtrat in den Jahren 2013 und 2014 beschlossenen Planungs- und Ingenieurleistungen für das Hochwasserschutzkonzept wurden u.a. umfangreiche Baugrunduntersuchungen im Bereich des Biberteiches durchgeführt. Ziel war es, den Biberteich so auszubauen, dass er in der Lage ist, im Hochwasserfall eines 100jährigen Ereignisses, die entsprechenden Wassermassen aufzunehmen und somit die Stadt Freiberg und den Ortsteil Zug zu schützen.
Im Rahmen der Vorplanung wurden fünf Varianten untersucht. Eine von Stadträten und der Stadtverwaltung besetzte Arbeitsgruppe schlug dem Stadtrat die Variante Biberteich kombiniert mit der so genannten Hüttenpfütze als Vorzugsvariante vor. Diese wurde dann auch vom Stadtrat am 10. Oktober 2013 beschlossen.

Im Laufe der weiteren Planung und der damit einhergehenden vertiefenden Baugrunduntersuchungen am Biberteich wurde festgestellt, dass zur Vergrößerung des Rückhaltevolumens erhebliche Mengen an Felsmaterial zu lösen und zu entsorgen wären.
Die geschätzten Baukosten würden sich von ursprünglich ermittelten knapp sechs Mio. Euro auf mehr als zehn Mio. Euro erhöhen. Aus diesen Gründen wurde nach Alternativen gesucht, den Hochwasserschutz in diesem Bereich realisieren zu können.

Durch die Landestalsperrenverwaltung des Freistaates Sachsen erfolgen zur Zeit verschiedene Maßnahmen an der Stauanlage Großer Hüttenteich, die es nach Realisierung jetzt möglich machen, den Münzbach im Hochwasserfall auch an dieser Auslaufstelle zu fassen und über einen neu zu errichtenden Ableitungsstollen direkt in die Freiberger Mulde abzuschlagen.
Etwa 45 Prozent des HQ100-Hochwasseranfalls könnten damit bereits unmittelbar nach dem Hüttenteich in die Mulde abgeleitet werden. Diese Variante würde bedeuten, dass die Ausbauarbeiten am Biberteich deutlich geringer ausfallen könnten und besonders der Eingriff in Natur und Landschaft ebenfalls wesentlich geringer ausfällt.

Ziel der Stadt Freiberg ist es nun, diese neue Variante, den Ausbau des Biberteiches in relativ geringem Umfang und den Bau eines Ableitungsstollens vom Auslauf des Hüttenteiches zur Freiberger Mulde planerisch weiter zu untersuchen und im Rahmen eines Planfeststellungsverfahrens die Voraussetzung für die Ausführung zu schaffen.

Aktuelles

Anschrift Stadtverwaltung Freiberg
Pressestelle
Obermarkt 24, 09599 Freiberg

Kontakt Telefon: 03731 273 104
Fax: 03731 273 73 104
E-Mail: Pressestelle@Freiberg.de

Öffnungszeiten Dienstag
09.00 - 12.00 Uhr &
13.00 - 18.00 Uhr
Freitag
09.00 - 12.00 Uhr


Bitte beachten Sie die jeweiligen
Sprech-/Öffnungszeiten
der einzelnen Verwaltungsbereiche.