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01.08.2012

Welterbetitel soll Tourismus stärken

64 Objekte festgeschrieben für Bewerbung um UNESCO-Weltkulturerbetitel Montanregion Erzgebirge

Postkarte/Stadtarchiv Freiberg, Foto: PS

Freibergs Gesicht ist geprägt durch den Reichtum und Glanz, den mehr als 800 Jahre Silberbergbau brachten. Viele der erhaltenen Objekte sind nun Teil der Bewerbung um den UNESCO-Weltkulturerbetitel Montanregion Erzgebirge. Am 11. Juli hat dazu der Welterbekonvent in Freiberg getagt. Für welche Objekte sich hier entschieden wurde, darüber informiert im Folgenden Bürgermeister Holger Reuter:
Die Stadt Freiberg wird sich mit 64 Objekten in die Bewerbung um den NESCO-Weltkulturerbetitel Montanregion Erzgebirge einbringen. Dazu gehören zahlreiche Objekte der historischen Freiberger Altstadt, wie z. B. das Rathaus, der Dom, das Stadt- und Bergbaumuseum, das Kornhaus und der Werner-Bau. Selbstverständlich gehören auch die Freiberger Stadtmauer und Schloß Freudenstein dazu. Außerhalb der Freiberger Altstadt werden die Bergbaulandschaft Himmelfahrt Fundgrube mit den herausragenden bergbauhistorischen Objekten „Alte Elisabeth“ und „Abraham-Schacht“ sowie die „Zuger Bergbaulandschaft“ nominiert.

Dabei wird die Zuger Bergbaulandschaft durch die bergbauhistorische Anlage „Beschert Glück“ und den „Drei-Brüder-Schacht“ sowie zahlreiche erlebbare Bergbauhalden der Vergangenheit repräsentiert.
Ebenfalls nominiert werden der historische Teil des Hüttenkomplexes „Muldenhütten“ und der historische Donatsfriedhof. Dem Stadtratsbeschluss, welcher am 5. Juli dieses Jahres zur Nominierung der Objekte, die für die Bewerbung um den UNESCO-Weltkulturerbetitel Montanregion Erzgebirge eingebracht werden sollen, ging ein langer Diskussionsprozess voraus.
Seinen Ursprung findet die Diskussion in dem Stadtratsbeschluss vom Oktober 2008, in welcher der Stadtrat der Stadt Freiberg die Nominierung der Montanregion Erzgebirge als Weltkulturerbe der UNESCO befürwortet. Der Stadtrat hatte in diesem Beschluss die Erarbeitung einer Pilotstudie beschlossen, die die Grundlage für die weitere Diskussion bildete.
Gleichzeitig hatte der Stadtrat beschlossen, dass die Zustimmung der Eigentümer für die zu nominierenden Objekte einzuholen war. Eine weitere wichtige Voraussetzung war, dass die perspektivische Entwicklung der Stadt nicht negativ beeinflusst wird. Eine aus Stadträten und Verwaltung gebildete Arbeitsgruppe hatte nun die Aufgabe, einen mehrheitsfähigen Beschluss zum UNESCOWeltkulturerbeprojekt und der zu nominierenden Güter für den Stadtrat vorzubereiten.
In zahlreichen Sitzungen ist es gelungen, eine übereinstimmende Meinung zu den zu nominierenden Gütern der Stadt Freiberg zu erlangen. Zuvor wurden die betroffenen Grundstückseigentümer befragt, die sich in der überwiegenden Mehrzahl positiv zu dem Anliegen äußerten.
Auf Grundlage des Arbeitsergebnisses der Arbeitsgruppe konnte der Stadtrat dann mit überwältigender Mehrheit bei 2 Enthaltungen den Beschlussvorschlag zur Nominierung der Objekte für den UNESCO-Weltkulturerbetitel Montanregion Erzgebirge zustimmen.

Herr Reuter, welche Bedeutung hat die Bewerbung um den Welterbetitel für Freiberg? Bürgermeister Holger Reuter: Auf Grund unserer langen Bergbautradition, die auch Grundlage für die Folge entwicklungen in unserer Heimatstadt war, ist es erst einmal gut, dass wir dabei sind. Damit leisten wir unseren Beitrag zum Gelingen des Gesamtprojektes Montanregion Erzgebirge.
Ein Welterbetitel stärkt den Tourismus und sorgt für eine größere Bekanntheit unserer Heimatstadt. Beides wird für zukünftige Entwicklungen von großer Bedeutung sein.
 Wie empfanden Sie die Zusammenarbeit in der Arbeitsgruppe? Reuter: Als Leiter der Arbeitsgruppe war es schon ein schwieriges Amt, die sehr gegensätzlichen Interessen zusammen zu bringen. Dass dies gelungen ist und zum Schluss eine einstimmige Empfehlung für die zu nominierenden Güter zustande kam, erfüllt mich schon ein wenig mit Stolz.
 Sind Sie mit dem erreichten Ergebnis zufrieden? Reuter: Wir haben einen fast einstimmigen Stadtratsbeschluss erreicht. Wichtige Objekte der Bergbauhistorie der Stadt Freiberg sind Grundlage für unseren Antrag. Gleichzeitig haben wir uns mit dem Antrag unsere Entwicklungsperspektiven nicht verbaut. Das ist in Summe ein gutes Ergebnis.