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4. Sächsische Landesausstellung 2020

Mai 2018

Übergabe des Fördermittelbescheids vom 16. Mai

Als einer von sechs Schauplätzen der Sächsischen Landesausstellung 2020 wurde die „Reiche Zeche“ bereits am 16. Mai in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit gerückt, als Sachsens Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst Dr. Eva-Maria Stange den Fördermittelbescheid an die TU Bergakademie Freiberg überreicht hat

Neben den musealen Standorten wird der authentische „Schauplatz Erz“ Freiberg im Jahre 2020 im Zuge der Landesausstellung „vor Ort“ beleuchten, was Erzbergbau und Ressourcentechnologie für das Industrieland Sachsen bedeuten.


Staatsministerin Dr. Eva-Maria Stange übergibt den Fördermittelbescheid an den stellvertretenden TU-Kanzler Jens Then. Mit im Bild (von hinten links): Prof. Dr. Helmut Mischo, wissenschaftlicher Direktor des Forschungs- und Lehrbergwerkes, Oberbürgermeister Sven Krüger und Erich Fritz, Geschäftsführer der SAXONIA mbH. Foto: Detlev Müller / TU Bergakademie Freiberg

Lesen Sie hier die Pressemitteilung des Sächsischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst zur Fördermittelübergabe.


2018

Abenteuer Bergbau - am „Schauplatz Erz“ in Freiberg

Vom 25. April bis 1. November 2020 ist die „Reiche Zeche“ Freiberg einer von sechs Schauplätzen der 4. Sächsischen Landesausstellung zur Industriekultur.
Das Freiberger Revier war für Jahrhunderte der wichtigste sächsische Silberlieferant und die „Reiche Zeche“ eines der technisch innovativsten Bergwerke Europas. Wo einst die Bergleute Silber schürften und einen Wissensschatz sammelten, forschen und lehren heute Wissenschaftler der international renommierten Technischen Universität Bergakademie Freiberg.
Im Jahr 2020 können Besucher der 4. Sächsischen Landesausstellung hier im Forschungs- und Lehrbergwerk Tradition und Erfindergeist 150 m unter Tage erleben und sich von der authentischen Atmosphäre eines noch in Betrieb befindlichen Bergwerkes beeindrucken lassen. Auf spannende Weise werden große und kleine Gäste erfahren, wie Bergbau gestern und heute funktioniert und wie Fragen der Rohstoffgewinnung zukunftsträchtig gelöst werden können.


Einer von sechs Schauplätzen der 4. Sächsischen Landesausstellung 2020:
eines der technisch innovativsten Bergwerke Europas - die „Reiche Zeche“.
Foto: TU Bergakademie Freiberg


Freibergs Ruf als Universitäts- und Silberstadt gründet sich auf eine über 800 Jahre währende montanistische Tradition, die für die sächsische Industrialisierung und viele weitere Bereiche wegweisend war. Deshalb wird im Rahmen der Landesausstellung am „Satellitenstandort“ Freiberg eine korrespondierende Schau im Stadt- und Bergbaumuseum die wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Facetten des Montanwesens beleuchten. Das Museum, welches zu den ältesten bürgerlichen Museen Sachsens zählt, verfügt über einmalige Exponate, die den Stellenwert des Montanstandortes Freiberg nicht nur in Sachsen unterstreichen. Zahlreiche weitere Veranstaltungen sind in Planung und werden das Freiberger Programm zur 4. Sächsischen Landesausstellung abrunden. Träger des Projektes am Standort „Reiche Zeche“ ist die Technische Universität Bergakademie Freiberg. Das Gesamtprojekt wird in enger Partnerschaft durch die Technische Universität Bergakademie Freiberg, die Stadtverwaltung Freiberg und dem Förderverein „Himmelfahrt Fundgrube“ e.V. realisiert.


September 2016

Freiberg ist 2020 Teil der 4. Sächsischen Landesausstellung „Industriekultur“ in Zwickau


Die Universitätsstadt Freiberg wird 2020 Teil der vierten Sächsischen Landesausstellung „Industriekultur“ in Zwickau. „Dass unsere Stadt mit dabei ist, ist wunderbar, denn eine Ausstellung über sächsische Industriekultur ist ohne den Erzbergbau in Freiberg kaum vorstellbar“, freut sich Oberbürgermeister Sven Krüger.

Dass die Ausstellung von 2018 auf 2020 verschoben wurde, spiele Freiberg dabei sehr gut in die Hand. „So haben wir genügend Zeit, die Begleitausstellung sehr gut vorzubereiten und wir können die Brücke schlagen von „850 Jahre Silberfund 2018“ zur sich daraus entwickelnden Industrie in Südwestsachsen. Das sind alles positive Nachrichten.“

Nicht so erfreut ist das Stadtoberhaupt jedoch über die Kommunikation rund um diese Ausstellung. „Da lief es gestern nicht optimal.“ Dennoch überwiege heute deutlich die Freude, dabei zu sein. „Denn für mich steht fest: Die Landesausstellung und Freiberg gehören zusammen. Es ist eine große Chance für unsere Stadt, unseren Landkreis und den Freistaat, zu zeigen, was wir können.“


September 2016
Pressemitteilung des Sächsischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst

Leitausstellung der 4. Sächsischen Landesausstellung „Industriekultur“ 2020 in Zwickau


Kunstministerin Stange: „Industriekultur ist Erbe und Auftrag zugleich“
Die Leitausstellung der 4. Sächsischen Landesausstellung zur Industriekultur wird 2020 im sogenannten Audi-Bau in Zwickau stattfinden. Das hat heute das Kabinett beschlossen. Die branchenübergreifende Schau soll in dem gut sichtbaren, historischen Industriegebäude mit attraktiver Klinkerfassade eingerichtet werden. Das Gebäude befindet sich auf einem traditionellen Industriegelände, auf dem Anfang des 20. Jahrhunderts die Firma Audi gegründet worden ist. In unmittelbarer Nachbarschaft liegt das Horch-Museum, das mit einer Sonderausstellung als Zusatzstandort zum Thema Automobilbau Teil der Landesausstellung ist.

Zugleich beschloss das Kabinett heute, dass das Jahr der Industriekultur von 2018 auf 2020 verschoben wird, weil es natürlich in einem engen inhaltlichen Zusammenhang mit der 4. Sächsischen Landeausstellung steht.

„Es war nicht einfach, ein Gebäude zu finden, das eine industriekulturelle Vergangenheit hat, den baulichen Ansprüchen an eine qualitativ hochwertige Ausstellung genügt und für die Ausstellung verfügbar ist. Auf den sogenannten Audi-Bau trifft dies zu“, erklärt Kunstministerin Dr. Eva-Maria Stange.

Zwickau sei eine Stadt mit einer langen und reichhaltigen Industrietradition. Die Stadt erlebte im 15. Jahrhundert ihre erste Blüte durch die Förderung reichhaltiger Steinkohle- und Silberfunde. Zeitgleich entwickelte sich die Tuchmacherzunft. Einen weiteren Aufschwung erfuhr Zwickau durch die industrielle Förderung der Steinkohle. Später trugen Unternehmen des Maschinenbaus und vor allem des Automobilbaus zum Wohlstand der westsächsischen Stadt bei.

„Die Stadt ist mit ihrer Geschichte ein sehr geeigneter Standort für eine Leitausstellung zur sächsischen Industriekultur, die die branchenübergreifenden Merkmale der industriekulturellen Entwicklung Sachsens darstellen wird. Der Freistaat gilt als Wiege der industriellen Entwicklung Deutschlands. Diese hat alle Facetten unseres Lebens geprägt und strahlt auch auf die Zukunft der Industrie aus. Dieses große und noch viel zu wenig behandelte Thema wollen wir in einer eigenen Landesausstellung präsentieren. Industriekultur ist Erbe und Auftrag zugleich“, betont die Ministerin.
Der denkmalgeschützte Bau wird für die Zeit der Landeausstellung angemietet und für die Bedarfe der Industriekulturschau umgebaut und saniert. Die Kosten dafür werden auf unter 5 Millionen Euro geschätzt.

Die Leitausstellung wird ergänzt durch Begleitausstellungen an sechs authentischen Orten und soll von Ende April bis Anfang November 2020 stattfinden. Das Kabinett hat dieses Konzept bestätigt. Demnach wird die branchenneutrale Leitausstellung von sechs Satellitenschauen ergänzt, die in bereits vorhandenen branchenspezifischen Museen Einblicke in spezielle Aspekte der Industriekultur geben werden.
Diese bereits benannten Orte sind:
· Industriemuseum Chemnitz (Maschinenbau)
· Eisenbahnmuseum Chemnitz-Hilbersdorf (Eisenbahn und Gütertransport)
· Tuchfabrik Gebrüder Pfau in Crimmitschau (Textilindustrie)
· Bergbaumuseum Oelsnitz/Erzgebirge (Steinkohlenbergbau)
· Horch-Museum Zwickau (Automobilindustrie)
· Himmelfahrt Fundgrube Freiberg (Erzbergbau, Ressourcentechnologien)

Als nächste Schritte werden nun ein Träger der Landesausstellung benannt, ein Kurator gefunden und die Ausstellungskonzeption entwickelt.
Hintergrund:

Die 4. Sächsische Landesausstellung sollte eigentlich 2018 im Horch-Hochbau in Zwickau stattfinden. Dafür hatte die Staatsregierung im Januar 2014 den Auftrag erteilt. Die Stadt hat im Mai 2014 festgestellt, dass die Sanierung des Gebäudes nicht im kalkulierten Zeit- und Finanzrahmen möglich ist. Zudem konnte mit dem Eigentümer keine sinnvolle kommunale Nachnutzung vereinbart werden, was Finanzierungsvoraussetzung war. Zwickau hat im Dezember 2014 ersatzweise die Durchführung der Landesausstellung in einem Neubau im Jahr 2019 angeboten. Dieses Angebot konnte die hohen qualitativen Anforderungen an Authentizität eines Ausstellungsgebäudes nicht erfüllen. Zudem hätte es 2019 eine zeitliche Konkurrenz zur Landesgartenschau in Frankenberg gegeben.

Für die Austragung der Leitausstellung gab es eine Ausschreibung, auf die folgende Bewerbungen eingegangen waren:
· Glauchau – Bahnhofsgebäude
· Johanngeorgenstadt – Pestalozzi-Schule
· Plauen – Hempel’sche Fabrik
· Aue – Besteck- und Silberwarenfabrik August Wellner & Söhne
· Oberlungwitz – ROGO/FSO-Gebäude (Strumpffabrik)
· Oelsnitz/Erzgebirge – Gebäude des Kaiserin-Augusta-Schachts
Alle Bewerber für die Leitausstellung sind in einem intensiven Prüfprozess an den hohen Qualitätskriterien für eine sächsische Landesausstellung gemessen worden. Letztlich konnte keines der angebotenen Industriedenkmäler alle Anforderungen erfüllen.

Zur Geschichte:
Im Freistaat Sachsen gab es bisher drei Landesausstellungen. Die erste behandelte 1998 mit dem Titel „Zeit und Ewigkeit – 128 Tage“ im Kloster St. Marienstern in Panschwitz-Kuckau die Themen Mittelalter, Klöster, Kirchenmusik, sakrale Kunst, Tradition und ländliches Leben. Die zweite fand 2004 mit dem Titel „Glaube und Macht – Sachsen im Europa der Reformationszeit“ in Torgau statt. Der Titel der dritten Landesausstellung 2011 im Kaisertrutz in Görlitz lautete „via regia – 800 Jahre Bewegung und Begegnung“.

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