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Kommunalkonferenz „Zuwanderung und integrierende Stadtgesellschaft“

17. März 2016 - Kronprinzenpalais Berlin

In Vertretung für OB Krüger nahm auch die Asylkoordinatorin an der Konferenz unter dem Titel „Zuwanderung und integrierende Stadtgesellschaft – Was folgt nach der Erstunterbringung?“ teil. Baustaatssekretär Gunther Adler gab auf der Kommunalkonferenz den Projektaufruf der Nationalen Stadtentwicklungspolitik bekannt: "Über die akute Notwendigkeit der Erstunterbringung hinaus spielt bei den Fragen der Integration die strategische Dimension eine wichtige Rolle. Wir suchen im Rahmen der Nationalen Stadtentwicklungspolitik innovative Ideen, die sich mit der Integration als Zukunftsaufgabe integrierter Stadtentwicklung im gesamtstädtischen Kontext befassen." Die Universitätsstadt Freiberg prüft derzeit Möglichkeiten, eventuell auch an diesem Projektaufruf teilzunehmen.

Zunächst konnte der „Markt der Möglichkeiten“ besucht werden. Hier stellten verschiedene Akteure ihr Projekte und Ideen für die Stadtentwicklung in Zusammenhang mit der integrierenden Stadtgesellschaft aus. Es konnten u.a. Stände der Bundesstiftung Baukultur, der „Ehrenamt Agentur Essen“ und der Nassauischen Heimstätte besucht werden.

Es folgte ein Grußwort von Bundesministerin Hendricks zur aktuellen Situation in der Stadtentwicklung, und welche Herausforderungen besonders auf Kommunen zukommen werden. Im gleichen Zug bedankte sie sich bei den Stellvertretern der einzelnen Kommunen und Städte für die harte und erfolgreiche Arbeit der letzten Wochen und Monate.

Im Anschluss erörterte eine Gesprächsrunde bestehend aus Bauminister des Landes NRW Michael Groschek, der Präsidentin des Deutschen Städtetages Dr. Eva Lohse und dem Präsidenten des Deutschen Städte- und Gemeindebundes Roland Schäfer zum aktuellen Thema der Stadtentwicklung. Die Diskutanten gaben ihre Sicht auf die Dinge zum Besten und plädierten für nachhaltiges Bauen, das auch in 20 bis 30 Jahren den Ansprüchen gerecht wird. Außerdem wurde gefordert, dass Baurecht so zu ändern, dass schneller und höher gebaut werden kann.

Die nächste Gesprächsrunde bestand aus den Bürgermeistern der Städte Gummersbach, Nürnberg und Ludwigsburg: Frank Helmenstein, Dr. Ulrich Maly und Werner Spec berichteten von der Entwicklung in ihren mittleren und großen Städten. Außerdem wurde von Wohnprojekten berichtet, die bereits vor der Zuwanderung durch Flüchtlinge und Asylbewerber bestanden und nun auf die Unterbringung von Geflüchteten ausgeweitet wurden.

Die dritte und letzte Diskussionsrunde setzte sich zusammen aus Dietrich Fink, Architekt, Reiner Nagel, Vorstand Bundesstiftung Baukultur und Marion Schmitz-Stadtfeld, Leiterin Nassauische Heimstätte. Hier ging es besonders um die Bauweisen der Zukunft. Es wurde im speziellen auf die unbedingt gute und enge Zusammenarbeit zwischen Stadtverwaltungen, Stadtplanern und Architekten hingewiesen. Diese Zusammenarbeit soll Bauweisen realisieren, die sowohl ästhetisch ansprechend sind, als auch Nachhaltigkeit im Blick behalten, sowie bezahlbaren Wohnraum zur Verfügung stellen.

Es folgte ein Vortrag von Axel Kunze, Mitglied im Vorstand der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben. Hier kam noch einmal der Hinweis, dass die Bundesanstalt Bundesliegenschaften derzeit kostengünstig veräußert, um den Kommunen die Möglichkeit zu geben, neuen Wohnraum zu akquirieren und so bezahlbaren Wohnraum zur Verfügung zu stellen und auch eine sinnvolle Nachnutzung zu erwirken.

Die Konferenz endete mit Gunther Adler, der sich noch einmal bei allen Teilnehmern bedankte und auf einen gemeinsamen Kaffee auf dem Markt der Möglichkeiten einlud. Hier hatte man die Möglichkeit, Erfahrungen auszutauschen und Anregungen aus anderen Städten und Kommunen mitzunehmen.