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10.07.2018

Chronik des Altertumsvereins bei Bauarbeiten entdeckt

Bauherr übergibt Fundstück ans Freiberger Stadtarchiv

Bei Abrissarbeiten eines Gebäudes in Niederbobritzsch ist eine alte handschriftliche Chronik gefunden worden. Seit heute wird sie im Freiberger Stadtarchiv aufbewahrt.

Bauherr Harald Hahn hatte auf der Chronik einen Inventarisierungsstempel des Freiberger Altertumsvereins entdeckt. Schnell stand fest: Die gut erhaltene Chronik, II. Band einer handschriftlichen Chronik über das in Freiberg alteingesessene Patriziergeschlecht Lingke, gehört in die Handschriftensammlung des Freiberger Altertumsverein. Da diese heute im Stadtarchiv aufbewahrt wird, übergab der Finder sie nun an Oberbürgermeister Sven Krüger und Stadtarchivarin Dr. Ines Lorenz.


Finder Harald Hahn übergibt die Familienchronik Oberbürgermeister
Sven Krüger und Leiterin des Stadtarchivs Dr. Ines Lorenz (v.l.n.r.).


Auf etwa 100 Blättern zeigt die von Johann August Friedrich Lingke verfasste Handschrift das Leben der Familie Lingke in der Region und dem Erzgebirge in den Jahren von 1741 bis 1917. Im Band befinden sich auch sehr interessante historische Dokumente zu familiären Ereignissen, Familienfotos, Postkarten mit Motiven der Bergparade sowie Freiberger Sehenswürdigkeiten.

Dr. Ines Lorenz freut sich sehr, denn "bisher war nicht bekannt, dass es in der Handschriftensammlung überhaupt einen zweiten Band dieser Chronik gab. In historischen Katalogen des Altertumsvereins war er nicht erfasst. Nun können die beiden Bände wieder zusammengeführt werden." Wie die Chronik auf den Dachboden des Niederbobritzscher Hauses gelangte, ist unklar. Harald Hahn vermutet, dass Flüchtlinge, die nach dem zweiten Weltkrieg in seinem Elternhaus einquartiert wurden, die Chronik  mitgebracht haben. Er fand sie sorgfältig in Packpapier gewickelt - sicherlich ein Grund, warum sie nahezu genauso gut erhalten ist wie Band I.

Die Stadtarchivarin bezeichnet den Zeitpunkt des Fundes auch als "etwas kurios". Denn vor ein paar Wochen studierte ein Besucher aus den alten Bundesländern den ersten Band der Lingkeschen Familienchronik im städtischen Archiv und fragte nach der Fortsetzung des Werkes. "Wir werden ihm den erfreulichen Fund gleich mitteilen", so die Stadtarchivarin - die Schließung von Lücken im Bestand sind stets sehr freudige Momente im Archivalltag.

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