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11.06.2018

"Freiberg macht Trends zum eigenen Erfolgsgeheimnis"

Freiberg im Silberrausch: Festakt eröffnet "Silberne Tage"
Link zum TV-Beitrag

Freiberg im Silberrausch – schon das ganze Jahr – doch heute besonders. Gäste aus Sachsen, ganz Deutschland und Europa sind dazu in die Silberstadt gekommen, um gemeinsam mit einem Festakt die erste urkundliche Erwähnung des Ortsnamens Freiberg – heute vor genau 800 Jahren – zu feiern. Natürlich war Kopie dieser Urkunde zum Festakt zu sehen (Foto) Hier steht geschrieben, dass drei Männer aus „Friberch“ den Verkauf eines Weinberges in Zadel bezeugen. Die Urkunde ist datiert auf den 11. Juni 1218 und das erste Dokument, auf dem der Name der damals noch jungen Stadt der Markgrafschaft Meißen erwähnt wird. Noch bis Mitte August dieses Jahres kann ein Faksimile von ihr, die originalgetreue Nachbildung, auf der Ratsdiele besichtigt werden.



Kopie der Urkunde, die die erste urkundliche Erwähnung des Ortsnamens
Freiberg belegt. (Fotos: E. Mildner)


Geprägt wurde der spannende gedankliche Spaziergang durch Freibergs wechselvolle, aber vor allem ruhmreiche Geschichte, zum Festakt – der wundervoll musikalisch umrahmt wurde durch die Mittelsächsische Philharmonie unter Leitung von GMD Raoul Grüneis - durch die Festreden (Festrede des Oberbürgermeisters Sven Krüger und Festrede von Sabine Ebert) populärer Persönlichkeiten, wie Freibergs erster Stadtschreiberin, Bestsellerautorin Sabine Ebert (Foto). Sie betonte zur Geschichte, dass sich die Redewendung über jene Siedlerzüge erhalten habe: „Der Erste hat den Tod, der Zweite die Not, der Dritte das Brot. Das bezog sich auf die Generationen. Viele Siedlerdörfer wurden wieder aufgegeben.
Doch dann in Chrsitiansdorf dieser Silberfund von 1168!“ Dass der Markgraf rasch und geschäftstüchtig reagierte, weiß in Freiberg jedes Kind. „Siedler mögen gut sein, doch ehe die ihre Abgaben zahlen konnten … Aber Silber! Das verhieß sagenhaften Reichtum. Was für ein außerordentlicher Glücksfall!“



So wie die Halleschen Salzkärrner den ersten Erzbrocken aufgehoben haben, so habe sie diesen wunderbaren Romanstoff sozusagen vom Boden aufgelesen. Die inzwischen millionenfach verkauften Romane über Freibergs Geschichte sind ein Glücksfall für die Stadt. „Freiberg ist eines der Beispiele dafür, wie Geschichte und Tradition Verbundenheit schaffen. Das brauchen wir heute dringender denn je in dieser turbulenten Zeit“, mahnte Freibergs erste Stadtschreiberin.

Sie schenkte Oberbürgermeister Sven Krüger je ein Buch ihrer Hebammensaga in allen Sprachen, in die sie übersetzt worden ist und so Freibergs spannende und silberne Geschichte weltweit bekannt machten. Die rund 20 Bücher werden im Stadtarchiv einen besonderen Platz erhalten.

Seit jeher werden im historischen Ratsarchiv im Freiberger Rathaus wertvolle Dokumente zur Stadtgeschichte aufbewahrt. Heute konnte dort erstmals die Ersterwähnungsurkunde von 1218, um die sich heute alles drehte, in Augenschein genommen werden. Zahlreiche Freiberger und Gäste der Stadt nutzten die Gelegenheit, sich diese anzuschauen und sich fachkundig durch das sonst nicht für die Öffentlichkeit zugängige Archiv führen zu lassen. Den Geheimnissen der Freiberger Geschichte konnte auch bei Führungen durch den Rathauskeller und das Stadt- und Bergbaumuseum auf den Grund gegangen werden. Die Sonderausstellung „Silberrausch und Berggeschrey“ im Museum schließt heute 18.30 Uhr mit dem Vortrag „Was vom Tage übrig blieb“ zur Montanarchäologie im mittelalterlichen Bergbau der Mark Meißen von Dr. Susann Lentzsch aus Dresden.

Wie der Freiberger Silber-Glücksfall Sachsens Geschichte beeinflusste – aber auch die deutsche und sogar europäische – untermauerte Festredner Historiker Andre Thieme.

Das Silber wirkt bis heute – manchmal sogar akustisch: Denn mit den silbernen Kesselpauken aus den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden erklang Freibergs Hymne zum Festakt. Alle mehr als 300 Festgäste in der Nikolaikirche sangen gemeinsam das Steigerlied und ließen Freibergs lebendige Tradition spüren.

Mit einer vielleicht neuen Tradition überraschten Oberbürgermeister Sven Krüger und Prof. Georg Prinz zur Lippe: Zum Festakt gab es Vinum argenteum (Silberwein), eine Sonderedition des Elblings von Schloss Proschwitz. Mit ihm erinnert die Silberstadt Freiberg 2018 an den ersten Silberfund 1168 und die urkundliche Ersterwähnung des Ortsnamens „Freiberg“ 1218. Er stammt von dem Weinberg, dessen Verkauf die drei Männer aus „Friberch“ beurkundeten. Verkostet von den Festgästen ist er ab sofort u. a. in der Tourist-Information erhältlich.

Unter den Festgästen: zwei Silberstädte aus Nachbarländern. Schwaz in Österreich und Schoonhoven aus den Niederlanden stellten sich vor. Gemeinsam mit Marketingexperten der Stadt Freiberg suchen sie nun nach Gemeinsamkeiten und möglichen Kooperationen.

Denn nicht nur das „Glück auf“, sondern auch das Silber prägen Freiberg – die Silberstadt Deutschlands – bis heute. Für Oberbürgermeister Sven Krüger ein Zauber „der Freibergs Charakter formt und bis heute färbt“. Die Freiberger leben „in einer Stadt, die einzigartige Kunstschätze beheimatet, in der weltberühmte Wissenschaftler forschten und von der großartige Innovationen in die ganze Welt gingen und in der bis heute Unternehmen mit Weltruf ansässig sind.“ So tragen die absolute Mehrzahl der über sieben Milliarden Menschen auf der ganzen Welt „ein Stück Freiberg in ihrer Geldbörse, ihrem Smartphone oder ihrem Auto mit sich.“

Freiberg passe sich an und „macht Trends zum eigenen Erfolgsgeheimnis“, betonte Krüger. „Die Menschen sind glücklich mit dem Jetzt in Freiberg, sie sind stolz auf das Erreichte und offen für das Neue! Lassen Sie uns alle gemeinsam dafür sorgen, dass unsere Zukunft von diesen Geist beseelt wird.“


Die gut besuchte Nikolairkirche zum Festakt - mit im Bild: Die Mittelsächsische Philharmonie

Neuer Geist soll auch einziehen ins Herderhaus im Herzen der Stadt. Heute Abend wird feierlich der Grundstein gelegt, um das Haus zum Archiv umzubauen und zu sanieren, damit es künftig als modernes „Gedächtnis der Stadt“ Freibergs wertvolle Historie und Gegenwart für die Zukunft sicher bewahrt. Die Grundsteinlegung ist Abschluss des Feststages und zugleich Auftakt für die „Silbernen Tage“ (Programm siehe unten).

Ihre Verbundenheit mit der Stadt brachten nicht nur die Einwohner in den vergangenen Monaten deutlich zum Ausdruck: Zahlreich nutzen die Festgäste die letzte Chance, Wünsche und Hoffnungen in diese Glückwunsch-Chronik einzutragen – die ihren Platz in einer Nische des Herderhauses finden wird. Mögen die guten Wünsche für Freiberg in Erfüllung gehen.


PROGRAMM: Silberne Tage vom 11. bis 20. Juni 2018


Mi, 13. Juni 2018
10 Uhr, Stadtbibliothek im Kornhaus, Korngasse und VR-Bank
SILBERNES GEDRUCKT*
alles rund um silberne Medien

Do, 14. Juni 2018
10 Uhr, TU Bergakademie, Bergarchiv, Stadt- u. Bergbaumuseum, Dom St. Marien
ENTDECKERTAG*
Stöbern und Entdecken

Do, 14. Juni 2018
Schloss Freudenstein
10-JAHRE-SCHLOSS FREUDENSTEIN IM NEUEN GLANZ
ab 16.30 Uhr Eröffnung der Freiberger Sommernächte

Sa, 16. Juni 2018
17 Uhr, Dom St. Marien
KONZERT WINDSBACHER KNABENCHOR
anlässlich 40 Jahre Silbermann-Tage
Tickets: ab 13 €, Tourist-Information

So, 17. Juni 2018
13 – 19 Uhr, Altstadt
FAMILIENFEST - Die Silberstadt mit der ganzen Familie entdecken
Der Sonntag steht von 13-19 Uhr ganz im Zeichen der Familie. Neben einem bunten Bühnenprogramm mit Musik und Tanz laden eine Orgelführung und Humoristisches zur Stadtgeschichte in die Petrikirche ein. Theateraufführungen und Ponyreiten runden das Programm auf dem Obermarkt ab. Der MDR SACHSEN veranstaltet eine Schatzsuche im Altstadtgebiet. Der Eintritt ist frei.

Mo, 18. Juni 2018
14 - 19 Uhr, Sportanlage „Ulrich Rülein von Calw“
SILBERRAUSCH-POKAL
Hier können zahlreiche Sportarten ausprobiert werden: angefangen von Torwand-, über Bogenschießen bis hin zu Tischtennis & Prellball. Auf die Kleineren warten Ponyreiten und Hüpfburg, auf die Größeren T-Wall und Human-Kicker.
Einen besonderen Höhepunkt bildet das Bubble Ball Turnier. Gespielt wird „3 gegen 3“. Das Turnier dauert ca. 2 Stunden. Die Kids sollten mind. 1,45 m groß sein, also geeignet für die Schulklassen 6 und 7. Außerdem sollte jeder Teilnehmer geeignete Sportbekleidung (normale Sportschuhe, keine Stollen) mitbringen. Auch schönes Wetter ist Voraussetzung, damit der Sporttag stattfinden kann. Der Eintritt ist frei.

Di, 19. Juni 2018
Schloss Freudenstein
SENIORENTAG
Freibergs Senioren entdecken ihre silberne Stadt.

Mi, 20. Juni 2018
10 Uhr, TU Bergakademie, FILK, Helmholtz-Institut
TAG DER WISSENSCHAFT*
Jugend forscht

Do, 21. - 24. Juni 2018

33. BERGSTADTFEST FREIBERG - mit DJ Antoine, Keimzeit, Alvaro Soller, Münchner Freiheit, Marquess, Public Viewing, Jonas Monar, Bergparade u.v.m.
Lebendig wird die bedeutende Geschichte der Silberstadt immer am letzten Juni-Wochenende beim Bergstadtfest, mit der großen traditionellen Bergparade am Sonntag durch die Altstadt. Große Künstler, bunte Erlebniswelten, historische Händler, Musikanten und internationale Kultur laden nach Freiberg ein. www.bergstadtfest.de

*Projekte speziell für Schulen: Geschlossene Veranstaltung

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