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Vorwort

Bergbaugeschichtliche Erkundungswege in und um Freiberg (Sachsen)

Liebe Wanderer! Sie haben sich vorgenommen, in die Historie des Freiberger Silberbergbaues einzudringen und Sachzeugen seiner vielhundertjährigen Geschichte zu besuchen. Ein lobenswertes Vorhaben, meinen wir. Dazu wollen wir, das ist die Arbeitsgruppe der Freiberger Agenda 21, zu der auch Mitglieder des Erzgebirgszweigvereins Freiberg, des Fremdenverkehrsvereins Freiberg e.V. und Fachleute des Montanwesens wie auch der Stadtgeschichte gehören, Sie herzlich in Sachsens alter Berghauptstadt willkommen heißen.

Sie können auf unterschiedlichen Routen wandern. Zunächst bieten wir Ihnen einen montanhistorischen Erkundungsweg auf der Spur des Silbers durch die Freiberger Altstadt an, in deren Gebiet vor fast 840 Jahren - kurz nach der Besiedlung - in einer bewegten Zeit der Bergbau auf Silber begann. Sie können aber auch von der Altstadt aus in das Gebiet der Himmelfahrt Fundgrube im Nordosten der Stadt Freiberg vordringen, wo vermutlich schon seit der Zeit um 1200 intensiver Bergbau betrieben wurde und sich im 19. Jahrhundert die bedeutendste und größte Silbererzgrube Sachsens befand. Ein Stückchen wandern Sie dabei ungefähr 230 Meter über dem berühmten Rothschönberger Stolln entlang, der erst 1877 fertig gestellt wurde und noch heute den Betrieb der Lehrgrube der TU Bergakademie Freiberg ermöglicht. Sie können auch wahlweise das Tal der Freiberger Mulde mit dem berühmten Roten Graben, dem Mundloch des Alten und Tiefen Fürstenstollns und den Standorten historischer Blei-Silber-Hütten besuchen.
Zwei Exkursionen zur Ortschaft Zug auf die Hochfläche zwischen Freiberg und Brand-Erbisdorf mit ihren zahlreichen alten Silbererzgruben und den berühmten Drei Kreuzen bzw. nach Muldenhütten mit Besichtigung zahlreicher Sachzeugen des Berg- und Hüttenwesens stehen ebenfalls zur Auswahl. Im Raum Muldenhütten ist der Betrieb von Hütten seit 1318 urkundlich belegt. Noch heute kann in der Hütte ein historisches und funktionsfähiges Hüttengebläse aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts besichtigt werden. In der Umgebung befanden sich außerdem seit 1697 eine Pulvermühle und seit 1882 eine Dynamitfabrik.

Wir empfehlen Ihnen, im Stadtgebiet auf die Straßenbeschilderung zu achten; außerhalb der Stadt werden Ihnen grün-weiße Markierungen helfen, den richtigen Weg zu finden. Dort ist auch festes Schuhwerk erforderlich, da einige Abschnitte der Wanderwege etwas schwierig zu begehen sind.
Wir müssen jedoch darauf hinweisen, dass die Begehung der Wanderrouten auf eigene Gefahr erfolgt. Im Anschluss an die Beschreibung der Wanderwege finden Sie jeweils Hinweise zu ergänzender bzw. weiterführender Literatur.

Viel Freude beim Wandern!