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Bergbaugeschichtlicher Erkundungsweg

Wandertour "Zug"

Text: Dieter Schräber, Erzgebirgszweigverein Freiberg, 2004/2007

Das Silberbergbaugebiet des Ortsteiles Zug im Süden Freibergs gehört zu den an Sachzeugen reichsten Teilen des Freiberger Bergreviers und ist in Teilen noch weitgehend unverbaut. Es darf begründet angenommen werden, dass der Bergbau sich nach dem ersten Silbererzfund um 1168 sehr rasch auch in südlicher Richtung ausbreitete, schon im Laufe des 13. Jahrhunderts alle wesentlichen Erzgänge des Gebietes bekannt waren und der einst dichte Wald fast vollständig gerodet war. Allerdings sind aus dieser frühesten Periode kaum noch Zeugnisse erhalten. Von großer Bedeutung dagegen sind noch heute die Anlagen der bergmännischen Wasserwirtschaft, die seit der Mitte des 16. Jahrhunderts in diesem Teil des Freiberger Reviers entstanden und einen intensiven Bergbau bis in Teufen von etwa 400 Metern ermöglichten. Eine Wiederaufnahme im 20. Jahrhundert war angedacht, kam jedoch nicht mehr zur Realisierung.

Die Wanderung in das Gebiet von Zug ist zweigeteilt, wobei es dem Wanderer freisteht, die volle Strecke zu gehen oder auch unter Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel oder des eigenen Fahrzeuges erst auf Höhe des Gewerbegebietes Häuersteig oder in Höhe der Gaststätte „Letzter 3er“ jeweils am Radweg in den Teil-Rundwanderweg einzusteigen. Er wird zu jeder Jahreszeit auf der Spur der Gangzüge des Silbererzes von der herben Schönheit der uralten, stark zergliederten Bergbaulandschaft zwischen Freiberg und Brand-Erbisdorf überrascht sein.

Beschreibung der Wanderroute



Ausgangspunkt der Wanderung, zu der vom Helmertplatz aus eine Übergangsmöglichkeit vom "Freiberger Silberpfad" besteht, ist der Parkplatz

  • Eherne Schlange - Südausfahrt. Bereits hier steht der Wanderer auf bergbaugeschichtlich bedeutsamem Boden, denn hier bzw. auf dem gegenüberliegenden Hang bauten von 1543 bis 1749 die namensgebende Grube (1) sowie von 1515 bis zum Anfang des 19. Jahrhundert die Grube Methusalem Silbererze ab.
    Unmittelbar an der Einmündung der Frauensteiner Straße befand sich die alte Erzwäsche (= meist aus einem Pochwerk und verschiedenen anderen Einrichtungen wie Trögen, Sieben oder Herden zum "Auswaschen" der schwereren Erzpartikel aus dem Schlamm bestehende Anlage) der Grube Kuhschacht (früher auch: Kühschacht). Das Zentrum dieser bedeutenden und von 1516 bis 1838 betriebenen Grube am heutigen Wernerplatz wird vom Parkplatz über den Kreisverkehr nach rechts über die

  • Frauensteiner Straße und die Bahnhofstraße (Ampelübergang Berthelsdorfer Straße benutzen!) erreicht. Links der Bahnhofstraße steht etwas versetzt das kleine Huthaus (2) der Grube Kuhschacht (Huthaus = Betriebsgebäude einer Grube) aus der Zeit um 1700 und ein Gedenkstein, der an A.v. Humboldt erinnert, der in Freiberg studierte und in dieser Grube Temperaturmessungen ausführte. Rechts im Gelände des Parkplatzes hinter der ehemaligen Buswartehalle stand der markante Pferdegöpel. Weiter in südlicher Richtung verlief der Kuhschacht Stehende (Stehende Gänge haben einen Verlauf =Streichrichtung von SSW nach NNE). Der Kunstschacht (Schacht, in dem sich die Wasserkünste = Wasserräder und von diesen betriebene Pumpen befanden) der gleichnamigen Grube, von welchem keine sichtbaren Zeugnisse mehr bestehen, lag an der Einmündung Buchstraße. Er hatte vier übereinander angelegte Kunstradstuben, deren oberste bei etwa 12 m unter Gelände 1746 das wahrscheinlich größte Kunstrad des Freiberger Bergbaues mit rund 14,5 m Durchmesser enthielt. Vor allem in diesem Bereich kam es in der Vergangenheit zu häufigen Tagebrüchen, d.h. Einbrüchen der Erdoberfläche.
    Der Erkundungsweg verfolgt aber nicht die Bahnhofstraße weiter, sondern biegt rechts ab und führt über den Wernerplatz und die Wernerstraße am Busbahnhof vorbei zum

  • Roten Weg. Hinter dem Busbahnhof schaut die hohe Schachthalde des ab 1844 geteuften
    Rote Grube Richtschachtes (3) (Richtschacht = außerhalb der Lagerstätte im festen Gestein geteufter Schacht, von dem aus die Lagerstätte über Querschläge angefahren wurde) hervor. Die Wanderung führt auf dem Roten Weg weiter stadtauswärts. An der Einmündung des Roten Weges in die Bahnhofstraße wurde im 18. Jahrhundert eine weitere Erzwäsche der Grube Kuhschacht betrieben, die Wasser aus dem später noch zu erwähnenden Hohe Birke Kunstgraben (künstlich angelegter Graben zur Heranführung von Wasser) erhielt. Nach rechts über die Straße

  • Am Bahnhof zur Annaberger Straße wandernd führt die Strecke rechts vorbei am Hotel "Alekto" nach links in die Beuststraße bis zur Friedrich-Olbricht-Straße und dort abermals nach links. Hinter dem Eisenbahntunnel geht es neuerlich nach links und dann nach rechts auf die

  • Brander Straße, in deren Bereich auf dem Rote Grube Stehenden vom 16. bis zum Ende des 18. Jahrhunderts intensivster Silberbergbau umging. An der Einmündung Olbernhauer Straße verläßt die Wanderstrecke die Brander Straße und führt nach halblinks in die Straße

  • An der Kohlenstraße (1678 Kannegießerweg, nach der Gießerdynastie der Hilliger benannt, die bis 1632 vor dem Peterstor eine Gießhütte betrieb und einen Teil ihrer Kohlen über diese Straße bezog). Im Bereich des Abzweiges der Kohlenstraße befand sich eine weitere Erzwäsche, die zur Rote Grube obere 15. Maß (ein Grubenfeld bestand aus einer Fundgrube von 120 Lachter Längserstreckung und 7 Lachter Breite, d.h. 240 m x 14 m, zugeordnete Maßen - obere in Richtung Gebirge, untere M. in Richtung Wasserabfluss - waren 40 Lr bzw. 80 m lang und ebenfalls 7 Lr breit) gehörte und ihr Betriebswasser ebenso wie die westlich der Olbernhauer Straße gelegene Grube und Erzwäsche Prophet Samuel über den Hohe Birke Kunstgraben erhielt (An der Teilung der Kohlenstraße bitte rechts halten). Nach Erreichen der

  • Käthe-Kollwitz-Straße wird nach wenigen Metern am Ampelübergang die Straße überquert, nach links gegangen und am Autohaus rechts in die Straße

  • Am Seilerberg eingebogen. Weiter geht es in südlicher Richtung durch das Wohngebiet Seilerberg bergauf. Kurz vor der

  • Max-Roscher-Straße markiert eine auffällige Schachthalde links des Weges den ehemaligen Herzog August Neuschacht, an dem sich ebenfalls Ende des 18. Jahrhunderts eine kleine Erzwäsche befand.
    Auf der Max-Roscher Straße wird etwa 50 Meter nach rechts und von da aus auf den

  • Radweg parallel zur B 101 weitergewandert. Westlich der B 101 stadtwärts zurück steht auf der Schachthalde der Grube Oelberg das so genannte Seilerhaus (4), in dem die Hanfseile für den Freiberger Bergbau produziert wurden. Links des Radweges fallen die berühmten Drei Kreuze (5) auf, bei denen es sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um eine 1534 ersterwähnte, wohl vorreformatorische bergmännische Kultstätte im Kreuzungsbereich eines Häuersteiges und der alten Landstraße ins obere Erzgebirge bzw. deren Vorläufer (heute B 101) handelt.
    Hier beginnt an der Fußgängerampel zum Gewerbegebiet der

    Teil-Rundwanderweg durch das Bergbaugebiet von Zug.
    Wer erst an dieser Stelle seine Wanderung beginnen möchte und mit dem PKW anreist, kann bis zur Fertigstellung des geplanten Wanderparkplatzes an der künftigen Umgehungsstraße über die B 101 im Gewerbegebiet Häuersteig parken und über den Ampelübergang den Ausgangspunkt der Wanderung am Radweg erreichen. Der Zugang ist auch am Radweg hinter der Gaststätte "Letzter 3er" (Haltestelle Bus oder Parkplatz) etwas weiter südlich möglich. Zunächst führt die Wanderung auf dem

  • Radweg weiter nach Süden. Rechts des Weges zwischen B 101 und Radweg begleiten den Weg die Schachthalden der ehemaligen Gnade Gottes Fundgrube (Fundgrube an der Gaststätte "Letzter Dreier", südwärts 1. bis 5. obere Maßen auf dem Palmbaum Gangzug), deren Hauptbetriebszeit im 17. Jahrhundert lag. Nach Erreichen der

  • Schulstraße wird der Radweg verlassen und nach links (rechts Hammers Gaststätte) bis zur Straße

  • Am Drei Brüder Schacht gewandert und in diese nach rechts eingebogen. Der Weg folgt hier dem Wanderweg Erzgebirge - Vogtland (rote Markierung).Gegenüber der Einmündung der Schulstraße steht auf einer Halde in dichtem Gebüsch der durch jüngere Anbauten verunstaltete Pulverturm der Grube
    Segen Gottes Herzog August, die auf dem Alt Rosenkranzer Gangzug von 1612 bis 1898 baute.
    Wichtigster Schacht dieser Grube war der bereits erwähnte Drei Brüder Schacht (6), in dem Professor Ferdinand Reich 1831 seine berühmten Fallversuche zum Nachweis der Achsendrehung der Erde ausführte und wo 1915 das erste Kavernenkraftwerk der Welt in Betrieb genommen wurde. 1972 ist dessen Betrieb eingestellt worden. Ein Förderverein bemüht sich seit 1992 um die Wiederinbetriebnahme der Anlage.
    Eine Besichtigung der Tagesanlagen des Schachtes und der Schaltzentrale des Kraftwerkes ist möglich;
    Ansprechpartner: Henri Kirsten, Tel. D 03731-74300, Dauer ca. eine halbe Stunde.

    Die Wanderung führt weiter südwärts über die Halden der Hungerschächte (7) und wieder auf den von rechts kommenden Radweg, der aber nach etwa 150 Metern nach links abbiegt. Von dieser Stelle aus
    bleibt der Wanderer auf einem Fußweg geradeaus am Westrand eines bewaldeten Halden- und Pingenzuges, der südwärts bis zur bedeutenden

  • Beschert Glück Fundgrube (8) führt, die von 1697 bis 1899 betrieben wurde und reiche Ausbeute brachte. Huthaus, Maschinenhaus, Scheidebank (Gebäude, in dem das Erz meist von Bergjungen grob ausgeschlagen wurde) und weitere Funktionsgebäude laden zum Verweilen und zum Fotografieren ein. Ein am Maschinenhaus befindliches Funktionsmodell der Grube kann in Betrieb gesetzt werden (Ansprechpartner: Freudenstein e.V.; Jens Pfeifer, D 03731 22471 oder Andreas Krause, D 03731 213251). Die Grube war in der Vergangenheit oft Ziel namhafter Persönlichkeiten (Gedenktafel an der Scheidebank).
    Über eine steile Treppe (unregelmäßige Stufenhöhen und -breiten!) wird die Schachthalde nach Süden verlassen und auf dem ehemaligen Beschert Glücker Kunstgraben nach links zurück zum

  • Radweg gewandert. Links des Weges kündet ein dicht bewaldeter Haldenzug von intensivem Silberbergbau im 16. - 18. Jahrhundert. Unmittelbar am Weg liegt die große Schachthalde der ehemaligen Grube Jung Himmlisch Heer, deren Huthaus (9) noch erhalten ist und die zeitweise zur Förderung einen Pferdegöpel besaß. Dieser Abschnitt des Weges ist identisch mit dem nördlichen Teil des bergbauhistorischen Lehrpfades Brand-Erbisdorf. Nach Überquerung der Hauptstraße wird weiter auf der

  • Straße Am Konstantin geradeaus gewandert, die sowohl den Wanderweg Ostsee - Saaletalsperren (blaue Markierung) als auch den Wanderweg Erzgebirge - Vogtland (rote Markierung) begleitet.
    Rechts ist auf einer bewaldeten Schachthalde das Huthaus der Grube Zscherper 3.bis 5. Maß (10) erhalten. Dahinter folgt die Gaststätte "Zum Konstantin" und die hochaufragende Schachthalde des
    Constantin Schachtes (11), benannt nach dem letzten sächsischen Oberberghauptmann, Constantin Frhr. v. Beust (1806-1897), in dem sich ab 1924 das Oberwerk des Kavernenkraftwerkes befand.

    An dieser Stelle kann der Rundwanderweg fakultativ unterbrochen (Wegweiser) und auf der Straße
    "An der Zugspitze", die mit der alten vom Gebirge kommenden Kohlenstraße identisch ist, nach Süden zum Mendenschacht der Alten Mordgrube gewandert werden, vorbei am Südteil der umfangreichen Schachthalde des Constantin Schachtes (12) links, dem Lederwerk Zug links und dem Damm der ersten Eisenschienenbahn (13) auf dem europäischen Kontinent, die vom Mendenschacht aus durch einen Tunnel mit Mundloch über den Damm zur Altmordgrubener Erzwäsche im Gelände der heutigen Lederfabrik führte und 1828 von Brendel erbaut wurde. Über eine

  • Treppe wird die Schachthalde bestiegen und das hervorragend sanierte Gebäudeensemble des Mendenschachtes (14) (auch Zugspitze genannt, einschl. Gaststätte) als weiteres Beispiel für die architektonische Schönheit der großen sächsischen Silbererzgruben des 19. Jahrhunderts besichtigt (Informationstafel am Haupteingang). Aufschlagwasser für Förderung und Wasserhebung erhielt die Grube über die Mendenrösche (ben. n. Oberkunstmeister J. F. Mende; Rösche = überdeckter Kunstgraben bzw. tunnelartiger Grubenbau zur Heranführung oder Ableitung von Wasser) aus dem System des Hohe Birke Kunstgrabens. Im Süden des Gebäudekomplexes befindet sich noch ein Wasserhebehäuschen, in dem aus der Rösche Brauch- und Trinkwasser zu den Objekten gehoben wurde. Gegenüber vom Haupteingang westlich der Straße steht in einem Laubwäldchen das ebenfalls sanierte Huthaus der Alten Mordgrube (15), auch "Lehmhäusel" genannt. Die 1899 eingestellte Mordgrube, zu deren Namensursprung es eine uralte Sage gibt, war zeitweise die wichtigste Bleierzgrube des gesamten Reviers. Der Rückweg zum Constantin Schacht erfolgt auf dem gleichen Wege wie der Anmarsch.

    Vor dem ab 1841 geteuften Constantin Schacht (11) wird der Teil-Rundwanderweg wieder aufgenommen. An dieser Stelle teilte sich bis etwa zum Jahr 1900 der aus dem Freiwald kommende Hohe Birke Kunstgraben in zwei Hauptäste. Auf dem nach Westen führenden war ab Beschert Glück an diese wichtige Strecke gewandert worden; dem nach Nordosten führenden Zweig folgt die weitere Route auf dem Weg

  • Am Graben, welcher dem Hohe Birke Kunstgraben (17) folgt. Dieser wurde nach Projekten von Martin Planer (1510-1582) 1590 fertiggestellt und war bis zur umfassenden Einführung der Dampfmaschinen und der Elektroenergie die energetische Hauptschlagader des Freiberger Bergreviers. Noch heute ist der Graben voll funktionsfähig und versorgt z.B. aus dem vor dem Constantin Schacht gelegenen Constantin Teich (16) das Gewerbegebiet Freiberg Süd mit großen Mengen Produktions- und Kühlwasser. Der nun bis zur Kapelle von Zug dem Hohe Birke Kunstgraben folgende Abschnitt des Wanderweges gehört zu den landschaftlich reizvollsten Wegen im Raum Freiberg, da sich von hier aus ein herrlicher Fernblick auf die Höhen des Osterzgebirges ergibt. Zu Füßen des Wanderers liegt das breite Münzbachtal mit dem 1555 angelegten und 1684 auf die heutige Größe erweiterten Berthelsdorfer Hüttenteich. Hier im Münzbachtal befanden sich nachweislich seit 1363 eine Reihe teilweise bedeutender Hütten, deren letzte erst 1789 stillgelegt wurde. Beiderseits des Weges sind zahlreiche Schachthalden des Altbergbaues zu erkennen. Besonders markant hebt sich links der bewaldete Zug der Obergöpler Schächte auf dem Hohe Birke Gangzug (Hohe Birke Obere 9. bis 12. Maß) heraus, die ab 1647 einen hohen Pferdegöpel (namensgebend) zur Förderung besaßen. Die Halden dieser bis zu 400 m tiefen Schächte markieren auch den höchsten Punkt des Stadtgebietes von Freiberg mit 491 m über NN. Streckenweise besitzt der Hohe Birke Kunstgraben noch die ursprüngliche Abdeckung mit Holzschwarten als Schutz gegen das Hineinfallen von Laub und Gegenständen. Für die Wartung der Gräben waren Grabensteiger verantwortlich.
    An der Kapelle Zug befindet sich der gegenwärtige Endpunkt des Kunstgrabens, der ursprünglich mit seinen Abzweigen bis in das südliche Stadtgebiet von Freiberg reichte. Von hier aus führt heute eine Freispiegelleitung zur Badestelle "Großer Teich" im Stadtwald, um im zuflusslosen Teich durch Zufuhr von Frischwasser den Badebetrieb aufrecht erhalten zu können. Ursprünglich zweigte an dieser Stelle der Zuger Wäschgraben ab, der rechts des Weges drei unmittelbar hintereinander liegende Erzwäschen und die Kröner Fundgrube beaufschlagte. Umfangreiche Wäschsandhalden sind noch heute in diesem kleinen Tälchen anzutreffen.

    Nach Erreichen der Haldenstraße wird nach links zum Kreisverkehr gewandert und dieser sofort nach rechts wieder in Richtung

  • Hauptstraße verlassen. Diese verläuft 700 Meter direkt auf dem Hohe Birke Gangzug (18), dessen zahlreiche, auf 4,5 km Länge wie an einer Perlenschnur hintereinanderliegende Gruben vom Anfang des 16. Jahrhunderts bis 1803 ingesamt rund 174.000 kg Silber und große Mengen an Kupfer und Blei erbrachten und rund 1.500.000 Gulden Ausbeute verteilten. Die allein auf Hohe Birke geförderte Silbermenge entspricht rund zwei Prozent des gesamten im Erzgebirge gewonnenen Silbers. Im Gelände der Schule rechts der Hauptstraße stand der zweite, der "Niedere" Pferdegöpel auf diesem Gangzug. Etwa 400 m weiter nördlich steht links der Hauptstraße das alte Huthaus der Hohe Birke Fundgrube (19) aus der Zeit um 1700. Nach Erreichen der Straßenkreuzung am

  • Stollnhaus mit dem rechts gelegenen namensgebenden Huthaus samt Bergschmiede Zum Tiefen Fürstenstolln in Emanuel (20) (Stolln = tunnelartiger Grubenbau zur Entwässerung von Gruben) wird die Hauptstraße nach links verlassen und auf der Straße

  • Am Daniel weitergewandert. Nach etwa 250 Metern wird der Jung Thurmhofer Gangzug gekreuzt (links: Junger Thurmhof Fundgrube mit Huthaus (21), rechts: St. Wolfgang Fundgrube). Nach weiteren etwa 150 Metern Wegstrecke ist der Danieler Gangzug erreicht. Hier biegt der Weg nach links um. Links des Weges steht das eingeschossige Huthaus der Grube Prophet Daniel (21 ). Es stammt aus der Zeit um 1700 und lässt darauf schließen, dass als Nebenerwerb bescheidene Landwirtschaft betrieben wurde. Nunmehr biegt der Wanderweg auf einem

  • Feldrain nach rechts ab und führt über die Schachthalde der Grube Halbe Kaue zurück zum Alt Rosenkranzer Gangzug. Von hier aus sind wieder die Drei Kreuze zu erkennen. Links des Weges steht die völlig umgebaute Bergschmiede von Herzog August. Dahinter steht vor der

  • Schulstraße das zwischen 1710 und 1720 erbaute Huthaus des Kurfürst Johann Georgen Stollns (23) und rechts an der Schulstraße das Huthaus von Herzog August (24) ( Anfang 18. Jh.).

    Von hier führt der Weg nach rechts zurück zum Radweg und zum Ende des Teil-Rundweges Zug (Wegweiser)

    Der Rückweg zur Stadt erfolgt auf dem gleichen Weg wie der Anmarsch.

    Informationen zur Strecke:
  • Gehzeit gesamt: 5 Stunden, Strecke: 15,3 km, Steigung: 100 Höhenmeter

  • davon Rundwanderweg Zug: 3 Stunden, Strecke: 5,7 km

  • Mendenschacht mit Begehung der Tagesanlagen insgesamt: 1 Stunde,

  • Weg von der Stadt und zurück: je 1 Stunde