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26.11.2014

„Theater muss sein“

Sonderstadtrat am heutigen Abend: Stadträte Döbeln und Freiberg ringen ums Mittelsächsische Theater und drängen auf gerechtere Verteilung der Kulturraummittel

Die Städte Döbeln und Freiberg sind sich einig: Die Mittelsächsische Theater und Philharmonie gGmbH mit ihren festen Spielstätten in Döbeln und Freiberg sowie der Seebühne Kriebstein soll eine Zukunft haben. Dafür votierten die Stadträte beider Kommunen heute Abend auf ihrer ersten gemeinsamen Sondersitzung einstimmig. Dem vorangegangen waren flammende Reden, vor allem der Freiberger Stadträte. Sie alle hatten einen Tenor: „Theater muss sein“ – und zwar keines von Hungerkünstlern. „Qualität bedarf auch einer Honorierung“, wie Stadtrat Konrad Heinze betonte.

Voraussetzung aber für ein weiterhin so breit angelegtes und qualitativ hochwertiges kulturelles Angebot im gesamten Landkreis Mittelsachsen ist eine gesicherte Finanzierung des Mittelsächsischen Theaters. Doch die steht ab kommender Spielzeit auf wackligen Beinen. Daher wollen sich Döbeln und Freiberg nun gemeinsam mit dem dritten Gesellschafter, dem Landkreis Mittelsachsen, sowie dem Kulturraum und dem Freistaat für gangbare Lösungen stark machen.

Schon dass die Städte Döbeln und Freiberg gemeinsam zur Thematik tagten, zeigt deren Einigkeit in ihrer Verantwortung als Gesellschafter. So mussten zur heutigen Sitzung auch klare Voten fallen, ob beide Städte die bisher geleisteten Zuschüsse künftig ebenfalls stemmen wollen und können. Diese machen immerhin 25 Prozent des gesamten Finanzbedarfes des Theaters aus.
Den Großteil jedoch mit knapp 60 Prozent hat bisher der Kulturraum gestemmt. Dies entspricht dem Höchstsatz der möglichen Förderung von 70 v.H., der nun jedoch um elf Prozent auf 59 v.H. gekürzt werden soll.

Damit stünde die Zukunft des Theaters auf dem Spiel. Denn die entstehende Finanzlücke kann das Theater nicht mit seinen eigenen Einnahmen schließen. Um zu sparen, verzichten die Künstler des Mittelsächsischen Theaters längst durch Haustarifverträge auf Lohn. Hinzu kommen steigende Kosten für Theater- und Konzertbetrieb: Tariferhöhungen (auch bei Dienstleistungen Dritter, z.B. für Reinigung, Wachschutz, Wartung baulicher Anlagen, Feuerwehr etc.) sowie steigende Betriebskosten (Wasser, Abwasser, Heizung, Energie). Allein die Personalausgaben in Höhe von etwa acht Millionen Euro bedeuten hier bei Tariferhöhungen von zwei Prozent einen Aufwuchs von 160.000 Euro jährlich.

Rettung sehen die Stadtväter und -räte in einer gerechteren Verteilung der Kulturraummittel zwischen den Landkreisen Erzgebirge und Mittelsachsen.
Denn von den im Gesetz vorgegebenen 86,7 Millionen Euro Fördermitteln fließen lediglich 82 Millionen Euro an die Kulturräume des Freistaates Sachsen, weil zunächst Gelder für Investitionen und Strukturmittel in Höhe von einer Millionen Euro (§ 6 Abs. 2b SächsKRG) abgezogen und 3,7 Millionen Euro an die Landesbühnen Sachsen (§ 6 Abs. 2c SächsKRG) überwiesen werden.
Die verbleibenden 82 Millionen Euro werden zwischen den drei urbanen Kulturräumen (Dresden, Leipzig, Chemnitz) und den fünf ländlichen Kulturräumen verteilt. Und obwohl der überwiegende Teil der sächsischen Bevölkerung in diesen Kulturräumen beheimatet ist, erhalten diese letztlich nur 48,73 Prozent der Mittel, also maximal 39,96 Millionen Euro. Jeder der fünf ländlichen Kulturräume bekommt somit rund acht Millionen Euro an Zuweisungen aus Landesmitteln. „Wenn wir wollen, dass unser Theater mit seiner langen Tradition auch eine Zukunft hat, müssen alle Beteiligten etwas dafür tun“, fasst Bürgermeister Sven Krüger zusammen. „Dazu werden wir nun Gespräche mit den Verantwortlichen sowohl im Landratsamt wie auch im Ministerium für Wissenschaft und Kunst führen.“



Bis zum Jahr 2013 beteiligten sich die drei Gesellschafter mit folgenden jährlichen Zuschüssen an der Finanzierung des Theaters:

- Stadt Döbeln: 411.300,00 €
- Stadt Freiberg: 1.326.000,00 € + 96,4 T€ Mietkostenzuschuss
- Landkreis Mittelsachsen: 747.000,00 €

Summe Gesellschafterzuschüsse: 2.580.670,00 €

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