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Leipziger Synagogalchor - Jüdische Kostbarkeiten

  • Dienstag, 16.11.2021
  • 19:00
  • Petrikirche und Petriturm

Susanne Langner – Alt, Falk Hoffmann – Tenor, Tilmann Löser – Orgel/Klavier.

Der Leipziger Synagogalchor ist das einzige deutsche Ensemble, das sich ausschließlich auf jüdische Chormusik in all ihren Facetten spezialisiert hat. In Freiberg bringt er die Vielfalt jüdischer Musik - synagogal und jiddisch, von der Renaissance-Motette bis zum derben Trinklied - zum Klingen: Meisterwerke der Synagoge von Salomone Rossi, Louis Lewandowski, Samuel Lampel, sowie jiddische Lieder in neuen Arrangements.

Tickets:
Tourist-Information oder online bei reservix.de
Kirchenschiff: 15 € / 9 € erm.
Empore: 12 € / 7 € erm.

Konzert im Schalom-Jahr: 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland. www.schalom-freiberg.de

Weitere Informationen:
Zum dritten Mal gastiert der „Leipziger Synagogalchor“ anlässlich von Schalomtagen in Freiberg: am 16. November um 19 Uhr in der Petrikirche. Auf das Oktobersinfoniekonzert in der Nikolaikirche mit Kompositionen jüdischer Komponistinnen und Komponisten folgt damit ein weiterer musikalischer Höhepunkt im Freiberger Schalomjahr.

Das bekannte Vokalensemble führt synagogale Chormusik insbesondere des 19. und frühen 20. Jahrhunderts auf: Mit seiner Interpretation bewahrt der Chor die alte aschkenasische Aussprache des Hebräischen, wie sie in deutschen Synagogen vor dem Holocaust gebräuchlich war, während das moderne Hebräisch in Israel heute von der sephardischen Aussprache geprägt ist. Der Tradition und synagogaler Praxis entsprechend werden die Kompositionen überwiegend im Wechselgesang zwischen Kantor (Dirigent) und Chor a cappella oder mit Orgel- bzw. Klavierbegleitung aufgeführt.

Das weltliche Repertoire umfasst jiddisches und hebräisches Liedgut, meist in eigens für den Chor geschriebenen Bearbeitungen z. B. von Werner Sander, Friedbert Groß, Joseph Dorfman, Bonia Shur, Juan Garcia, Fredo Jung, Philip Lawson und Ludwig Böhme, der seit 2012 künstlerischer Leiter des Synagogalchores ist. Die Arrangeure haben die Lieder durch einen virtuosen Klavierpart oder kammermusikalische Instrumentalfassungen für die Interpretation im Konzertsaal bereichert; Gesangssolisten übernehmen die Rolle des Erzählers.

Dieses breit gefächerte Repertoire erlaubt eine variable Programmgestaltung mit der der Chor große und kleine Konzertsäle, Synagogen oder Kirchen füllt – den unterschiedlichsten Anlässen angemessen.

Die jüdische sakrale Musiktradition zu pflegen und einem größeren Hörerkreis zu erschließen, ist das Ziel des Leipziger Synagogalchores, der 1962 gegründet wurde. Im Mai 1963 fand das erste Konzert in Dresden statt. Es folgten Konzerte in Halle, Erfurt, Karl-Marx-Stadt, Dresden, Berlin und Leipzig. Nach der Erweiterung des Chorrepertoires um jüdische Folklore erschien 1965 die erste LP mit dem Titel „Meisterwerke der Synagoge und das jüdische Volkslied“, die in die BRD und die USA übernommen wurde.

Seit den 1990er-Jahren gab der Chor zahlreiche Konzerte in ganz Deutschland. Wichtige Stationen waren neben vielen jüdischen und nichtjüdischen Festivals und Kulturtagen z. B. Konzerte in der Dresdner Frauenkirche (2006), im Kölner Dom (2008), auf der Biennale „Musik der Synagogen“ im Ruhrgebiet (2008 und 2010), beim interreligiösen Festival “Musica Sacra International” im Allgäu (2014), beim internationalen Louis-Lewandowski-Festival in Berlin (2013 und 2016), in der Stiftskirche Stuttgart (2016), beim Heinrich-Schütz-Musikfest in Weißenfels (2017), beim Kurt Weill Fest in Dessau (2018, 2019, 2020) und beim Achava-Festival in Eisenach (2019).

Auslandsreisen führten neben Polen u. a. nach Odessa (1993), in die USA (1994), nach Spanien und Portugal (1996), Südafrika (1998), Brasilien (2005), Schweden (2009), Tschechien (2013, 2018, 2019), London (2015). In Israel gastierte der Leipziger Synagogalchor 1993, 2010 und 2017. Als Zeichen der Versöhnung war es dem Ensemble 2010 durch einen Knesset-Beschluss gestattet, in der Synagoge der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem zu singen.

Mit seinen Konzerten im In- und Ausland trägt der Leipziger Synagogalchor maßgeblich mit dazu bei, die jüdische Musikkultur zu erhalten und einem interessierten Publikum näher zu bringen. Sie ist in ihrem Ursprung über 3.000 Jahre alt und eng mit der Musiktradition des Nahen Ostens verbunden. Analog unserer Musikgeschichte wurde und wird auch in der synagogalen Musik, die letztendlich eine jüdische Kirchenmusik ist, vieles mündlich überliefert. Die heute noch geltenden musikalischen Rituale entstehen in der Zeit nach Christus.

Veranstaltungsort
Petrikirche und Petriturm
Petriplatz 1
09599 Freiberg
Veranstalter
Tourist-Information Silberstadt Freiberg
Schloßplatz 6
09599 Freiberg

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