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Aus dem Stadtrat vom 4. Dez.: Ehrenamt stärken - mehr Geld für Feuerwehrleute
Mit dem Bericht des Bürgermeisters und der Fragestunde für Einwohner ist die 14. Sitzung des Stadtrates am 4. Dezember 2026 eröffnet worden. Auf der Tagesordnung des öffentlichen Teils standen u.a. die Beschlüsse der Satzung über die Entschädigung der ehrenamtlichen Feuerwehrleute, der Satzung über die Zulagenerhöhung für hauptamtliche Einsatzkräfte sowie die Archivgebührensatzung.
Ehrenamtliche Feuerwehrleute erhalten ab 2026 mehr Geld
Die ehrenamtlichen Feuerwehrmänner erhalten ab 2026 mehr Geld. Die Stadträte haben die „Satzung über die Entschädigung der ehrenamtlichen Feuerwehrleute“ einstimmig beschlossen. Neu ist, dass die Teilnahme an Einsätzen gesondert entschädigt wird. Bedingung ist, dass jeder Feuerwehrmann jedes Jahr mindestens 40 Stunden an Übungen und Fortbildungen in der eigenen Wache vorweisen muss, nach der Grundausbildung (Truppausbildung). Außerdem erhalten Funktionsträger wie Leiter und Gruppenführer mehr Geld, zum Beispiel bekommen Ortswehrleiter monatlich 100 Euro sowie Kinder- und Jugendwarte 70 Euro Aufwandsentschädigung, die quartalsweise ausgezahlt wird. Die Satzungsänderung basiert auf den Fraktionsantrag der Freien Wähler vom März dieses Jahres. Die derzeit gültige Feuerwehrentschädigungssatzung von 2010 ist letztmalig 2017 angepasst worden. In den vergangenen acht Jahren haben sich jedoch die Aufgaben und der damit verbundene Aufwand geändert.
Hauptamtliche Einsatzkräfte: Zulagen steigen auf 50 Euro
Hauptamtliche Einsatzkräfte der Feuerwehr erhalten ab nächstem Jahr 50 Euro brutto Zulage je Dienstschicht statt bisher 40 Euro. Das haben die Stadträte einstimmig beschlossen. Damit wird die Leistung der Beschäftigten im Einsatzdienst wertgeschätzt. Gleichzeitig wird diese außertarifliche Zulage ab 2026 genauso stark erhöht wie die Gehälter nach dem TVöD VKA. Dis bisherige Zulage war seit 2014 nicht erhöht worden. Die Dienstvereinbarung zur Arbeitszeit und zum Freizeitausgleich gilt für alle Mitarbeiter
der Feuerwehr, die im Schichtdienst arbeiten, außerdem für Führungskräfte und Sachbearbeiter wie Sachgebietsleiter Brandschutz, Sachbearbeiter vorbeugender Brandschutz und Sachbearbeiter Technik und Ausbildung. In den drei Wachschichten der hauptamtlichen Feuerwehr Freiberg arbeiten 24 Einsatzkräfte. Der Dienstplan des laufenden Jahres sieht durchschnittlich 121,6 Einsatzschichten pro Wachabteilung vor. Jeder Mitarbeiter ist monatlich für neun bis elf Wachschichten und wöchentlich für etwa 2,5 Wachschichten eingeplant. Nach geltendem Rahmendienstplan enthält eine 24-stündige Schicht von Montag bis Samstag neun Stunden Arbeitszeit und 15 Stunden Bereitschaftszeit sowie am Sonntag drei Stunden Arbeitszeit und 21 Stunden Bereitschaftszeit.
Kostenfrei: Suche nach Archiv-Dokumenten
Wer sich im Stadtarchiv auf Dokumentensuche begibt, muss nichts bezahlen. Das bezieht sich sowohl auf Material im Lesesaal als auch im Mikrofilmlesesaal. Dies steht u.a. in der neuen Archivgebührensatzung, die die Stadträte mehrheitlich beschlossen haben. Sie gilt ab dem neuen Jahr. Die bisherige Kalkulation war von 2017 und musste aktualisiert werden. Auch Archivführungen sind für Schüler, Auszubildende und Studierende kostenfrei. Dem gegenüber wird bei Aufträgen, bei denen die Archivmitarbeiter recherchieren, eine Gebühr erhoben. Tatsächliche Auslagen, insbesondere Portokosten, werden weiterhin kostendeckend erhoben.
Die nächste Stadtratssitzung findet am 8. Januar im Ratssaal (Rathaus) statt und beginnt um 16 Uhr. Die Sitzung ist öffentlich.
