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Förderpreis der Stadt Freiberg geht ins Osterzgebirge
Projekt "Bergbauregion im Wandel – Energiewende, Rohstoffbedarf und Dialog im Osterzgebirge" ausgezeichnet
Neue Bildungsangebote für Schüler und Familien rund um Bergbau, Energiewende und Rohstoffbedarf entstehen im Osterzgebirgsmuseum Schloss Lauenstein. Dieses Projekt „Bergbauregion im Wandel – Energiewende, Rohstoffbedarf und Dialog im Osterzgebirge“ erhält in diesem Jahr den Förderpreis Montanregion Erzgebirge/ Krušnohorˇí der Stadt Freiberg. Die Auszeichnung ist mit 5.000 Euro dotiert und würdigt ein Vorhaben, das Bildung, Austausch und sachlichen Dialog zu aktuellen Veränderungen in der Montanregion fördert.
Fast vier Jahrzehnte nach dem Ende des Zinnabbaus steht das Osterzgebirge wieder vor einem Wandel. Die Diskussion über eine mögliche Lithiumgewinnung im Zuge der Energie-
und Mobilitätswende bringt Bewegung in die Region. Sie eröffnet neue Chancen, wirft aber auch viele Fragen auf. Genau hier setzt das ausgezeichnete Projekt an: Es greift diese Ent-
wicklungen auf, erklärt Zusammenhänge und lädt zum Gespräch ein. Dabei verbindet es die Geschichte des Bergbaus mit aktuellen Themen wie Rohstoffbedarf, Nachhaltigkeit und der Frage, wie sich die Region künftig entwickeln kann. Im Mittelpunkt stehen neue Angebote für Schulklassen, Familien und Erwachsene im Osterzgebirgsmuseum Schloss Lauenstein. Das Kuratorium versteht den Preis als Anschubfinanzierung und hofft, dass die entwickelten Formate dauerhaft bestehen bleiben.
„Gerade in Zeiten großer Umbrüche braucht es Orte, an denen man Entwicklungen einordnen und miteinander sprechen kann“, sagt Freibergs Bürgermeister und Kuratoriumsvor-
sitzender Martin Seltmann. Das Projekt leiste dazu einen wichtigen Beitrag und zeige, dass das Welterbe nicht nur Vergangenheit ist, sondern auch Impulse für die Zukunft gibt. Steve Ittershagen vom Welterbe Montanregion Erzgebirge/Krušnohorˇí e.V. betont: „Dass der Preis nach Lauenstein geht und damit in den benachbarten Landkreis, macht deutlich,
wie sehr unser Welterbe verbindet und vom Miteinander lebt: Jeder Ort, jeder einzelne Bestandteil gehört dazu und macht das große Ganze erst vollständig. Besonders freut uns,
dass der Förderpreis diesmal ein Projekt auszeichnet, das auch den Blick in die Zukunft richtet.“ Der Förderpreis wird von der Silberstadt Freiberg seit sechs Jahren ausgelobt.
