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Freiberger Architekturpreis 2026 für das Wohnquartier „Freiberger Garten“
Städtisch wohnen mitten im Grünen: Das Wohnquartier „Freiberger Garten“ an der Lessingstraße erhält den Freiberger Architekturpreis 2026. Der Bewerber konnte sich gegen drei weitere Nominierte durchsetzen. Im Rennen um den Preis waren die Universitätsbibliothek der TU Bergakademie Freiberg, der Ergänzungsbau Stadt- und Bergbaumuseum sowie ein Wohnhaus an der Scheunenstraße 18.
Die Preisverleihung fand am Sonntag, 28. Juni, um 14.30 Uhr statt, direkt im Freiberger Garten an der Lessingstraße.
Die Jury lobt vor allem, wie gut städtisches Wohnen und grünes Umfeld im „Freiberger Garten“ verbunden sind. Die historische Altstadt ist in wenigen Minuten fußläufig erreichbar. Weiterhin hebt die Jury die Barrierefreiheit hervor. Jeder Bewohner hat einen direkten und barrierefreien Zugang zu den parkähnlich gestalteten Gartenanlagen. Selbst notwendige Dinge wie die Feuerwehrdurchfahrten sind elegant integriert worden. Das Wohngebiet beweist eindrucksvoll, so die Jury weiter, dass moderner Wohnungsbau generationenübergreifend gedacht werden kann und langfristig nutzbar ist für Menschen mit unterschiedlichen Bedürfnissen und Lebenssituationen. Die vier Terrassenhäuser und das zentrale Punkthaus wirken harmonisch und keinesfalls überfrachtet und fügen sich wie selbstverständlich in die bestehende Stadtstruktur ein. Die Häuser sind so gebaut, dass sie die natürlichen Lichtverhältnisse für die 67 Wohnungen optimal nutzen und damit eine hohe Wohn- und Aufenthaltsqualität schaffen.
„Das Wohnquartier Freiberger Garten überzeugt durch ein ganzheitliches Konzept. Es verbindet Urbanität mit Natur und Gegenwart mit Zukunft. Hier lässt es sich nicht nur gut wohnen, sondern auch gut leben. Es setzt Maßstäbe für den Wohnungsbau von morgen und ist ein würdiger Preisträger“, sagt Martin Seltmann, Bürgermeister für Stadtentwicklung und Bauwesen.
Der Architekturpreis wird im Turnus von zwei Jahren im Wechsel mit dem Sanierungspreis vergeben, vermittelt innovative Gestaltungsqualität der baulichen Umwelt und setzt Maßstäbe für die Lösung von Bauaufgaben zeitgenössischer Architektur. Vergeben wird der Architekturpreis von der Stadt Freiberg gemeinsam mit der Deutschen Bank Privat- und Geschäftskunden AG Investment & FinanzCenter Freiberg zur Förderung der Baukultur. Der Preis ist nicht teilbar und besteht aus einem Geldpreis in Höhe von 1.500 Euro in Verbindung mit einer Urkunde und einer Plakette aus Porzellan. Die Verleihung des Preises erfolgt jeweils zum Sächsischen Tag der Architektur Ende Juni.
Bisherige Preisträger
2024 Einfamilienhaus in der August-Ferdinand-Anacker-Straße 29
2022 Gebäude Anton-Günther-Straße 7d
2020 Wohnhaus Am Mühlgraben 10
2018 Gebäude im Stadtteil Kleinwaltersdorf: die Kindertagesstätte „Kastanienzwerge“
2016 Büro- und Geschäftshaus: phase 10 Ingenieur- und Planungsgesellschaft mbH, Borngasse 4
