05.02.2026 | Pressemitteilung

Freiberger Pilgerkino am sächsischen Jakobsweg

Filmpremiere „Pilgern mit (H)Erz und Seele in der Montanregion Erzgebirge/Krušnohoří“ und Jubiläumsklassiker „Ich bin dann mal weg“ am 1. März im Kinopolis

Freiberg startet filmisch in den März: zu einem Kinoabend der besonderen Art lädt die Silberstadt am Sonntag, 1. März, um 18 Uhr in das Kinopolis an der Chemnitzer Straße ein – nur wenige wenige hundert Meter vom Sächsischen Jakobsweg entfernt. Das Pilgerkino bietet eine einzigartige Gelegenheit, sich auf stille, aber eindrucksvolle Weise mit dem Unterwegssein, der Geschichte und der persönlichen Sinnsuche auseinanderzusetzen. Der Abend beginnt mit der Premiere der Kurzreportage „Pilgern mit (H)Erz und Seele in der Montanregion Erzgebirge/Krušnohoří“, produziert von Hechtfilm aus Dresden. Das Projekt wurde 2025 mit dem Förderpreis Montanregion Erzgebirge/Krušnohoří ausgezeichnet – ein Preis, der innovative Initiativen würdigt, die neue Perspektiven auf das Welterbe werfen und kulturelle Impulse in die Region bringen. Der Kurzfilm verdeutlicht auf faszinierende Weise die tiefgreifende Verbindung zwischen Pilgern und Bergbau. Er beleuchtet, warum es keinen festgelegten Pilgerweg braucht, um spirituelle und kulturelle Erfahrungen direkt vor der eigenen Haustür zu machen. Die Montanregion wird als ein vielschichtiger Raum erfahrbar, in dem Natur, Geschichte und persönliche Wegsuche harmonisch miteinander verschmelzen. Unterstützt wurde das Projekt von der Wander- und Pilgerakademie Sachsen e.V. sowie deren Kurzfilmreihe, die Pilgern als moderne Kulturform in den Fokus stellt.

Nach der Kurzfilmpremiere folgt der Klassiker „Ich bin dann mal weg“ mit Hape Kerkeling – anlässlich des 20. Jubiläums der Erstausgabe des Buchs und des 10. Jahrestages des Films. Der Film ergänzt den Abend mit einer humorvollen und zugleich nachdenklichen Perspektive auf das Unterwegssein. Die Komödie über Kerkelings Pilgerreise auf dem Jakobsweg rundet einen Abend ab, der Lust auf neue Wege, leise Erkenntnisse und vertraute Landschaften macht.
Bereits ab 17 Uhr stimmt ein kleines Rahmenprogramm mit Info- und Begegnungsangeboten rund um Pilgern und Wandern auf den Abend ein. Dabei bietet sich auch die Gelegenheit zu Austausch und persönlichen Gesprächen mit der zertifizierten Pilgerbegleiterin und Förderpreisgewinnerin Heike Strauß vor Filmbeginn. Auch der Trägerverein des Sächsischen Jakobswegs lädt ein, mehr über eigene Pilgererfahrungen, kleine Auszeiten und neue Blickwinkel zu erfahren.
Für Besucher fällt ein Kulturbeitrag von 4 Euro an. Tickets sind online sowie in der Tourist-Information am Schloßplatz erhältlich. Alle, die am Pilgerkino nicht teilnehmen können oder direkt die Wanderschuhe schnüren möchten, sind eingeladen zum Schnupperpilgern: am 3. Mai um 10 Uhr startet eine geführte Pilgertour mit Heike Strauß durch die Montanregion. Alle Infos und Tickets gibt es auf: www.freiberg.de/welterbe

Freiberg und das Welterbe
Der Welterbe-Status ist der Montanregion 2019 zugesprochen worden. Damit trägt die Silberstadt als Bestandteil der Bergbaulandschaft Freiberg zusammen mit weiteren 21 Bestandteilen auf deutscher und tschechischer Seite des Erzgebirges den Welterbetitel.


Freiberg und der Förderpreis Montanregion
Der Förderpreis wird seit 2021 alljährlich vergeben. Er ist der einzige Preis der Stadt Freiberg, der nicht nur für Projekte aus der Silberstadt verliehen werden kann, sondern aus der gesamten Montanregion. Derzeit werden alle Einsendungen des vergangenen Jahres geprüft. Der oder die Gewinner werden im März bekanntgegeben.


Freiberg und der Sächsische Jakobsweg
Die Silberstadt liegt am Sächsischen Jakobsweg an der Frankenstraße, einem von mehrere Jakobs- und Pilgerwegen in Sachsen. Er zweigt in Bautzen bei der Hammermühle von der Via Regia ab und führt auf über 300 Kilometer über Bischofswerda, Dresden, Freiberg, Chemnitz, Zwickau und Oelsnitz/V. nach Hof. Varianten starten in Königsbrück, Jahnsdorf und Annaberg Buchholz. Von Bautzen nach Santiago de Compostela sind es 3.188 Kilometer, von Freiberg etwa 3.070. In der Silberstadt gibt es neben Pilgerunterkünften auch eine Stempelstelle am Dom. Dort befindet sich auch die Grablege des Santiago-Pilgers Heinrich dem Frommen. Auch in Freiberg finden Pilger die Jakobsmuscheln als markante Wegweiser als Aufkleber, Schilder und sogar aus Sandstein an der Annenkapelle des Doms St. Marien, am Silbermannhaus am Schloßplatz und in der Mönchstraße. Alle Infos zu Pilgerunterkünften, Wegbeschreibungen, Stempelstellen, Pilgerausweis, Veranstaltungen etc. bietet der Trägerverein des Sächsischen Jakobswegs online:
www.saechsischer-jakobsweg.de

 


Mittelsachsen – Freiberg mittendrin

Der Verwaltungssitz des Landkreises Mittelsachsen befindet sich in Freiberg. Für Bürger der 53 mittelsächsischen Kommunen, davon 21 Städte, ist er Ansprechpartner u.a. für KfZ-Zulassungen oder Kindergeldanträge und betreibt das Jobcenter Mittelsachsen.

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