13.08.2026 | Pressemitteilung

Freiherr von Herder: Freiberg gedenkt zum 250 Geburtstag

Geschichtsstunde und bergmännischer Gedenkzug am 18. August

Zum 250. Geburtstag von Siegmund August Wolfgang Freiherr von Herder lädt die Stadt Freiberg gemeinsam mit dem Altertumsverein, der Historischen Freiberger Berg- und Hüttenknappschaft, dem Bergmusikkorps Saxonia, dem Fremdenverkehrsverein Freiberg und der TU Bergakademie Freiberg am Dienstag, 18. August, zu einer Gedenkveranstaltung ein.

Den Auftakt bildet um 18 Uhr die Freiberger Geschichtsstunde „250 Jahre Siegmund August Wolfgang Freiherr von Herder“ im Krüger-Hörsaal, Prüferstraße 4. Referent ist Bernhard Wagenbreth. Begrüßt werden die Teilnehmer von der Rektorin der TU Bergakademie Freiberg, Prof. Dr. Jutta Emes. Moderieren wird Dr. Jens Grigoleit, Fremdenverkehrsverein Freiberg. Für die musikalische Umrahmung sorgt das Bergmusikkorps Saxonia.
Um 19.30 Uhr beginnt in der Prüferstraße der anschließende bergmännische Gedenkzug der Freiberger Berg- und Hüttenknappschaft. Es handelt sich dabei um keine klassische Bergparade mit musikalischer Begleitung, sondern um einen Gedenkzug zu Ehren Herders.

Der Weg führt über Burgstraße, Schloßplatz, Brennhausgasse und Kirchgasse zum Oberbergamt. Anschließend führt der Zug über Burgstraße und Thielestraße zum Herderhaus. Während des Zuges werden Grußworte durch Oberberghauptmann Prof. Bernhard Cramer und Bürgermeister Martin Seltmann gehalten.

Über Herderstraße, Untermarkt, Bäckergäßchen, Am Mühlgraben und den Tuttendorfer Weg geht es weiter nach Herders Ruh. Dort ist gegen 20.30 Uhr eine bergmännische Aufwartung im Fackelschein am Herder-Denkmal vorgesehen. Ehrenbürger und langjähriger Vorsitzender der Historischen Freiberger Berg- und Hüttenknappschaft Knut Neumann hält einen Vortrag zum Grabdenkmal. 
Das Ende der Gedenkveranstaltung ist gegen 21 Uhr geplant. Die Veranstaltung ist öffentlich.

Siegmund August Wolfgang Freiherr von Herder
Oberberghauptmann Siegmund August Wolfgang Freiherr von Herder (18. August 1776 – 29. Januar 1838), Sohn des deutschen Gelehrten Johann Gottfried von Herder, studierte zunächst in Jena und Göttingen, bevor er an die Bergakademie Freiberg kam. Hier begann seine bergmännische Karriere Ende 1802 als Bergamtsassessor. 1826 ist Herder zum Oberberghauptmann, dem höchsten Amt eines Bergbeamten im sächsischen Berg- und Hüttenwesen, ernannt worden.  

Mit der Einführung neuer Maschinen, der Verwendung von Steinkohle im Hüttenwesen und der Einführung der Gasbeleuchtung erhielt der sächsische Bergbau unter Herder erneut Aufschwung. Zudem gilt er als Begründer des „Kalenders für den Sächsischen Berg- und Hüttenmann“ sowie als Initiator und Sponsor kultureller Veranstaltungen und Einrichtungen in Sachsen. 

Bei „Herders Ruh“ am Tuttendorfer Weg befindet sich das Grab des Oberberghauptmanns. Hier ist er nach seinem Tod mit einem Trauerzug von Berg- und Hüttenleuten sowie der Freiberger Bevölkerung beerdigt worden.

 


Mittelsachsen – Freiberg mittendrin

Der Verwaltungssitz des Landkreises Mittelsachsen befindet sich in Freiberg. Für Bürger der 53 mittelsächsischen Kommunen, davon 21 Städte, ist er Ansprechpartner u.a. für KfZ-Zulassungen oder Kindergeldanträge und betreibt das Jobcenter Mittelsachsen.

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