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Mehr Mitsprache für junge Menschen im Stadtrat
Mitglieder des Freiberger Kinder- und Jugendparlaments erhalten Rede- und Antragsrecht
Die Kinder- und Jugendparlamentarier haben künftig ein Rede- und Antragsrecht im Stadtrat. Dies haben die Stadträte in ihrer jüngsten Sitzung mehrheitlich beschlossen. Damit erhalten junge Menschen die Möglichkeit, ihre Themen, Anliegen und Vorschläge unmittelbar in die Beratungen des Stadtrates einzubringen und sich aktiv an kommunalen Entscheidungsprozessen zu beteiligen. Für die Umsetzung werden nun die erforderlichen Änderungen der Hauptsatzung, der Geschäftsordnung des Stadtrates sowie der entsprechenden Beschlussvorlagen erarbeitet. Die neuen Regelungen werden zunächst als Pilotprojekt für zwei Jahre getestet. Im Anschluss erfolgt eine Auswertung der praktischen Erfahrungen. Auf dieser Grundlage entscheidet der Stadtrat über eine dauerhafte Fortführung.
„Mit diesem Beschluss setzt die Stadt Freiberg ein deutliches Zeichen für eine lebendige demokratische Kultur auf kommunaler Ebene. Die stärkere Einbindung der jungen Generation trägt dazu bei, kommunalpolitische Entscheidungen noch stärker an den Interessen und Bedürfnissen von Kindern und Jugendlichen auszurichten und fördert frühzeitig das Verständnis für demokratische Prozesse“, freut sich Oberbürgermeister Philipp Preißler.
Keine Mehrheit fand der Vorschlag, das Kinder- und Jugendparlament (Kipa) um sechs zusätzliche Mandate für junge Erwachsene im Alter von 18 bis 21 Jahren zu erweitern. Der Stadtrat lehnte diese Erweiterung mehrheitlich ab.
Das Freiberger Kipa gibt es seit 30 Jahren und ist das am längsten durchgängig aktive Kinder- und Jugendparlament Deutschlands. Zur Gründungszeit gehörte es zu den ersten in den neuen Bundesländern. Die Wahlperiode dauert jeweils zwei Jahre. Im September 2026 wird ein neues Kipa gewählt.
