15.09.2025 | Pressemitteilung

Sanierungspreis 2025: denkmalgeschützte Scheune wird modernes Wohnhaus

Jury votiert für Gebäude Berthelsdorfer Straße 184A in Zug – Auszeichnung zum 22. Mal vergeben

Wenn eine alte, denkmalgeschützte Scheune ein neues Leben als modernes Wohnhaus beginnt und dabei ihre Seele behält, dann ist das mehr als nur ein Umbau. Es ist eine Hommage an seine Geschichte, an traditionelles Handwerk und an nachhaltiges Bauen. Dieses beeindruckende Projekt in der Berthelsdorfer Straße 184A im Freiberger Ortsteil Zug hat am Sonntag, 14. Septemner, den Sanierungspreis 2025 der Stadt erhalten. Zum 22. Mal ist zum Tag des offenen Denkmals der Freiberger Sanierungspreis vergeben worden. Neben dem Preisträgerhaus hatten sich vier weitere Bauherren mit ihren Objekten um den Sanierungspreis beworben: Lange Straße 24, Annaberger Straße 11 mit Dörnerzaunstraße 4a, b, c, Borngasse 10 und Roter Weg 41/43.

„Alle Gebäude hätten den Sanierungspreis verdient“, lobt Bürgermeister Martin Seltmann, der zugleich Vorsitzender der Jury ist. „Die denkmalgerechte Sanierung bedeutet für die Bauherren immer einen großen Kraftaufwand. Die prämierte Scheune ist ein Paradebeispiel dafür, wie Denkmalschutz und modernes Wohnen Hand in Hand gehen können. Es bedarf lediglich jeder Menge Sonderlösungen und viel Enthusiasmus.“

Die Jury lobte das außergewöhnliche Fingerspitzengefühl und den Enthusiasmus von Bauherr Stefan Leitner. Er rettete nicht nur die historische Substanz, sondern nutzte auch viele der originalen Materialien wieder. „Die umgesetzten Lösungen zeugen von viel Leidenschaft, Nachdenken und einem eigenen Anspruch an die Qualität der Sanierung, die nicht oft zu finden ist“, begründet die Jury ihre Entscheidung. Der Bauherr hat in vielen Stunden Eigenleistung das Mauerwerk der Scheune bearbeitet, lose Fugen gereinigt, Schadstellen mit wiederverwendeten Bruchsteinen ausgebessert und die Fugen mit Lehm neu verputzt – Lehm, der direkt aus dem alten Stampflehmboden der Scheune stammte. Die Zimmertüren sind in Eigenleistung nach Vorbild der historischen Türen des auf dem Grundstück befindlichen Wohnhauses gebaut, die Innentreppe aus den auf dem Grundstück gefällten Bäumen hergestellt worden. Der Dachstuhl konnte nahezu vollständig erhalten werden. Ein Giebel der Scheune ist vollflächig verglast, wobei die Fachwerkkonstruktion des Giebels durch die Fensterrahmen aufgegriffen worden sind. Ein cleveres Detail sind die elektrisch steuerbaren Holzlamellen, die das Thema der alten Holzverschalung aufgreifen.

Mit dem Sanierungspreis honoriert die Stadt jedes zweite Jahr öffentlich das Engagement von Bauherren. Die Satzung zur Vergabe des Freiberger Sanierungspreises ist dafür Grundlage. Hier sind die Bewertungskriterien festgeschrieben: Art und Weise sowie Umfang der Bewahrung der Altbausubstanz, die Qualität der architektonischen und städtebaulichen Gestaltung, die Übereinstimmung zwischen vorgesehener Nutzung und Gebäudesubstanz.

Ausgelobt wird der seit 1999 vergebene Preis, der mit 1.500 Euro dotiert ist, durch die Deutsche Bank AG, Filiale Freiberg und die Stadt Freiberg. Der Preis wird seit 2016 zweijährlich vergeben, jeweils im Wechsel mit dem Architekturpreis.

Bisherige Preisträger

 


Mittelsachsen – Freiberg mittendrin

Der Verwaltungssitz des Landkreises Mittelsachsen befindet sich in Freiberg. Für Bürger der 53 mittelsächsischen Kommunen, davon 21 Städte, ist er Ansprechpartner u.a. für KfZ-Zulassungen oder Kindergeldanträge und betreibt das Jobcenter Mittelsachsen.

zum Landkreis

Herz aus Silber – Imagefilm

Zukunft aus Tradition: Silberstadt, Universitätsstadt, Wirtschaftstandort, Lebensmittelpunkt - werfen Sie einen Blick in den Imagefilm der Silberstadt Freiberg.

ansehen