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Stadt Freiberg finanziert digitale Lernwelt: Oberschule Clara Zetkin ist „Smart School“
Mit gezielten Investitionen in digitale Ausstattung und moderne Lernkonzepte hat die Stadt Freiberg die Oberschule „Clara Zetkin“ in den vergangenen Jahren auf ihrem Weg zur digitalen Vorreiterschule unterstützt. Nun trägt die Schule das Siegel „Smart School“. Das ist eine Auszeichnung des Digitalverbandes Bitkom.
Startpunkt war ein Klassensatz iPads. Seitdem sind die digitale Ausstattung und die pädagogischen Konzepte der Clara-Zetkin-Oberschule stets erweitert worden. Die Stadt Freiberg hat seit 2017 rund 455.900 Euro investiert. Dem stehen Fördermittel in Höhe von rund 283.000 Euro entgegen (Richtlinie digitale Schulen / Lehrerendgeräteförderung / Lehrkräfteendgeräteergänzungsverordnung / Mobileendgeräteförderung Schüler). Investiert wurde u.a. in digitale Tafeln in allen Klassenräumen (außer Fachkabinette Chemie und Physik), mobile Endgeräte, WLAN-Struktur, PC-Kabinette und Server. „Mit der Stadt Freiberg haben wir einen großartigen Schulträger, der damals bereit war, neue Wege zu gehen und sich für innovative Ansätze offen zeigte“, sagt Schulleiter David Kirsch. „Die Auszeichnung wäre ohne die großzügige Unterstützung und die Investitionen der Stadt undenkbar gewesen.“
Für den Schulleiter ist das Gütesiegel nicht nur eine Auszeichnung, sondern auch sichtbares Ergebnis einer partnerschaftlichen Zusammenarbeit. „Dass wir nun das Gütesiegel tragen, macht uns stolz und ist eine große Motivation für uns alle“, sagt Kirsch über den Lehr- und Lernansatz, der digitale und analoge Lernformen miteinander verbindet. Der zweigleisige Ansatz sei kein Zufall, sondern vielmehr eine pädagogisch fundierte Entscheidung. Digitale Werkzeuge bereicherten den Unterricht und förderten zentrale Zukunftskompetenzen, gleichzeitig aber blieben grundlegende Fähigkeiten im analogen, motorischen und sozialen Bereich ein unverzichtbarer Bestandteil schulischer Bildung, sagt der Pädagoge. Nur im Zusammenspiel beider Perspektiven könne Schülerinnen und Schülern die Kompetenzen vermittelt werden, die sie für ihren weiteren Lebensweg benötigten. Ab dem kommenden Schuljahr erweitert die Oberschule ihr Bildungsangebot um den verbindlichen Förderunterricht „Digitale Welt“ in der Klassenstufe 6. Ziel ist es, die Medienkompetenz, das informatische Denken sowie einen verantwortungsvollen und reflektierten Umgang mit digitalen Medien und Technologien zu fördern.
Bürgermeister Martin Seltmann: Die Clara-Zetkin-Oberschule zeigt, wie moderner Unterricht und vielfältige Bildungsangebote durch Digitalisierung sinnvoll weiterentwickelt werden können. Als Stadt haben wir hier bewusst investiert und das ist gut angelegtes Geld für unsere Kinder und Jugendlichen. Wir brauchen Schulen, die Schülerinnen und Schüler fit für die digitale Welt machen und gleichzeitig das Interesse an der Technologie hinter dem Bildschirm wecken. Dabei geht es nicht nur um Ausstattung, sondern vor allem um Medienkompetenz und einen verantwortungsvollen Umgang mit der digitalen Welt. Als Schulträger haben wir die Aufgabe, die richtigen Rahmenbedingungen zu schaffen und genau das tun wir.
In Deutschland machen sich immer mehr Schulen mit Erfolg auf den Weg in die digitale Zukunft. Die besten unter ihnen zeichnet der Digitalverband Bitkom jedes Jahr als „Smart Schools“ aus, als digitale Vorreiterschulen. Diese Smart-Schools bilden ein deutschlandweites Netzwerk, zu dem nun auch die Oberschule Clara Zetkin gehört. In diesem Jahr wird der Titel bereits zum zehnten Mal vergeben. Ausgezeichnet wurden insgesamt 17 Smart Schools. „Smart Schools“ vereinen digitale Infrastrukturen mit digitalen Inhalten und pädagogischen Konzepten, die von entsprechend qualifizierten Lehrkräften umgesetzt werden. Auf die Auszeichnung bewerben können sich Schulen, die für diese drei Säulen ein Konzept entwickelt, umgesetzt und dieses um Projekte zur Verknüpfung von Digitalisierung und Künstlicher Intelligenz ergänzt haben.
