23.06.2020 | Pressemitteilung

Dritter Freiberger Architekturpreis für Wohnhaus Am Mühlgraben 10

Verleihung zum Sächsischen Tag der Architektur – Führungen durch Preisträgerhaus und Kornhaus

Der Freiberger Architekturpreis 2020 wird für ein Wohnhaus in der Freiberger Altstadt verliehen: Am Mühlgraben 10. Es ist nach dem Geschäftshaus Borngasse 4 und der Kleinwaltersdorfer Kindertagesstätte „Kastanienzwerge“ das dritte Gebäude, das den Architekturpreis der Stadt Freiberg erhält.
Gegenüber weiteren fünf Vorschlägen überzeugte das Gebäude Am Mühlgraben 10 die Jury. Die Jury beurteilt das Gebäude Am Mühlgraben 10 als ein sehr gelungenes Projekt. „Die städtebaulichen Zwänge des Wohngebäudes sind sowohl architektonisch wie auch räumlich auf hohem Niveau gelöst worden“, lobt Baubürgermeister Holger Reuter. „Der Baukörper, der zunächst nichts von seiner hervorragenden Innenlösung verrät, fügt sich sehr gut in die kleinteilige, historische Struktur der Unterstadt ein.“

Öffentlich vergeben wurde der Architekturpreis am Sonntag, 28. Juni, 14 Uhr am Preisträgerhaus. An diesem Tag konnte es auch besichtigt werden: von 10 bis etwa 15 Uhr. An diesem Tag worden auch zwei Führungen durchs Kornhaus angeboten: 11 und 12 Uhr.

Beschreibung des Preisträgerhauses: Die geputzte und mit Besenstrich versehene Straßenfassade des Preisträgerhauses wird dominiert durch einen in Holz gefassten, nach innen gerückten Eingangsbereich im Erdgeschoss. Wie durch einen Puffer gelangt der Ankommende so in einen sehr hellen Wohn- und Essbereich, der sich über die gesamte Gebäudelänge erstreckt und den Blick auf den Garten freigibt. Über diesen Raum erschließt sich die großzügige, halboffene Diele im 1. Obergeschoss, die über ein schönes Fensterband am Nachmittag belichtet wird. Von hier werden vier Zimmer erschlossen, die sich wieder jeweils zum Garten orientieren und über eine Terrasse miteinander verbunden sind. Zudem gibt es einen zusätzlichen Raum im offenen Dachgeschoss. Dieser solistisch liegende Raum wird durch eine verzogene Gaube belichtet, die von außen ein weiteres Indiz für zeitgenössische Architektur ist.

Insgesamt waren fünf Wohnhäuser und ein Nullenergiehaus für den Architekturpreis 2020 vorgeschlagen worden: Abraham-von-Schönberg Straße 38, Anton-Günther-Straße 7d, Am Mühlgraben 10, Gerbergasse 15 und Tuttendorfer Weg 14a sowie die Grundschule „Georgius Agricola“ im Münzbachtal.

Vergeben wird der Freiberger Architekturpreis im Turnus von zwei Jahren im Wechsel mit dem Sanierungspreis. Er ist der fünfte städtische Preis, den Freiberg vergibt. Den ersten Freiberger Architekturpreis erhielt 2016 die phase 10 Ingenieur- und Planungsgesellschaft mbH für ihr Büro- und, der zweite ging 2018 an die Kleinwaltersdorfer Kindertagesstätte „Kastanienzwerge“.

Vergeben wird der Architekturpreis von der Stadt Freiberg gemeinsam mit der Deutschen Bank Freiberg AG zur Förderung der Baukultur. Der Preis ist nicht teilbar und besteht aus einem Geldpreis in Höhe von 1.500 Euro in Verbindung mit einer Urkunde und einer Plakette aus Porzellan. Die Verleihung des Preises erfolgt jeweils zum bundesweiten Tag der Architektur, an dem auch zahlreiche Objekte und Architekturbüros für Besucher öffnen werden.
 

 


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