26.06.2020 | Pressemitteilung

Kleine Hommage an 30 Jahre Partnerschaft

Darmstadt und Freiberg hissen am 30. Juni Flaggen beider Städte

In Darmstadt und Freiberg werden am kommenden Dienstag, 30. Juni, parallel die Flaggen beider Städte vor den Rathäusern gehisst. Damit soll erinnert werden an die Unterzeichnung des Städtepartnerschaftsvertrages zwischen der Wissenschaftsstadt Darmstadt und der Universitätsstadt Freiberg im Juni 1990. „Noch vor ein paar Wochen waren größere Feierlichkeit im Juni unplanbar. Dennoch wollten wir ein ´pandiemieunabhängiges ´ Zeichen für das 30-jährige Jubiläum setzen“ erklärt Oberbürgermeister Krüger, der seinen Amtskollegen aus Darmstadt, Jochen Partsch im Mai den Vorschlag unterbreitete, gemeinsam Flagge zu zeigen. Dieser antwortete prompt: „Ihr Vorschlag spricht uns aus dem Herzen.“

Das silberne Jubiläum haben Darmstadt und Freiberg längst hinter sich. Mit 30 Jahren städtepartnerschaftlicher Beziehungen kann in diesem Jahr schon die so genannte Perlenhochzeit gefeiert werden. Und zu feiern gibt es wahrlich reichlich. Denn über die drei Jahrzehnte sind beide Städte zu weit mehr als nur einem förmlichen Vertragspartner geworden: Tanz- und Hallenfußballturnier, Jugendcamps und Teilnahmen am Europa-Jugendorchester stehen alljährlich auf der Agenda der beiden Partnerstädte, ebenso Besuche zum Bergstadtstadtfest in Freiberg oder Heinerfest in Darmstadt. Darüber hinaus gab und gibt es etliche Kontakte auf Verwaltungsebene wie auch zwischen Vereinen.

So lebt die nun schon 30 Jahre andauernde Verbindung nicht nur in Kultur und Wirtschaft - aus ihr sind auch eine Vielzahl privater Beziehungen und Freundschaften hervorgegangen. Das bestätigt auch Wolfgang Stölzel, Vorsitzender des Partnerschaftskomitees Darmstadt-Freiberg. Er und sein Team organisieren viele der zahlreichen gemeinsamen Aktivitäten und Veranstaltungen.

Im Jubiläumsjahr werden nicht nur Gäste zum Bergstadtfest erwartet, sondern auch zum Festakt „30 Jahre Deutsche Einheit“ in der Nikolaikirche, hier wirken Vertreter aus der hessischen Partnerstadt mit. Zudem nahmen Darmstädter im März dieses Jahres an der Kunstwerkstadt in der Nikolaikirche teil, bei dem sich Künstler aus Stadt Freiberg und ihren Partnerstädten zum Thema Silber kreativ ausleben konnten. „Ein gelungener Künstleraustausch, der eine gute Basis für weitere, ähnliche Projekte bietet“, resümiert Andreas Schwinger, Sachgebietsleiter Kultur und Städtepartnerschaften. „Ein gemeinsames Projekt von Jugendchören aus Freiberg und Darmstadt steht u.a. noch im Plan für dieses Jahr.“

Premiere erlebt in diesem Jahr zudem eine weitere Aktivität aus der Bürgerschaft heraus: Eine Gruppe Darmstädter wird im Oktober zu einem Wanderwochenende in der Silberstadt erwartet – so wie es die Stadt Freiberg bereits mit ihren tschechischen und polnischen Partnerstädten veranstaltet.

Besondere Einblicke in die Städte bekommen Darmstädter wie Freiberger alljährlich mit der Fotoprojektreihe „Gekreuzte Blicke", an der der Großteil der Freiberger Partnerstädte beteiligt ist. Die entstandenen Bilder, die alle Städte beleuchten,  werden in Ausstellungen in den teilnehmenden Partnerstädten präsentiert.

Möglich geworden ist die Städtepartnerschaft zwischen Darmstadt und Freiberg erst durch die Wiedervereinigung Deutschlands. Sie leistete wichtige Beiträge für das Zusammenwachsen, „da eine schnelle Vereinigung beider deutscher Staaten damals niemand für möglich hielt“, erinnert sich Wolfgang Stölzel, der von Anbeginn im Partnerschaftskomitee aktiv war. Schon im Dezember 1989 bekundeten Darmstadt und Freiberg ihr Interesse an einer gegenseitigen Verbindung. Nach einigen Vorbereitungen, wie der Gründung eines Partnerschaftskomitees und den ersten Zusammentreffen, ist bereits 1990 die Partnerschaftsurkunde durch die damaligen Stadtoberhäupter unterzeichnet worden – durch Oberbürgermeister Günther Metzger und Bürgermeister Konrad Heinze.

Gleich von der ersten Stunde an erhielt Freiberg wertvolle Unterstützung: Die Darmstädter Stadtverwaltung half den Freibergern, die Verwaltung auf neue Strukturen umzustellen und unterstützte auch finanziell. Leiter und Mitarbeiter aus fast allen Ämtern des Freiberger Rathauses reisten zu Weiterbildungen nach Darmstadt, auch Angestellte der Darmstädter Stadtverwaltung kamen zur Amtshilfe nach Freiberg.

Bereits vor der offiziellen Städtepartnerschaft hatte es Kontakte zwischen dem Kreiskrankenhaus Freiberg und den Städtischen Kliniken in Darmstadt gegeben. Neben dem Betrag zur Behebung von Engpässen erhielt das Kreiskrankenhaus verschiedene Ausrüstungen wie eine mobile Röntgenanlage und Hilfe in der Krankenhausverwaltung. Durch die Zusammenarbeit mit einem Darmstädter Architekturbüro wurde die Sanierung der denkmalgeschützten Gebäude und die Gebäudeneubauten des Kreiskrankenhauses, so wie wir sie heute vorfinden, realisiert. Außerdem ermöglichte Darmstadt die Wiedergründung der Stadtwerke Freiberg AG und begleiteten den Umbau und die Erweiterung der Freiberger Zentralkläranlage. Trotz all dieser guten Beispiele der guten Partnerschaft kam es auch zu Reibungen. Der so genannte Friedeburg-Deal“ sorgte für Unstimmigkeiten,
die aber längst wieder aus der Welt geschafft werden konnten: Aufgrund von Altschulden hatte 1996 die bauverein Darmstadt AG 930 Wohnungen von der SWG Freiberg gekauft. Die vertraglich vereinbarte Rückandienung musste dann jedoch anders geregelt werden. Die bauverein AG erhielt zunächst 49 Prozent der SWG-Anteile, die 2016 durch die Stadt Freiberg und die Sparkasse Mittelsachsen zurückgekauft werden konnten.

„Heute, nach 30 Jahren ist festzustellen, dass die Besonderheiten dieser Städtepartnerschaft nicht in der geschäftlichen Zusammenarbeit, sondern bei den gesellschaftlichen Beziehungen liegen“, ist sich Wolfgang Stölzel sicher. „Es ist den Bürgern beider Städte bereits 1990 gelungen, enge und dauerhafte Verbindungen zu schaffen.“ Parteien, Institutionen, Organisationen und Vereine nahmen gegenseitig Kontakte auf und gründeten teilweise Partnerschaften, beispielsweise die Karnevalsvereine ,,Freiberger FKK“ und ,,Darmstädter TSG 1846“. Die Freiberger Fotofreunde haben seit 1997 fast jährlich Ausstellungen in beiden Städten gestaltet. Auch kam es zu Begegnungen bildender Künstler und Ausstellungsbesuchen. In beiden Städten kommt es zu Auftritten von Jazzformationen, Chören, kammermusikalischen Ensembles und großen Orchestern. Das Europa-Jugend-Orchester in Darmstadt lädt aus seinen Partnerstädten, auch aus Freiberg, jährlich im August junge Musiker zum gemeinsamen Musizieren ein. Nach der Probenwoche  in Darmstadt reisen sie jährlich in eine andere Partnerstadt und geben dort ein Konzert, wie 2005 und 2019 in Freiberg.
Natürlich wird auch gemeinsam Sport getrieben. Sportvereine verschiedenster Arten fanden zueinander, beispielsweise Volleyball, Leichtathletik, Schwimmen, aber auch Turniertanz. Seit 1996 wird in der Silberstadt das Hallenfußballturnier der Freiberger Partnerstädte um den Pokal des Oberbürgermeisters ausgerichtet, bei dem Darmstadt fast jährlich mitspielte.
„Ich hoffe, dass die erfolgreiche Städtepartnerschaftsbeziehung weiter wächst. Dafür wünsche ich uns im Partnerschaftskomitee weitere Mitstreiter“, lädt Stölzel ein.

Interessenten melden sich bitte im Kultur-Stadt-Marketing bei Andreas Schwinger, Verantwortlicher für Städtepartnerschaftsbeziehungen: Tel. 273 681 oder andreas.schwinger@freiberg.de


Mittelsachsen – Freiberg mittendrin

Der Verwaltungssitz des Landkreises Mittelsachsen befindet sich in Freiberg. Für Bürger der 53 mittelsächsischen Kommunen, davon 21 Städte, ist er Ansprechpartner u.a. für KfZ-Zulassungen oder Kindergeldanträge und betreibt das Jobcenter Mittelsachsen.

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Herz aus Silber – Imagefilm

Zukunft aus Tradition: Silberstadt, Universitätsstadt, Wirtschaftstandort, Lebensmittelpunkt - werfen Sie einen Blick in den Imagefilm der Silberstadt Freiberg.

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