23.12.2021 | Pressemitteilung

Lomonossow-Denkmal: St. Petersburg und Freiberg vereinbaren Schenkung

Das geplante Lomonossow-Denkmal ist nun offiziell von der Bergbau­Universität St. Petersburg der Stadt Freiberg geschenkt worden. Oberbürgermeister Sven Krüger unterzeichnete am 17. Dezember in St. Petersburg den Schenkungsvertrag. Vor russischer Seite nahmen Wladimir Stefanowitsch Litwinenko, Rektor der Bergbauuniversität St. Petersburg, und Wladimir Borsenkow, Generaldirektor des UNESCO Kompetenzzentrums für Bergbau in St. Petersburg, teil.
OB Krüger besuchte vom 16. bis 19. Dezember die russische Metropole. „Unsere freundschaftlichen Gespräche haben sich durch besondere Wertschätzung und großen Respekt ausgezeichnet. Dabei habe ich eine große Offenheit und starkes Interesse an einer engen Zusammenarbeit erlebt. Mein Besuch kann einen kleinen Beitrag dazu leisten, die Partnerschaft zwischen Freiberg und St. Petersburg zu vertiefen“, resümiert OB Krüger den viertägigen Besuch. „Um die Beziehungen zwischen unseren beiden Ländern zu verstärken, müssen wir vor allem Angebote für die junge Generation schaffen. Durch Begegnungen lassen sich mögliche Vorurteile abbauen und unsere vielen Gemeinsamkeiten entdecken.“
Bei den weiteren Gesprächen in St. Petersburg mit Generalkonsul Stefano Weinberger ging es unter anderem um konkrete Schritte, die Zusammenarbeit zwischen St. Petersburg und Freiberg weiter auszubauen. Geplant sind dazu unter anderem Partnerschaften zwischen russischen und deutschen Schulen. In Freiberg hat bereits das Geschwister Scholl Gymnasium Interesse an einem Schüleraustausch mit einer russischen Schule signalisiert. Bei Besuchen von russischen Schülerinnen und Schüler in der Silberstadt soll das Pi-Haus für Übernachtungen und Begegnungen genutzt werden.

OB Sven Krüger war am Freitag (17. Dezember) Gastredner bei einer Veranstaltung des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) an der Bergbauuniversität. Dabei erhielten 20 russische Studierende und angehende Doktoranden ein Deutschlandstipendium welches zu gleichen Teilen vom DAAD und der Bergbauuniverstät St.Petersburg finanziert wird. Das Stipendium fördert begabte und leistungsstarke Studierende. Auch Freiberg profitiert davon: 13 der Stipendiaten haben die TU Bergakademie für ihre Studien in Deutschland gewählt.
die Bergbau-Universität St. Petersburg und die Stadt Freiberg unterzeichneten bereits am 30. September eine Absichtserklärung, um gemeinsame Projekte auf dem Gebiet der Kultur und Wissenschaft auf den Weg zu bringen. Ein erster  Bestandteil der geplanten Zusammenarbeit ist dabei die Errichtung eines Denkmals in Freiberg, das an den russischen Universalgelehrten Michail Wassiljewitsch Lomonossow erinnert, weitere Aktivitäten werden folgen. Der Namensgeber der Moskauer Staatsuniversität studierte von 1739 bis 1740 in Freiberg. Der konkrete Termin für die Eröffnung bestimmt sich in Abhängigkeit von den geltenden Reisebestimmungen, angestrebt sind die Monate April oder Mai 2022.
 


Mittelsachsen – Freiberg mittendrin

Der Verwaltungssitz des Landkreises Mittelsachsen befindet sich in Freiberg. Für Bürger der 53 mittelsächsischen Kommunen, davon 21 Städte, ist er Ansprechpartner u.a. für KfZ-Zulassungen oder Kindergeldanträge und betreibt das Jobcenter Mittelsachsen.

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