06.12.2023 | Pressemitteilung

Christmarkt: Jahr des Amalgamierers wird eingeläutet

„Jahr des Bergschmiedes“ endet: Bergleute übergeben am 7. Dezember Staffelstab - neues bergmännisches Gewerk des Jahres 2024 wird vorgestellt

Das bergmännische "Jahr des Bergschmiedes" endet am Donnerstag, 7. Dezember mit einer kleinen Zeremonie auf dem Christmarkt. Gegen 19.15 Uhr werden die Bergschmiede der Historischen Freiberger Berg- und Hüttenknappschaft auf der Christmarkt-Bühne erwartet. Sie marschieren in Uniform und mit Schmiedestandarte vom Rathaus über den Obermarkt zur Bühne. Dort erhalten sie den Bergschmied-Sammelpin - als Dank für ihr Engagement in diesem Jahr. Anschließend wird das neue Bergmännische Gewerk des Jahres 2024 vorgestellt: die Amalgamierer. Die Bergschmiede übergeben ihnen den Staffelstab und läuten an diesem Abend 20 Uhr letztmalig den Christmarkt-Feierabend und damit gleichzeitig den Abschluss des „Jahres des Bergschmiedes“ ein.

Das Motiv der Amalgamierers wird auch zur Mettenschicht nach der Bergparade im Fackelschein am 9. Dezember als geschnitzte Figur präsentiert. Die jährlich wechselnden Gewerke werden von der Historischen Freiberger Berg- und Hüttenknappschaft ausgewählt. Sie bilden die Vorlage für die Glühweintasse zum Freiberger Christmarkt (2023 erstmals Christmarkt-Dippl mit dem Bergschmied als Motiv) und den Bergstadtfest-Sammel-Pin.
www.freiberger-christmarkt.de

Einläuten von Feierabend und Weihnachtsruhe
Jeden Abend läuten die Bergleute mit der Heuerglocke an der Bergmannsbaude auf dem Freiberger Christmarkt den Feierabend ein. Sonntags bis donnerstags um 20 Uhr sowie freitags und samstags um 22 Uhr. Am Freitag, 22. Dezember laden Sie noch einmal zum großen "Einläuten der Weihnachtsruhe" gegen 21 Uhr ein – gemeinsam mit Bergknappe Daniel, dem Freiberger Stadtgebläse und Weihnachtsengel Lydia Franke.

Amalgamierer
Der Amalgamierer ist das bergmännische Gewerk des Jahres 2024. Sie arbeiteten im Hüttenbetrieb, in der Schmelzhütte Halsbrücke. Das zwischen 1787 und 1791 gebaute Amalgamierwerk gehörte zu diesem Hüttenbetrieb. Im Werk wurde bis zum Jahr 1857 auf „kalte“ Weise Silber gewonnen. Laut „Feinhütte Halsbrücke“ gilt sie als die Musteranstalt für die europäische Fässeramalgamation – ein Verfahren nach Christlieb Ehregott Gellert, das ausgehend von Halsbrücke u. a. auch in Russland und Amerika übernommen wurde. Die Aufgabe der Amalgamierarbeiter war es, das Silber mit Hilfe von Quecksilber aus dem gemahlenen Erz zu trennen. Dabei wurde das Erz mit dem Qecksilber in Holztrommeln gemischt und anschließend durch Hitze verflüchtig.
Die Amalgamierarbeiter tragen folgende Paradeuniform: Schwarzer Schachthut mit der sächsischen grün/weißen Kokarde, weiße Schachtjacke aus Leinen mit braunem Kragen, Bündchen und Stehkragen in Orange. Dazu trug er weiße Leinenhose, braune Stoffschürze, weiße Strümpfe, schwarze Schuhe. Als Paradegezähe war der silberne Amalgamierrechen, der „Röstkrahl“ vorgeschrieben. Zur Parade- und Aufzugskleidung gehört die große Froschlampe als Geleucht.