21.03.2022 | Pressemitteilung

Soundtrack des Untergangs +++ abgesagt +++

Schalom: Gesprächsabend mit musikalischen Beiträgen im Theater - Kinopolis zeigt drei Filme

+++ Die für heute, 21. März um 19.30 Uhr, geplante Veranstaltung "Soundtrack des Untergangs" im Theater ist wegen Krankheit kurzfristig abgesagt. Ein eventueller Nachholtermin wird rechtzeitig bekannt gegeben +++

Gleich drei unterschiedliche Theater- bzw. Filmproduktionen stehen beim Gesprächsabend mit Live-Beiträgen am Montag, 21. März um 19.30 Uhr im Theater im Fokus. Der Musikfilm „Comedian Harmonists“ und die Musicals „Cabaret“ sowie „Heute Abend: Lola Blau“ spielen alle in den 30er und 40er Jahren des vergangenen Jahrhunderts. Sie thematisieren das Verachten und Verfolgen von Juden als Folge der Naziherrschaft im damaligen Deutschland und handeln von ganz unterschiedlichen Schicksalen: Lola Blau verlässt Deutschland, die Comedian Harmonists teilen sich in zwei Gruppen – jüdische und arische Besetzung, und Cliff Bradshaw „flieht“ zurück in sein Heimatland USA. Die Produktionen sind Zeitdokumente und werden an diesem Abend kurz musikalisch vorgestellt. Widersprüche, Gemeinsamkeiten, Aktualität – Punkte, die an diesem Abend andiskutiert werden und eher zum Nachdenken zwingen, als dass es eine klare Aussage geben wird. Gesprächspartner sind Dramaturg Christoph Nieder, Musikwissenschaftler Sebastian Semler und Andreas Schwinger, ehemaliger Sachgebietsleiter Kultur im Amt Kultur-Stadt-Marketing der Stadt Freiberg.
Zur Vorbereitung auf den Abend zeigt das KINOPOLIS Freiberg den Film „Comedian Harmonists“ am Sonntag, 13. März und die Verfilmung „Cabaret“ am Sonntag, 20. März, jeweils 18 Uhr. Das Musical „Heute Abend: Lola Blau“ läuft im Theater Freiberg vorerst letztmalig am Sonntag, 20. März ab 19 Uhr. Tickets sind im Theater und im Kinopolis erhältlich.
Im kommenden Monat widmet sich das Kino erneut dem Schalom-Jahr: Es zeigt einen Dokumentarfilm "Schocken – Ein deutsches Leben" am 4. April um 19.30 Uhr und lädt zur Lesung "Der Apfelbaum" von Christian Berkel. Der Termin der Lesung wird zeitnah bekannt gegeben.
Die Veranstaltungen sind ein Beitrag zum bundesweiten Festjahr #2021JLID „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“, welches auch in Freiberg mit einem facettenreichen Programm begangen wurde. 2022 wird die Veranstaltungsreihe Schalom in Freiberg weitergeführt. Alle Termine: www.schalom-freiberg.de

Das Programm wird gefördert durch #2021JLID – Jüdisches Leben in Deutschland e.V. – aus Mitteln des Bundesministeriums des Inneren, für Bau und Heimat.

Übersicht Termine März:
·    Bis 12. März Ausstellung "Schalom. 3 Fotografen sehen Deutschland" (Kornhaus)
·    13. März um 18 Uhr: „Comedian Harmonists“ (KINOPOLIS Freiberg)*
·    20. März um 18 Uhr: „Cabaret“ (KINOPOLIS Freiberg)*
·    21. März um 19:30 Uhr: Soundtrack des Untergangs (Theater Freiberg)*
*Tickets: Vorverkaufsstellen des KINOPOLIS Freiberg und des Mittelsächsischen Theaters
www.mittelsaechsisches-theater.de/
www.kinopolis.de/fr

Vorschau Termine April:
·    "Der Apfelbaum", Lesung von Christian Berkel im KINOPOLIS Freiberg (Termin folgt)
·    4. April um 19.30 Uhr: Dokumentarfilm "Schocken – Ein deutsches Leben", KINOPOLIS Freiberg
Schocken – Ein deutsches Leben
Das KINOPOLIS zeigt den Film "Schocken – Ein deutsches Leben" am 4. April um 19.30 Uhr. Exklusiv nimmt an dieser Veranstaltung die israelische Regisseurin Noemi Schory teil und berichtet über die Entstehung des Films. Ergänzt wird dieser Film durch ein Gespräch mit dem Bauunternehmer Jens Dietrich zur Geschichte der SCHOCKEN – KAUFHÄUSER in Sachsen.

Weitere Informationen zum Gesprächsabend „Soundtrack des Untergangs“
Zwei Musicals und ein Musikfilm sind Zeitdokumente und werden an diesem Abend kurz musikalisch noch einmal vorgestellt. Gemeinsamkeiten und Unterschiede werden besprochen. Gibt es musikalisch gemeinsame Wurzeln? Wie ist ihre Aktualität in der Gegenwart? Während viele Titel der Comedian Harmonists heute wie Gassenhauer in den Erinnerungen sind, erinnert sich der Musikliebhaber nicht so schnell an die Songs aus „Cabaret“ bzw. „Heute Abend: Lola Blau“.
Und trotzdem soll über Parallelen in der Art der Kompositionen, ihrer „Leichtigkeit“ und ihres Unterhaltungscharakters nachgedacht und gesprochen werden. Letztendlich sind sie symptomatisch für die Zeit um 1933 und haben musikalische Wurzeln im Swing, der Ende der 20er Jahre in den USA entsteht und die Musik bis zum Ende des II. Weltkrieges prägt.
Obwohl die drei Produktionen zu unterschiedlichen Zeiten entstanden sind, verbindet alle ein Musikstil. Während man „Comedian Harmonists“ fast noch als Musikfilm betrachten kann, sind „Cabaret“ und „Heute Abend: Lola Blau“ längst nicht die leichten Musicals, die man „ im Vorbeigehen“ sehen und hören kann. Handelt es sich beim Film über eine Männergesangsgruppe eher um zeitliche Originalkompositionen, entsteht die Musik der Musicals Jahrzehnte später. John Kander schrieb die Musik für „Cabaret“ Anfang der 60er, Premiere war 1966. Fünf Jahre später komponierte Georg Kreisler die Musik zu „Heute Abend: Lola Blau“, zu der er auch das Libretto schrieb.

Zusatzinformationen zu den Filmen:


Schocken – Ein deutsches Leben (Dokumentarfilm, Israel/Deutschland 2021)


Ein Film von Noemi Schory, 82 Minuten, Kinostart: 4. November 2021


Der jüdische Unternehmer Salman Schocken gründet in Zwickau 1904 eine Kaufhauskette mit einer bahnbrechenden Geschäftsidee: Er will den Lebensstil der „kleinen Leute“ mit modernem Design revolutionieren – und verbindet modernes Management mit sozialen Leistungen für seine Angestellten. Erich Mendelsohn baut für ihn Gebäude in Nürnberg, Stuttgart und Chemnitz. Bald gehören 22 Kaufhäuser und 6.000 Mitarbeiter zu Schockens Imperium.
Den wirtschaftlichen Erfolg nutzt Schocken, um einer humanistischen Vision zu folgen, die die Kultur in den Mittelpunkt der menschlichen Entwicklung stellt – und jüdischen Menschen eine kulturelle Heimat gibt. Als Autodidakt wird er zum profilierten Literaturkenner und Buchsammler. 1929 gründet er das „Schocken-Institut zur Erforschung der hebräischen Poesie“, 1931 in Berlin den Schocken Verlag, in dem u.a. das Werk Franz Kafkas erscheint. Als Mäzen fördert er zahlreiche jüdische Schriftsteller und Gelehrte.
Die Nazis entreißen ihm erst seine Warenhäuser, dann den Verlag. Er entscheidet sich für Eretz Israel, das jüdische Palästina, und kauft die liberale Tageszeitung Haaretz, die heute von seinem Enkel Amos weitergeführt wird.
Unternehmer, Intellektueller, Büchermensch, Verleger, Mäzen, Ästhet – in ihrem Film „Schocken – Ein deutsches Leben“ spürt Noemi Schory dem Leben und Werk einer der visionärsten und kulturell engagiertesten Unternehmer-Persönlichkeiten des 20. Jahrhunderts nach.
Exklusive Archivaufnahmen illustrieren eine historische Reise von Zwickau über Chemnitz, Crimmitschau und Berlin bis nach Jerusalem; Zeitzeugen und Schocken-Kenner berichten über die Bedeutung des Entrepreneurs für die jüdische Kulturgeschichte. Ein vielschichtiger Porträtfilm, der eine Brücke von frühen 20. Jahrhundert bis in die Gegenwart schlägt.

Comedian Harmonists (Musikfilm, Deutschland, 1997)


Zusammenfassung
Musiker Harry hat im Berlin des Jahres 1927 die Idee, mit einer A-capella-Formation die Massen zu begeistern. Doch nicht nur die Agenten sind skeptisch, auch seine Mitsänger sind von den Erfolgsaussichten der Gesangsgruppe nicht vollkommen überzeugt. Doch dann wendet sich das Blatt. Die "Comedian Harmonists" gehen in die Geschichte ein. Starbesetzte Hommage von Josef Vilsmaier.


Inhalt & Kritik
Fasziniert von der amerikanischen A-Capella-Formation The Revellers beschließt der 20jährige Schauspielschüler Harry Frommermann 1927 auch in Berlin ein ähnliches Ensemble auf die Beine zu stellen. Dank einer Zeitungsannonce hat er schon bald ein schlagkräftiges Sextett zusammengestellt, das mit seinen flotten Liedern und frechen Texten schnell zu einem Begriff in ganz Deutschland wird. Ihr großer Erfolg macht die jüdischen Mitglieder der Gruppe allerdings blind für die Gefahr, die vom Nationalsozialismus ausgeht.
Der erwartet große Wurf ist Joseph Vilsmaier (Schlafes Bruder) mit diesem aufregenden Musik-film gelungen. Getragen von den witzigen Original-Songs der Ende der 20er Jahre europaweit erfolgreichen Comedian Harmonists zeichnet dieser bewegende Ensemble-Film das erschütternde Bild einer Epoche nach, deren euphorische Lebenslust von kalter Zerstörungswut erstickt wurde. Mit den besten Schauspielern Deutschlands in Hochform erweist sich dieses ebenso unterhaltsame wie kritische Historien-Drama, das auch in den romantischen Momenten zu glänzen versteht, als ausgereiftes Film-Epos für die ganze Familie.

Cabaret (Film nach dem gleichnamigen Musical, USA, 1972)


Zusammenfassung
Die Beziehung eines englischen Studenten und einer Varieté-Sängerin im Berlin der 30er Jahre. Mit acht Oscars ausgezeichneter Musikfilm nach dem Buch von Christopher Isherwood.


Inhalt & Kritik
Der englische Student Brian kommt zu Beginn der 30er Jahre nach Berlin, wo die Nazis langsam an Macht gewinnen. In seiner Pension lernt er die junge Amerikanerin Sally kennen, die als Sängerin und Tänzerin im verruchten Kit Kat Club auftritt und eigentlich Schauspielerin werden möchte. Während sie versucht ihn zu verführen, beginnt er eine Affäre mit dem deutschen Adeligen Maximilian von Heune. Maximilian wiederum hat auch ein Auge auf Sally geworfen, die wenig später schwanger wird.
Bob Fosses Verfilmung des gleichnamigen Broadway-Musicals hat nur wenig mit der harmlosen Vorlage gemein: Neben Elementen wie Homosexualität und Abtreibung wird auch der wachsenden Bedrohung durch den Nationalsozialismus Rechnung getragen. Anders als in anderen Musicals finden die Gesangs- und Tanzeinlagen nur auf der Bühne statt, dienen aber auch als pointierter Kommentar zur Handlung, die zwischengeschnitten wird. "Cabaret" wurde mit acht Oscars ausgezeichnet, von denen einer auch an die Hauptdarstellerin Liza Minnelli ging.


Mittelsachsen – Freiberg mittendrin

Der Verwaltungssitz des Landkreises Mittelsachsen befindet sich in Freiberg. Für Bürger der 53 mittelsächsischen Kommunen, davon 21 Städte, ist er Ansprechpartner u.a. für KfZ-Zulassungen oder Kindergeldanträge und betreibt das Jobcenter Mittelsachsen.

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Herz aus Silber – Imagefilm

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