06.10.2021 | Pressemitteilung

Einblick in 250-jährige Geschichte der Präzisionsmechanik in Freiberg

Neue Sonderausstellung des Stadt- und Bergbaumuseums in der terra mineralia

250 Jahre Freiberger Präzisionsmechanik (1771 bis 2021) stehen für fachliche Meisterschaft und höchste Qualität von Arbeit wie Erzeugnis, für genaues Maßnehmen und große Abenteuer. Ein würdiger Anlass, diesem bedeutenden Freiberger Wirtschaftszweig eine umfangreiche Sonderschau zu widmen. Die Ausstellung ist vom 7. Oktober 2021 bis 27. Februar 2022 in der terra mineralia im Schloss Freudenstein zu sehen.

Ein Freiberger Traditionsunternehmen von internationalem Rang feiert Jubiläum: die Freiberger Präzisionsmechanik. Zu ihrem Gründungstag vor nunmehr 250 Jahren hat das Stadt- und Bergbaumuseum Freiberg in enger Zusammenarbeit mit der FPM Holding GmbH (Freiberger Präzisionsmechanik) die Sonderausstellung „Fein(e) Mechanik - 250 Jahre Präzisionsmechanik aus Freiberg“ konzipiert. Unterstützung erhielten sie durch ehemalige Mitarbeiter der Firma und Leihgeber.
Die temporäre Schau wird gemeinsam mit und in der terra mineralia am Schloßplatz in Freiberg gezeigt, da das Stadt- und Bergbaumuseums derzeit wegen Baumaßnahmen und umfassender Neugestaltung der Dauerausstellung nicht zur Verfügung steht.

Im Sonderausstellungsraum der terra mineralia, der Mineralienausstellung der TU Bergakademie Freiberg, wird nun den Gästen Wissen zu einem bedeutenden Freiberger Wirtschaftszweig auf anschauliche und interessante Weise vermittelt. Zu sehen ist eine überaus vielseitige Palette an „fein(ster) Mechanik“: von Hängekompass über Präzisionswaage, Nivelliergerät und Theodolit bis hin zu Sextant, Sternfinder und Geräten zur Röntgenanalysemesstechnik. Daneben werden Arbeitsgeräte und Bearbeitungsmaschinen, teilweise in Vorführung, präsentiert.
Die Präzisionsmechanik und der feinmechanische Gerätebau haben in Freiberg eine lange Tradition, begründet durch den Bergbau in der Region, der die Entwicklung bergbautechnischer Geräte erforderte, und durch die ansässige Bergakademie.

Gegründet wurde der Vorläufer der international bekannten Firma als feinmechanische Werkstatt von Gottlieb Friedrich Schubert in Freiberg. Mit kurfürstlichem Reskript vom 2. September 1771 erhielt Schubert den Titel „Bergmechanikus“ und bekam das Recht, berg- und hüttenmännische Instrumente in seinem Gewerbebetrieb anzufertigen. 1791 wurde Schuberts Werkstatt von Johann Gottfried Studer übernommen, ihm folgten 1823 Wilhelm Friedrich Lingke und 1859 sein Sohn August Friedrich. Letzterer verkaufte sein Unternehmen 1873 an Max Hildebrand. Unter dessen Leitung wandelte sich die Manufaktur in ein industrielles Unternehmen, welches Weltruhm erlangte.

Im Zweiten Weltkrieg wurde die Firma Hildebrand der sogenannten „Wehrwirtschaft“ untergeordnet und Walter Hildebrand aus der Geschäftsleitung und Firma verdrängt. Infolge dieser Kriegsproduktion erfolgte 1945 die Beschlagnahmung und teilweise Demontierung der Firma durch die Rote Armee. Anschließend wurde das Unternehmen von 1945 bis 1950 als Unternehmen der Roten Armee geführt und am 26. Oktober 1950 an das Land Sachsen zurückgegeben.

Als VEB „Freiberger Präzisionsmechanik“ (FPM) arbeitete die Firma ab diesem Zeitpunkt selbstständig in der VVB Optik, ab1965 wurde sie in das Kombinat VEB Carl Zeiss Jena integriert. Nach 1990 erfolgte die Umwandlung in eine GmbH unter der Verwaltung der Treuhandanstalt.
Aktuell führt die FPM Holding GmbH mit Sitz und Fertigung in Freiberg die Tradition aller Vorgängerbetriebe weiter. Das derzeitige Unternehmenssortiment bezieht sich auf die Entwicklung, Fertigung und den Vertrieb von geodätischen und nautischen Instrumenten sowie auf den Reparaturservice und die Fertigung von feinmechanisch-optisch-elektronischen Einzelteilen, Baugruppen und Geräten in Lohnfertigung.
Im Begleitprogramm zur Sonderausstellung gibt es Sonderführungen, Vorträge als auch Angebote im Bereich Bildung und Vermittlung.

Die Sonderausstellung „Fein(e) Mechanik. 250 Jahre Präzisionsmechanik aus Freiberg (1771-2021)“ ist bis zum 27. Februar 2022 in der terra mineralia zu sehen. Die Ausstellung ist von Montag bis Freitag, 9 bis 17 Uhr, und Samstag und Sonntag, 9 bis 18 Uhr, geöffnet. Die Sonderausstellung ist im Eintritt der terra mineralia enthalten. Der Eintritt für die terra mineralia kostet 10 Euro, ermäßigt 5 Euro. Personen, die nur die Sonderausstellungen sehen möchten, bezahlen 3 Euro, ermäßigt 2 Euro.

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