FNE - Forschungsinstitut für Nichteisenmetalle

Hier finden Sie weiterführende Informationen zur Bedeutung des Forschungsinstituts für Nichteisenmetalle, was von 1950 bis 2017 seinen Stammsitz an der Lessingstraße/Dr.-Külz-Straße  in Freiberg hatte. Das Firmengebäude wich seit 2019 für einen Kita-Neubau, welcher 2022 eröffnet wird. Seit 1. Juni 2022 erinnert eine Informationsstele an die bedeutende und traditionsreiche  Geschichte der Firma an diesem Ort.

Bedeutung von Nichteisen-Metallen

Unverzichtbarer Rohstoff

Ob es den Menschen der Gegenwart bewusst oder unbewusst ist – ihr Alltag wird wesentlich von Nichteisen-Metallen begleitet. Die Beschäftigung der Menschheit mit Metallen ist Jahrtausende alt und hat die Lebensumstände merklich beeinflusst; sie begann mit der Herstellung von Waffen, Schmuck und Gerätschaften vornehmlich aus den Nichteisen-Metallen Kupfer, Zinn, Blei und den Edelmetallen. Kupfersteinzeit und Bronzezeit liegen erdgeschichtlich deutlich vor der Eisenzeit.

Deshalb galt bzw. gilt in Vergangenheit und in Zukunft:

Ohne Produkte aus Nichteisen-Metallen kommt keine Volkswirtschaft aus. Sie sind schlechthin unverzichtbar.

Breite Anwendungsmöglichkeiten mit Potential

Gezielt werden verschiedenste Elementeigenschaften, gekoppelt an physikalische und chemische Effekte, genutzt in Form von:

  • Elementaren Metallen
  • Reinstmetallen
  • Legierungen
  • chemischen Verbindungen
  • Verbundwerkstoffen
  • Additiven
  • Oberflächenschichten
  • Oberflächenbeschichtungen (anfangs für den Korrosionsschutz, zunehmend für die Verlängerung der Lebensdauer von Werkzeugen, Maschinen und Anlagen) u. v. a. m.

Wirtschaftlich gesehen ist auf absehbare Zeit Stahl weltweit der wichtigste metallische Werkstoff. Von über 60 Nichteisen-Metallen werden derzeit ca. 30 wirtschaftlich genutzt. Damit ist die Einsatzpalette der NE-Metalle keinesfalls ausgereizt. Die Tendenz ihrer Nutzung ist steigend, ihre Eigenschaften dienen unablässig der Entwicklung neuer Problemlösungen und damit der innovativen Herstellung immer neuer Produkte. Die Massenmetalle wie Kupfer, Blei, Zink und Aluminium werden weiterhin in großem Umfang benötigt – genauso wie die Elektronik- und die Edelmetalle. Feststellbar ist jedoch auch die Tendenz, die Nichteisen-Metalle für Anwendungsspezialitäten mit relativ geringem Materialeinsatz und die Oberflächentechnik verstärkt zu nutzen.

Einsatz in der Industrie

Produkte aus Nichteisen-Metallen werden in vielen Industriezweigen eingesetzt oder angewendet:

  • Stahlindustrie (Legierungskomponente)
  • Maschinenbau
  • Elektrotechnik mit Batteriebau
  • Elektronik und Sensorik
  • Bau- und Bauzulieferindustrie mit Glasbeschichtern
  • Füge- und Verbindungstechnik
  • Chemie mit Farben
  • Salzen und chemischem Apparatebau
  • Automobilbau
  • Luft- und Raumfahrt
  • Atomindustrie
  • Waffentechnik
  • Gerätebau
  • Medizintechnik
  • Schmuckwarenindustrie
  • Geldwirtschaft mit Münzen und Scheinen,
  • Haushalt-und Konsumgüterherstellung
  • Luxusgüter u. v. a. m.

Besonders sei auch darauf hingewiesen, dass moderne Energieerzeugung, Energietransport und Energieverbrauch in Wirtschaft und Haushalt ohne den Einsatz von Nichteisen-Metallen undenkbar ist.

Man schaue sich an einem beliebigen Standort um: Sehr schnell erkennt der Wissende die Allgegenwart von Nichteisen-Metallen, in welcher Form auch immer und auch an dieser Stele. Schließlich sei darauf hingewiesen, dass aktuell in der traditionellen Montanregion Erzgebirge weiter nach abbaubaren Erzvorkommen gesucht wird.

Die Nachfolgeunternehmen des FNE

GfE Fremat Brand-Erbisdorf

Ansässig in Brand-Erbisdorf, etwa 10 km von Freiberg entfernt, ist die GfE Fremat GmbH eine 100% Tochtergesellschaft der GfE Gesellschaft für Elektrometallurgie mbH mit Sitz in Nürnberg. Sie selbst gehört zum internationalen Konzern AMG Advanced Metallurgical Group N.V., welche eine der führenden Gesellschaften für die Herstellung von Spezialmetallen und metallurgischen Produkten sowie von Vakuumanlagen ist.

Die GfE Fremat GmbH ist ein innovatives Produktionsunternehmen, das weltweit zu den Marktführern bei der Herstellung von bis zu vier Meter langen Materialquellen für dünne transparente Schichten gehört. Diese sogenannten Targets bestehen aus Metallen oder Oxiden wie Chrom, Silizium oder Titanoxid. Unsere Kunden beschichten damit neben Solarzellen auch Architektur- und Automobilglas, das damit wärmedämmend, sonnenreflektierend oder auch auf Knopfdruck dunkel und auch wieder hell wird.

Darüber hinaus wird die thermische Oberflächenbeschichtung von Bauteilen angeboten. Die keramischen oder metallischen Dünnschichten dienen häufig der Verbesserung der Komponenteneigenschaften. Konkrete Anwendungen sind beispielsweise der Verschleißschutz auf Druckerwalzen, eine verbesserte Temperaturübertragung auf Kühlkomponenten in Elektrofahrzeugen oder auch der Einbruchschutz an Türschließsystemen.

Zum Produktionsspektrum gehören außerdem die Metallumformung, Wärmebehandlung und das Schmelzen von Speziallegierungen, die die GfE zum Experten bei der Halbzeugfertigung machen.

Die jahrelange Erfahrung zusammen mit einer spezialisierten Produktion und den hochqualifizierten Mitarbeitern bilden die Grundlage für die hohe Qualität der Produkte der GfE Fremat GmbH – Made in Germany.

Kontakt
GfE Fremat GmbH
Jens Steinbach
Telefon: 037322 475-462
E-Mail: jens.steinbach@gfe.com

www.gfe.com

FNE Entsorgungsdienste Freiberg

Die Firma ist im Bereich der Entsorgung von gefährlichen und nichtgefährlichen Abfällen sowie der Rückgewinnung von sekundär nutzbaren Wertstoffen tätig. Vor dem Hintergrund einer funktionierenden Kreislaufwirtschaft steht die stoffliche, thermische Verwertung im Fokus. Um diesen Anspruch gerecht zu werden, sind die eigenen sowie vertraglich gebundenen Entsorgungsanlagen mit modernster Technik ausgerüstet.

Es bestehen langjährige Erfahrungen im Bereich der Sonderabfallentsorgung/-beseitigung sowie der Rückgewinnung von Wertstoffen.

Kontakt
FNE Entsorgungsdienste Freiberg GmbH          
Karin Jacob-Seifert 
Telefon: 03731 3007-19
E-Mail: KJ-Umwelt@t-online.de
www.problemabfaelle.de

CEP Compound Extrusion Products Freiberg

CEP Freiberg entwickelt und produziert Kupfer-Hochtemperatur-werkstoffe und bietet sie als Halbzeuge und Fertigteile an. Die innovativen Werkstoffe werden in einem einzigartigen Verfahren hergestellt und kombinieren mechanisch-technologische und physikalische Werkstoffeigenschaften in einer Weise, wie klassische Metalle sie nicht bieten können.

Seit Jahren beliefert CEP Freiberg die Schweißtechnik mit außergewöhnlich verschleißbeständigen Stromkontaktdüsen für das Lichtbogenschweißen. Aber auch in anderen Technologie-Branchen finden die Werkstoffe ihre speziellen Anwendungen – insbesondere, wo es auf höchste thermische und / oder elektrische Leitfähigkeit, gepaart mit höchster thermischer Stabilität ankommt.

Kontakt
CEP Compound Extrusion Products Freiberg GmbH
Dr. Wolfram Möhler
Telefon: 03731 77320
E-Mail: wolfram.moehler@cep-freiberg.de

www.cep-freiberg.de

 

... und auch der Instituts-Kindergarten steht in der Nachfolge des FNE

Das Forschungsinstitut für Nichteisen-Metalle war in den 1950er Jahren im Aufbau und nahm eine steile Personalentwicklung. Unter dem wissenschaftlich-technischen Personal befanden sich viele junge Frauen. Zum Diplomabschluss gesellte sich ein Lebenspartner und eine Familiengründung stand an. Oft war mit der Kindesgeburt und der Mutterschaft ein mehrjähriges Aussetzen der Arbeitstätigkeit verbunden.

Der damaligen Führung des Instituts war es deshalb angelegen, eine betriebliche Betreuungseinrichtung für Kinder der Institutsangehörigen am besten gleich auf dem Institutsgelände zu schaffen.

Im Frühjahr 1954 war es dann so weit: Symbolisch am 8. März, dem Internationalen Frauentag, zogen die ersten Kinder in die neu geschaffene Einrichtung auf der Külzstraße ein. Dieser Kindergarten wurde von den Kindern und den Eltern genauso angenommen wie er dem sich ständig vergrößernden Institut nützte. Das FNE investierte deshalb weiter in diese Einrichtung, reparierte nicht nur die Gebäudetechnik, sondern auch das Spielzeug, sicherte die Mittagsversorgung für die Kinder, sorgte für die Beheizung und noch vieles andere. Die Kinder haben sich im Institut zu Fasching und zu Weihnachtsfeiern mit der Vorführung eigens einstudierter Programme revanchiert

Dies blieb auch so, als der Kindergarten nach staatlicher Festlegung aus dem Institut ausgegliedert und der Kommune unterstellt wurde und auch Kinder von Nicht-Instituts-Angehörigen aufgenommen wurden.

Merkliche Einschnitte für die Beziehung Institut und Kindergarten gab es in Folge der gesellschaftlichen Wende in Ostdeutschland. Die Treuhandanstalt hatte verfügt, dass nicht betriebsnotwendige Immobilien - dazu zählten Kindergärten - von den jeweiligen Kommunen entschädigungslos übernommen werden können. Die Stadtverwaltung Freiberg hatte im Stadtviertel die Auswahl aus fünf Einrichtungen und entschied sich,  für den besten Kindergarten. So wanderten Grundstück und Immobilie in das Eigentum der Stadt. Später wurde der FNE-Kindergarten als „Villa kunterbunt“ in Trägerschaft durch die Kinderarche Sachsen e.V. fortgeführt.

Im Zusammenhang mit der Neugestaltung des umgebenden Wohngebiets wurde durch die Stadt Freiberg 2021 ein moderner Neubau errichtet, der noch bessere Voraussetzungen für die zeitgemäße Kinderbetreuung schafft. 2022 soll er eröffnet werden.


Weiterführende Quellen

  • Jäckel, Gottfried u.a.: Das FNE in der Neuzeit 1990 – 2007. Eigenverlag 2009
  • Jäckel, Gottfried: Vom Silber über einen Umweg zum Silicium. Die Grundlegung der Fabrikation von Elektronik-Werkstoffen in Freiberg durch das FNE Forschungsinstitut für Nichteisenmetalle Freiberg. Acamonta (25) 2018, S. 28-33

Mittelsachsen – Freiberg mittendrin

Der Verwaltungssitz des Landkreises Mittelsachsen befindet sich in Freiberg. Für Bürger der 53 mittelsächsischen Kommunen, davon 21 Städte, ist er Ansprechpartner u.a. für KfZ-Zulassungen oder Kindergeldanträge und betreibt das Jobcenter Mittelsachsen.

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Herz aus Silber – Imagefilm

Zukunft aus Tradition: Silberstadt, Universitätsstadt, Wirtschaftstandort, Lebensmittelpunkt - werfen Sie einen Blick in den Imagefilm der Silberstadt Freiberg.

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