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Neujahrsansprache

Neujahrsansprache 2020

des Freiberger Oberbürgermeisters Sven Krüger

Was war das doch für ein besonderes Jahr! 2019 wird zweifelsfrei in die Geschichte unserer Stadt eingehen. Wenn wir in 50 oder 100 Jahren zurückblicken, war es das Jahr, in dem entscheidende Weichen gestellt wurden.

Seit dem 6. Juli des vergangenen Jahres gehört unsere Silberstadt mit zum UNESCO-Welterbe. Gemeinsam mit vielen Akteuren aus der gesamten Montanregion Erzgebirge/Krušnohoøí haben wir 20 lange Jahre um die Anerkennung als Welterbe gekämpft. Wie haben wir gezittert und gebangt!

Ein großer Silber-Erz-Brocken fiel mir sprichwörtlich vom Herzen als wir in Baku in die Welterbeliste aufgenommen wurden. Nicht wenigen standen Tränen der Freude und Erleichterung in den Augen. WIR SIND WELTERBE!

Wir wollen unser „silbernes Erbe leben“; auf dem Silber baut alles auf. Wir sind die Silberstadt!

Und „wir sind reich an Erbe“ – vor fünf Jahren wurde die deutsche Theater- und Orchesterlandschaft in die Liste des immateriellen Kulturerbes aufgenommen.
Was ist also würdiger als die musikalische Begrüßung durch Mitglieder unseres Mittelsächsischen Theaters?

Bewusst haben wir uns für die Big Band unter Leitung von José Luis Gutiérrez entschieden. Und großartig war der voluminöse Klang, der eine musikalische Überleitung zum zentralen Thema des heutigen Abends darstellte.

Ich freue mich, dass Sie wieder so zahlreich meiner Einladung gefolgt sind und heiße Sie mit einem kräftigen „Glück auf“ hier in der Konzert- und Tagungshalle Nikolaikirche zum Neujahrsempfang der Universitäts- und Silberstadt Freiberg herzlich willkommen.
Mein besonderer Gruß gilt:

 […]

Die Bergmaurer waren die Ersten, die Sie heute begrüßt haben. Sie waren es, die die Montanlandschaft Freiberg und die gesamte Montanregion Erzgebirge entscheidend geprägt haben. Ich könnte es nicht besser ausdrücken, als mit den Worten des Pfarrers der Evangelisch Lutherischen Kirchgemeinde Petri-Johannis Dr. Michael Stahl:

„Wahrlich großartig ausgebildete Leute müssen es gewesen sein, die all die wunderbaren Anlagen über und unter unserer Stadt geschaffen haben.“

Die Mauern sind das tragende Element eines jeden Bauwerkes.

Eine gemauerte Verbindung ist gleichbedeutend mit einem guten Fundament. Jeder, der ein Haus gebaut hat, weiß wie entscheidend es ist.

Grund genug, den Bergmaurer in den Fokus zu rücken – er ziert in diesem Jahr unseren Bergstadt-Pin. Ich empfehle Ihnen, schnell zu sein, denn er ist mittlerweile ein begehrtes Sammelobjekt.

Auch 2019 wurde wieder viel in unserer Stadt – im übertragenen Sinne „gemauert“ und Freiberg Stück für Stück noch schöner gemacht: Investitionen in die Infrastruktur gab es viele – und dies sind wohl auch für Sie, liebe Freiberger, die merklichsten baulichen Veränderungen.

Abgeschlossen haben wir einen weiteren Bauabschnitt der Silberhofstraße – der letzte ist für dieses Jahr geplant. Genauso die Humboldtstraße: Sie ist jetzt neu gestaltet - mit vielen Parkplätzen und erstmals auch mit Bäumen.

Ich freue mich darüber, dass der Schulweg in der oberen Dörnerzaunstraße sicherer geworden ist. Dafür haben wir einen zweiten Fußweg zur Heubner-Sporthalle angelegt.
Die teuerste Kanalbaumaßnahme der Stadt am Meißner Ring wurde ebenfalls vorerst beendet. Weitere Abschnitte in der Altstadt werden folgen. Denn bei mehr als 160 Jahre alten Kanälen, weiß man nie, wann die nächste Havarie ins Haus steht. Wir bleiben hier unbedingt dran!

Wie schnell eine akute Notsituation eintreten kann, haben wir im Februar schmerzlich erfahren. Ein Feuer loderte im Dachstuhl der Akademiestraße inmitten unserer eng bebauten Altstadt.

Das Klingeln meines Handys riss mich in dieser Nacht aus dem Schlaf. Als ich die Nachricht hörte, war ich zunächst fassungslos.

Nur dank des sofortigen und unermüdlichen Einsatzes unserer Ortsfeuerwehren konnte das Feuer in den Morgenstunden unter Kontrolle gebracht werden.

Binnen kürzester Zeit hatten mehr als 70 Kameraden aller Freiberger Feuerwehren parat gestanden, und auch die Kameraden aus Brand-Erbisdorf waren schnell zur Stelle.
Ich spreche Euch an dieser Stelle erneut meinen tiefen Dank aus.

Der verheerende Brand – der leider auch ein Todesopfer forderte – zeigte uns, wie wichtig eine gut funktionierende und vor allem gut ausgestattete Feuerwehr ist. Den Ernstfall proben die Männer und Frauen regelmäßig.

Aber nicht nur für Ernstfälle ist es von immenser Bedeutung, dass unsere Feuerwehren gut ausgestattet sind. Deshalb werden wir weiterhin regelmäßig die Technik auf den neusten Stand bringen – Dazu gehört, dass in den nächsten Jahren eine neue Drehleiter angeschafft wird, ebenso ein moderner Einsatzleitwagen. Dass die Feuerwehr Freiberg auch noch einen neuen Mannschaftstransportwagen bekommt verdanken wir auch der großzügigen Unterstützung des Fördervereins der Feuerwehr Freiberg. Danke im Namen aller Freiberger, die rund um die Uhr auf ihre Stadtfeuerwehr vertrauen können.

Beste Bedingungen schaffen wir auch für unsere Sportler: In das Stadion am Platz der Einheit haben wir 1,3 Mio. Euro investiert und Rasenplatz, Leichtathletikanlagen sowie Cateringbereich erneuert.

Pünktlich zum Start des Schuljahres wurden zwei Schulen fertiggestellt: Die von Grund auf neu „gemauerte“ Grundschule „Georgius Agricola“ und der Erweiterungsbau der Oberschule „Pabst von Ohain“.

Damit ist die Sanierung der Oberschule in die letzte Stufe gestartet; die Arbeiten am Altbau werden in diesem Jahr vollendet – sodass dann alle unsere 3.500 Schulkinder in modern ausgestatteten Klassenzimmern untergebracht sind.

Es ist mir ein großes Anliegen, unseren Kindern von klein auf beste Möglichkeiten für ihre Entwicklung zu bieten. Deswegen wollen wir in den kommenden Jahren noch drei moderne Kindertagesstätten bauen.

Denn wir dürfen nicht vergessen, dass unsere Kinder den Großteil ihres Alltags in Kindereinrichtungen verbringen.

Eine der Neuen soll im Areal an der Berthelsdorfer Straße 8 entstehen. Die maroden Mauern der alten Limonadenfabrik sind bereits abgerissen.

Auch an der Lessingstraße – auf dem ehemaligen Gelände des FNE Forschungsinstituts für Nichteisen-Metalle – wurde im vergangenen Sommer Platz geschaffen für die neue KITA Villa Kunterbunt.
Und auch der evangelische Kindergarten am Roten Weg ist merklich in die Jahre gekommen. Eine Sanierung lohnt sich nicht. Stattdessen wird es perspektivisch einen Neubau am Hirtenplatz geben.

So „mauern“ wir uns Stück für Stück durch unsere schöne Stadt und entwickeln diese nachhaltig; für uns und unsere Kinder, auch das gehört zum Gesamtpaket unseres „silbernen Erbes“.

Gebäude werden energiemindernd saniert und wir setzen auf Erdwärme. Natürlich stellen wir uns auch den Herausforderungen der E-Mobilität.

Viele unserer städtischen Unternehmen setzen bereits auf E-Fahrzeuge. Der Förderverein des Tierparks machte dies auch für die Mitarbeiter des Tierparks möglich. Hier kommen die Vorzüge des E-Fahrzeuges, wie der geringere Lärm, auch den Tieren in der beliebten und kostenfreien Freizeitanlage zugute.

Zugute kam vielen Insekten die natürliche Sommerwiese im Schlossgraben. Sie war bunt und bot ihnen Heimat.

Eine neue Heimat haben leider auch viele Borkenkäfer in unseren Wäldern gefunden. Sie haben ihnen ebenso zugesetzt wie Trockenheit und Stürme. Wir haben hier auf Jahre hin zu tun. Aber wir werden nicht nachlassen und den Wald gezielt und nachhaltig aufforsten. Dazu gehört für uns auch natürlicher Waldumbau. Dass all das  kostet, ist uns klar – aber auch hier investieren wir in die Zukunft.

Im vergangenen Jahr sind sowohl auf Landes- wie auf kommunaler Ebene die politischen Weichen neu gestellt worden. Unser neuer Stadtrat trat im August erstmals zusammen.
Liebe Damen und Herren Stadträte, ich erinnere uns alle an die Worte von Amtshauptmann von Broizem:

„Das Wohl der Stadt und Ihrer Mitbürger sey das alleinige Ziel aller Ihrer Handlungen, Ihrer Schritte und Bestrebungen. Nur durch Einigkeit, durch Hintansetzung aller persönlichen Interessen kann dieß Ziel erreicht werden.“

In den vergangenen vier Monaten haben wir bereits einiges auf den Weg gebracht und Herausforderungen gemeistert. Wenn wir so weitermachen und weiterhin gemeinsam an einem Strang ziehen, was glauben Sie, was wir in den nächsten Jahren alles noch bewegen werden?!

Das gilt hoffentlich auch für unsere neue sächsische Regierung. Erst fünf Tage vor Weihnachten war die Kenia-Koalition besiegelt. Eine Dreier-Koalition, die damit so in Sachsen erstmals die Regierung stellt.
Der Koalitionsvertrag sieht bis 2024 zusätzliche Investitionen von 1,1 Milliarden Euro vor. 220 Millionen davon sollen bereits in Form eines Sofortprogramms an Kommunen ausgeschüttet werden, unter anderem auch für den Ausbau des Nahverkehrs und mehr Bürgerbeteiligung.

Ob damit auch der mehrspurige Ausbau der Bundesstraße 101 zur Autobahn gemeint ist? Die neue Landesregierung will in jedem Fall, „dass alle Menschen schnell, zuverlässig und bequem ihre Ziele erreichen.“ – bekennt sich aber auch zum Grundsatz „Erhalt geht vor Aus- und Neubau“… - die Hoffnung stirbt zuletzt.

Eine stärkere Bürgerbeteiligung begrüße ich. Seit meinem Amtsantritt 2015 setze ich darauf – mit Bürgersprechstunden, Bürgerdialogen und Bürgerhaushalt. Allein im vergangenen Jahr suchten etwa 100 Personen in der Bürgersprechstunde das persönliche Gespräch mit mir.

Auch die Bürgerdialoge werden gut angenommen. In allen Stadtteilen war ich damit vor Ort. Erst am vergangenen Dienstag-Abend folgten etwa 30 Anwohner vom Wasserberg unserer Einladung ins Kinopolis – hier hatte die Veranstaltungsreihe übrigens vor drei Jahren ihre Premiere.

Nur wenn wir die Bedürfnisse unserer Mitmenschen kennen, deren Sorgen oder Wünsche, können wir entsprechend darauf reagieren.

Premiere hatte zum Ausgang des letzten Jahres auch unser neuer Internetauftritt – eine moderne und sehr gelungene mediale Plattform, an der stetig weiter gearbeitet wird. Sie liefert nicht nur alle nötigen Informationen und viele Inspirationen, sondern bietet allen Bürgern einen digitalen Verwaltungszugang an. Nutzen Sie ihn.

Ein großes mediales Thema im vergangenen Jahr war der Brexit. Auch unsere Freiberger Unternehmer sehen dem britischen EU-Ausstieg mit Sorge entgegen. Für sächsische Unternehmen ist Großbritannien immerhin das drittwichtigste Exportland.

Mit Sorge hatten wir ebenfalls auf die Solarworld-Insolvenz gesehen. Glücklicherweise hat Freiberg sie gut verkraftet: Fast alle ehemaligen Beschäftigten stehen wieder in Lohn und Brot. Für das Werk in Hilbersdorf wurde ein Investor gefunden, der hier eine der weltgrößten Produktionsstätten für Lithium-Ionen-Batterien mit 200 Arbeitsplätzen entstehen lassen will. Damit zieht in die große Halle an der B173 wieder Leben ein – JT Energy Systems plant die Eröffnung bereits für das 2. Halbjahr.

Auch unser großer Waferproduzent hat ein Gebäude von Solarworld erworben, um die Produktion zu erweitern.
Wir dürfen gespannt auf unsere Unternehmen Freiberger Compound Materials GmbH (FCM) und Siltronic AG blicken, die sich gut gewappnet zukünftigen Herausforderungen stellen.

Junge Forscher der Zukunft waren beim letzten Neujahrsempfang unsere Gäste. Sie entzückten uns alle mit ihrer Präsentation. Sicher wissen Sie schon von wem ich spreche. Vor einem Jahr habe ich den Mineralinos einen Scheck in Höhe von 1.000 Euro übergeben. Sicher sind auch Sie schon ganz gespannt, was die jungen Forscher damit gemacht haben.
[…]

 „Unser silbernes Erbe leben, unser silbernes Erbe beleben“ – unstrittig ist das Freiberger Silber Fundament für den Ruhm Sachsens.

Dem Silber widmete unser Stadt- und Bergbaumuseum zuletzt eine würdige Sonderausstellung. Seit Jahren schon ist unser Museum ein beliebtes Ziel und stetig steigende Besucherzahlen zeigen, dass der eingeschlagene Weg richtig ist.

Wahrer Publikumsmagnet war die kleine Bronzefigur – der „Mars von Giambolonga“. Dieses national wertvolle Kunstwerk kehrte nach jahrzehntelangem Exil in Privathand endlich wieder zurück nach „Hause“. Der „Mars“ war ein Geschenk an Sachsens Kurfürst Christian den I., der im Dom St. Marien seine letzte Ruhestätte hat.

Erstmalig erlaubte hierbei die gute Zusammenarbeit mit dem Dom den Besuchern Zugang zur sonst verschlossenen Grablege. Mehr als 4.500 Besucher machten von dieser seltenen Gelegenheit Gebrauch.

Der „Mars“ wird bald in der Skulpturensammlung der Staatlichen Kunstsammlungen in Dresden wieder zu sehen sein. Glücklicherweise geht es dem „Buben“, wie er liebevoll genannt wird, gut.

Denn Ende des letzten Jahres erschreckte uns ein Einbruch ins Grüne Gewölbe. Zeugnisse unserer Geschichte, die durch nichts zu ersetzen sind, wurden uns allen geraubt!
Zurückgekehrt ist auch Jan Hus. Ab morgen können Sie den wertvollen Cranach-Holzschnitt aus dem 16. Jahrhundert im Stadt- und Bergbaumuseum bewundern. In mühevoller Handarbeit haben Spezialisten der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart das verloren geglaubte Exponat restauriert. – Wenn das kein Grund ist, unserem Museum wieder einen Besuch abzustatten – ich jedenfalls nutze die Gelegenheit!

Bergbau, Textilien, Maschinen, Eisenbahn, Autos und Mikrochips prägen bis heute die sächsische Industrie. Wir blicken zurück auf Höhen und Tiefen: Es gab genauso Krisen zu bewältigen, wie Erfolgsgeschichten zu feiern.
Die 4. Sächsische Landesausstellung präsentiert unsere komplexe Geschichte erstmals in gebündelter Form. Mein Dank gilt allen daran Beteiligten, die in jahrelanger Vorarbeit diese gigantische Ausstellung vorbereitet haben!

Unbedingt sollten Sie sich den 25. April vormerken! Zeitgleich öffnen die Hauptausstellung in Zwickau und die sechs Schauplätze. Freuen Sie sich mit mir auf den „SilberBoom“ in Freiberg!

Das heutige Forschungs- und Lehrbergwerk Reiche Zeche ist einer der Schauplätze der Sächsischen Landesausstellung.

Mich faszinierten schon immer die Einfahrten unter Tage! Ab April können Sie im Silber-Bergwerk völlig neu gestaltete Unter-Tage-Touren erleben und in die silbernen Tiefen des Erzgebirges einfahren.

Begeben Sie sich auf eine einzigartige Entdecker-Tour im sächsischen Erzbergbau. Oder erleben Sie mit der Forscher-Tour die Untertagelabore unserer Bergakademie Freiberg.
Natürlich ist hier unser Stadt- und Bergbaumuseum auch beteiligt und ergänzt hervorragend die Sächsische Landesausstellung. Freuen Sie sich auf die Sonderausstellung „Vom Gnadengroschen zur Rentenformel“ – 250 Jahre Arbeits- und Lebenswelten!
Weitere Veranstaltungshinweise finden Sie im Programmflyer auf Ihren Plätzen.

Schon jetzt finden Jahr für Jahr deutlich mehr Touristen den Weg in unsere Silberstadt. Mit einem gemeinsamen Besucherzentrum, bestehend aus Dom und Museum wollen wir das ausbauen und Verbindungen schaffen, die unseren Besuchern zu Gute kommen.
Wie hervorragend das gelingen kann, zeigen die Gottfried-Silbermann-Gesellschaft, Theater und unsere Tourist-Information. Seit 2017 sind Sie zusammen im Silbermann-Haus untergebracht. Im Oktober hat unsere Touristinformation das höchste Gütesiegel für Service und Qualität, das „rote i“, erhalten. Das macht mich sehr stolz!

Im Silbermann-Haus wird bald noch mehr Leben einziehen: Wir wollen ein geballtes Zentrum für die Besucher unserer Stadt schaffen. Hier ist der einzig wahre Platz für das neue Welterbe-Zentrum!

Höchst emotional war der Streit um den Standort des künftigen Welterbezentrums – dank ausführlicher Berichterstattung der Medien ging das sicher an keinem vorbei. Aber schlussendlich sind wir uns einig geworden. Das zeichnet uns Freiberger aus: Wir finden gemeinsam Lösungen!

Und nun treffen am einzig wahren Ort – im historischen Silbermann-Haus bald kultur-historisches Erbe und außergewöhnliches Kultur- und Naturerbe aufeinander. Denn bereits seit 2017 zählt die deutsche Orgeltradition zum immateriellen Weltkulturerbe der UNESCO.

Freiberg und die Montanregion auf deutsch- tschechischer Seite – unser Erzgebirge – haben diesen Titel verdient, sind ihm mehr als würdig! Wir wollen nun alles daran setzen, die von der UNESCO übertragene Aufgabe, zu erfüllen –  und den außergewöhnlich universellen Wert unseres Kultur- und Naturgutes der Montanregion Erzgebirge/ Krušnohoøí zum Wohle der gesamten Menschheit schützen.

Dass unsere Brauchtumsvereine, ganz gleich ob Historische Freiberger Berg- und Hüttenknappschaft, Bergmusikkorps Saxonia, Förderverein Himmelfahrt Fundgrube und viele weitere, sich seit Jahrzehnten für unsere bergmännischen Traditionen einsetzen und sie leben – ist einzigartig für eine Welterbestätte.

Sie erfüllen sie so mit Leben und lassen unsere Silberstadt umso mehr erstrahlen.
Das unterscheidet uns deutlich von den weltweit etwa 1.100 Welterbe-Stätten, zu denen – wie Sie wissen –, beispielsweise auch die Pyramiden von Gizeh oder die Freiheitsstatue in New York zählen.

Für mich war der 14. September der Höhepunkt des vergangenen Jahres: hier trafen Kunst, Kultur und Wissenschaft aufeinander:
Alexander von Humboldt und das UNESCO-Welterbe.

Zur Titelverleihung durfte ich das erste Mal hautnah den Großen Sächsischen Bergmännischen Zapfenstreich erleben. Das war Emotion pur! Im Schein von hunderten Grubenlichtern erstrahlte unsere Stadt!

Dieses seltene, höchst feierliche musikalische Zeremoniell war zu tiefst beeindruckend und zeigt einmal mehr, wie stark die bergmännischen Traditionen in der gesamten Montanregion verwurzelt sind. Sicher waren die meisten von Ihnen hier mit dabei – allen anderen ist ein wirklich grandioses Ereignis entgangen!

Wir müssen das Welterbe als Chance begreifen und es der gesamten Welt präsentieren!
An dieser Stelle möchte ich unsere Jugend mit ins Boot holen und wende mich daher stellvertretend an unser Kinder- und Jugendparlament. Seit Jahren setzen sie sich wie das große Vorbild, der Stadtrat, für die Anliegen der jüngsten Stadtbewohner ein – wie die Großen bereden und beschließen sie wichtige Themen.

Kinder und Jugendliche sprühen förmlich vor Ideen. Genau das wollen wir nutzen. Wir wollen unser Welterbe auch kindgerecht aufbereiten und wer könnte das besser als unsere Jugend selbst?

Liebe Vorstandsmitglieder des Kinder- und Jugendparlaments und liebe Frau Schwehm, ich bitte Euch zu mir auf die Bühne!
[…]

Ich danke Euch für Euer Engagement und hoffe auf Eure Unterstützung: Ihr seid das Sprachrohr Eurer Generation. Tragt daher bitte folgenden Auftrag an Eure Schulen:
Begeistert Kinder und Jugendliche für die Montanlandschaft Freiberg als Bestandteil des Welterbes!

Setzt Euch mit dem Thema auseinander, hinterfragt die Bedeutung und überlegt Euch, wie Ihr Kinder und Jugendliche auf unser Welterbe aufmerksam machen könnt.
Die besten Ideen wollen wir hier in der Nikolaikirche zum nächsten Neujahrsempfang präsentieren – ich baue auf Euch und bin gespannt!

Immer wenn ich Kinder auf die Bühne bitte, stelle ich mir deren Zukunft vor. Ich frage mich, ob ich an alles gedacht habe und auch den Anforderungen ihrer Eltern gerecht werde.

Viele von Ihnen haben als Kind sicherlich Taddeus Punkt im Fernsehen erlebt. Wussten Sie, dass er ein gebürtiger Freiberger war? Der Schnellzeichner – mit bürgerlichem Namen Heinz Fülfe – hätte vor fünf Tagen seinen 100. Geburtstag gefeiert. Seine Synchronisation der Elster aus "Unser Sandmännchen" begeistert bis heute.

Begeistert sein werden sicher nicht nur Freiberger, sondern auch Gäste der Stadt, wenn wir im Sommer endlich wieder das Waldbad eröffnen können. Fast alle Freiberger möchten wie ich, wieder dort baden.

Wenn die Kampfmittelbeseitigung Sachsen das Gelände freigibt, dann wollen wir das Naturbad zügig wieder herstellen. Der 2019 gegründete Förderverein Waldbad steht dafür längst in den Startlöchern. Machen auch Sie mit – jeder kann sich beteiligen, das Waldbald mitzugestalten.

Gemeinsam mit Ihnen, liebe Freibergerinnen und Freiberger, möchten wir ein weiteres großes Projekt angehen, das uns seit Jahren bewegt: den Bahnhof. Er soll endlich wieder zum repräsentativen Eingangstor zu unserer schönen Stadt werden. Dazu sind auch Ihre Ideen gefragt! Zusammen packen wir es an und beleben endlich das marode Empfangsgebäude. Nutzen Sie dazu unseren Bürgerdialog Bahnhof – am 20. Januar geht’s los.

Das Herderhaus als zukünftiges Gedächtnis unserer Stadt geht in diesem Jahr ebenfalls in die entscheidende Bauphase. Damit sind wir nun im noch jungen Jahr 2020 angekommen. Sie sehen wir haben auch in diesem Jahr wieder viel vor und ich baue auf die Unterstützung von Ihnen allen!

Mein Dank gilt Ihnen, den Stadt- und Ortschaftsräten, meinem Stellvertreter Bürgermeister Holger Reuter, allen Mitarbeitern der Stadtverwaltung, den Freiberger Unternehmern und natürlich Ihnen, liebe Freiberger!

Möge 2020 ein gutes und erfolgreiches Jahr für uns alle werden! Bleiben Sie gesund und halten Sie auch Ihre persönlichen Ziele fest im Blick.

„Glück Auf!“ 2020 der Silberstadt!
„Glück Auf!“ Ihnen allen!


Mittelsachsen – Freiberg mittendrin

Der Verwaltungssitz des Landkreises Mittelsachsen befindet sich in Freiberg. Für Bürger der 53 mittelsächsischen Kommunen, davon 21 Städte, ist er Ansprechpartner u.a. für KfZ-Zulassungen oder Kindergeldanträge und betreibt das Jobcenter Mittelsachsen.

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Herz aus Silber – Imagefilm

Zukunft aus Tradition: Silberstadt, Universitätsstadt, Wirtschaftstandort, Lebensmittelpunkt - werfen Sie einen Blick in den Imagefilm der Silberstadt Freiberg.

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