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Schalom-Jahr 2021

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1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland - 321 bis 2021

2021 leben Jüdinnen und Juden nachweislich seit 1700 Jahren auf dem Gebiet des heutigen Deutschlands. Unter dem Namen #2021JLID – Jüdisches Leben in Deutschland werden bundesweit rund tausend Veranstaltungen ausgerichtet. Darunter Konzerte, Ausstellungen, Musik, ein Podcast, Video-Projekte, Theater, Filme u.v.m. Ziel des Festjahres ist es, jüdisches Leben sichtbar und erlebbar zu machen und dem erstarkenden Antisemitismus etwas entgegenzusetzen.

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Freibergs Projektpartner haben gemeinsam ein facettenreiches Jahresprogramm auf die Beine gestellt.
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Ausstellung "Verwoben - 800 Jahre jüdisches Leben in Freiberg. Eine Spurensuche." in der Nikolaikirche vom 18. Juni bis 14. Juli 2021.

Freibergs Beziehungen nach Israel

Schalom-Tage seit 1996

Schalom – der hebräische Begriff steht seit Urzeiten für die jüdische Grußformel. Er bedeutet zunächst Unversehrtheit und Heil. Mit dem Begriff ist auch Gesundheit, Sicherheit und Ruhe gemeint, vor allem Frieden.

Schalom – die bekannte Grußformal ist der Titel einer Veranstaltungsreihe, die seit 1996 in Freiberg durchgeführt wird. Damals  hatte Freiberg mit der israelischen Stadt Ness Ziona eine Städtepartnerschaft vereinbart. Seitdem fanden alle zwei Jahre die Schalomtage in Freiberg statt.

Ausstellungen unterschiedlicher Art, Konzerte sowie der Empfang von Gästen aus Freibergs israelischer Partnerstadt Ness Ziona gehörten in den vergangenen 25 Jahren ebenso zum Programm wie Projekte mit Jugendlichen aus Freiberg. Die Schalomtage waren darüber hinaus Anlass, Zeitzeugen nach Freiberg einzuladen. Holocaust-Überlebende berichteten über ihr Leben während der Zeit der Nazi-Verfolgung und in den Todesfabriken. Weiterhin wurden während der Schalomtage weitere Stolpersteine verlegt. Stolpersteine sind Zeichen des Erinnerns. Die im Gehweg vor früheren Wohnorten jüdischer Bürger eingelassenen Messingtafeln sollen an die Opfer der Zeit des Nationalsozialismus erinnern.

Anliegen der Schalomtage ist die Begegnung mit jüdischer Geschichte und Kultur in Vergangenheit und Gegenwart. Somit bieten sie die Möglichkeit, Brücken zwischen den Völkern und deren Menschen zu bauen.

25 Jahre Partnerschaft Freiberg und Ness Ziona

Seit 25 Jahren sind Ness Ziona und Freiberg partnerschaftlich miteinander verbunden. Am 11. August 1996 unterzeichneten Freibergs damaliger Bürgermeister Konrad Heinze und das Stadtoberhaupt von Ness Ziona, Yossi Shvo, den Partnerschaftsvertrag.

Ness Ziona ist eine Stadt im Zentralbezirk Israels mit rund 50.000 Einwohnern. Der Name bedeutet „Zeichen nach Zion“ und ist benannt nach Jer 4,6: „Erhebt ein Feldzeichen in Richtung auf Zion hin.“

Ness Ziona ist eine moderne und aufstrebende Stadt, die eine rasante Entwicklung als Standort für High-Tech-Industrie vollzogen hat. Der Kyriat-Weizmann-Forschungspark, gegründet 1972, ist ein weltweit anerkanntes Zentrum für moderne Technologie und beherbergt mehr als 50 Unternehmen der Bio- und Gentechnologie, Medizin-, Laser- und Computertechnik. Die Stadt bietet zahlreiche Arbeitsplätze in Industrie und Forschung sowie auf dem ständig wachsenden Dienstleistungssektor.

2014 wurde der israelische Unternehmer Michael Federmann Ehrenbürger von Freiberg und  für seine Verdienste um Freiberg als Hochtechnologie-Standort geehrt. 2018 fanden Feierlichkeiten zum 135. Jahrestag der Stadtgründung und 70 Jahren israelischer Unabhängigkeit  statt. Seit April 2018 sind am „Monument der Freundschaft“ alle Partnerstädte von Ness Ziona mit einem eigenen Stein vertreten, darunter auch der Stein von Freiberg.

Geschichte: 1883 wird Ness-Ziona von dem russischen Juden Reuven Lehrer als „Moshava“ (landwirtschaftliche Siedlung) gegründet. Ness Ziona ist damit einer der ältesten Orte in Israel, die im Zusammenhang mit der jüdischen Einwanderung entstanden.  Orangenanbau und Bienenzucht waren viele Jahre lang Haupterwerbsquellen, wovon Obstkulturen rund um die Stadt noch heute zeugen.

 

 

Jüdisches Leben in Freiberg

Die ersten Juden siedelten sich im frühen 13. Jahrhundert in Freiberg an, offenbar recht bald nach den ersten Silberfunden. Die Ansiedlung befand sich vor der Stadtmauer auf dem Gebiet zwischen dem Erbischen Tor und Peterstor, wo sich heute der Rote Weg und die Lange Straße befinden. Als Angehörige einer fremden Religion war es ihnen nur erlaubt, außerhalb der Stadtmauern zu leben. Das Gebiet wurde auch „Judenberg“ genannt, eine Bezeichnung, die sich bis Ende des 18. Jahrhunderts hielt. Die jüdische Ansiedlung dürfte spätestens im 14. Jahrhundert eine durchaus beachtliche Größe erreicht haben. In alten Aufzeichnungen tauchte der Begriff „Judenschule“ auf, der vermutlich auf ein jüdisches Gebetshaus, eine Synagoge, hinweist.

Die rasche Entwicklung von Silberbergbau, Verhüttung und Vermünzung des Silbers, die Kapitalanlage mit Rohsilber in Wirtschaft, Handel und Stadtentwicklung, steigerte den Geldbedarf und bedurfte der Erfahrungen von „Münzjuden“ und jüdischen Finanziers. Die Juden in Freiberg trugen neben dem Münzgeschäft aktiv zum Bergbau und Fernhandel bei. Jüdische Handlungsreisende benutzten die alten Handelswege von Magdeburg über das Erzgebirge bis Böhmen allerdings wahrscheinlich schon Jahrhunderte zuvor. Die Juden standen unter dem Schutz des Meißner Markgrafen Heinrich des Erlauchten. Er erließ 1265 die „Judenordnung“, die die Juden in der Markgrafschaft Meißen für fast zwei Jahrhunderte privatrechtlich weitgehend mit Christen gleichstellte und ihnen einen eigenen Gerichtsstand sowie relativ freie Religionsausübung zusicherte.

14./ 15. Jahrhundert – Krise und Konflikte

Die Krise des Silberbergbaus im ausgehenden 14. Jahrhundert, Vorwürfe der „Brunnenvergiftung“ und des Verbreitens der Pest durch Juden, vor allem aber der Vormarsch christlicher Geldgeber machten Juden für Stadt und Wettiner Land entbehrlich. Mit Beginn des 15. Jahrhunderts zerbrach das bis dahin mehr oder weniger friedlich geregelte Zusammenleben von Christen und Juden in und um Freiberg. Die Konfliktlinie zwischen Christen und Juden verlief allzu häufig parallel zu der zwischen Schuldner und Gläubiger, sodass beide Konflikte sich gegenseitig verstärkten. In der Folge kam es zu  Judenverfolgungen und Pogromen. Immer wieder wurden Juden zum Sündenbock, besonders häufig in Kriegs- und Krisenzeiten.

16. Jahrhundert – 300 Jahre Aufenthaltsverbot

1589 erlässt Kurfürst Christian I. eine Bergordnung, in der Juden Beherbergung und Aufenthalt in den sächsischen Bergstädten verboten wird. Das Aufenthaltsverbot wird rund 300 Jahre strikt kontrolliert und durchgesetzt.

 

19. Jahrhundert – Freie Ansiedlung

Im Zuge der bürgerlichen Revolutionen durften sich Juden im 19. Jahrhundert wieder in sächsischen Städten ansiedeln. In Freiberg war die Ansiedlung ab 1846 wieder möglich. Freie Gewerbeausübung und völlige Niederlassungsfreiheit sowie die gleiche staatsbürgerliche Stellung von Juden und Christen wurden erst mit dem Beitritt Sachsens zum Norddeutschen Bund nach 1867 Verfassungsrecht.

Der Freiberger Rat öffnete sich der dauerhaften Niederlassung jüdischer Gewerbetreibender mit dem rasanten wirtschaftlichen Umbruch im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts. Die Einführung der Goldwährung im Deutschen Kaiserreich 1871 und der u.a. damit verbundene Rückgang des traditionellen Silberbergbaus machte neue Wirtschafts- und Gewerbestrukturen zwingend erforderlich.

19./ 20. Jahrhundert – Konkurrenzneid und antisemitische Hetze

Im Zuge des sogenannten „Gründerkrachs“, des Einbruchs der Finanzmärkte, kam es zur wirtschaftlichen Depression, der vor allem den Mittelstand tief verunsicherte und Unternehmen unter enormen finanziellen Druck setzte. Dies führte dazu, dass sich alte Feindbilder revitalisierten. Die in den Bereichen Gewerbe und Handel stark vertretenen Juden wurden als Konkurrenz und Bedrohung wahrgenommen. Der Antisemitismus bekam Aufwind. Die Kriegsjahre von 1914 bis 1918 wirkten hierfür noch als Verstärker. Neben Handel und Gewerbe begannen die Juden, auch in den Wissenschaften, in Kunst und Kultur und in der Verwaltung eine Rolle zu spielen. All dies führte zu latenten und offen zur Schau gestellten Feindbildern und nährte Hass und Neid.

Die Zahl der Juden in Freiberg war insgesamt gering. Sie reichte nicht aus, um eine eigene Gemeinde zu bilden. Die höchste Zahl, die in der Neuzeit erreicht wurde, waren 111 Juden im Jahr 1910.

Damals prägten viele jüdische Geschäfte das Stadtbild. Der Einkauf beim Juden wurde attraktiv. Die ausgedehnten Handelsbeziehungen der Juden sorgten für reichhaltige Warenlager, gute Qualität und preiswerte Angebote. Dennoch galt der Kauf in einem jüdischen Geschäft lange Zeit als anrüchig in der konservativen Berg- und Beamtenstadt Freiberg.

Stolpersteine für jüdische Familien in Freiberg

Seit 6. Juli 2007 wurden Stolpersteine  in den Straßen Freibergs verlegt. Inzwischen sind es an elf Standorten rund 25 in die Gehwegpflasterung eingelassene Steine (Stand 2020). Es gibt für alle bisher verlegten Stolpersteine persönliche Patenschaften.

Familie LewyHerren-Garderoben-Geschäft
Zu den Ersten, die in Freiberg eine neue Existenz aufbauen wollten, gehörte die aus dem hessischen Steinau kommende Familie Emanuel und Henriette Lewy. Sie wollte ein Herren-Garderoben-Geschäft etablieren. Die junge Familie mit den Kindern Albert und Frieda verließ Freiberg nach wenigen Jahren. Frieda wird – 66jährig – im Vernichtungslager Chełmno umgebracht.

Robert Keßler – Herren-Moden-Bazar
1891 löste ein Ladenbrand im „Herren-Moden-Bazar“ des Kaufmanns Robert Keßler an der Ecke Weingasse/Borngasse eine antisemitische Hetzkampagne aus, nach der er sein Geschäft selbst angezündet haben soll, um die Versicherung zu prellen. Keßler gab unter dem antisemitischen Druck 1893 auf. Tochter Rosa starb mit 49 Jahren im Vernichtungslager Auschwitz.

Anna Lipowski – Herren- und Damenkonfektionsgeschäft
Anna Lipowski war die Inhaberin eines Herren- und Damenkonfektionsgeschäfts im Haus der Löwenapotheke in der Burgstraße. Der Schneider-Innung waren die preiswerten, in guter Qualität massenhaft produzierten, flexibel auf Kundenwünsche eingehenden Angebote jüdischer Bekleidungshäuser ein Dorn im Auge. In Zeitungsannoncen rief die Schneider-Innung dazu auf, nur bei Christen und Deutschen zu kaufen, statt bei den schachernden Hebräern. Lipowski wehrte sich im Namen der Freiberger jüdischen Textilgeschäfte. Das Ehepaar Lipowski starb am 3. September 1942 im Ghetto Theresienstadt. 

Kaufhaus Schocken
Einen großen Bekanntheitsgrad hatte das 1914 eröffnete Schocken-Kaufhaus an der Petersstraße. Das 1901 in Zwickau entstandene Warenhausunternehmen der Gebrüder Simon und Salman Schocken war der bedeutendste Kaufhauskonzern Sachsens. Insgesamt 13 Kaufhäuser gehörten zum Schocken-Konzern. Das Kaufhaus setzte mit seiner Warenvielfalt und der sozialen Absicherung seiner Mitarbeiter neue Standards. 1938 wurde das Kaufhaus Schocken arisiert und ging an die Merkur AG über.

Max Freud – Selbstständiger Handelsvertreter
Max Freud, geb. 1883 in Gutti (Schlesische Beskiden), lebte seit 1909 in Freiberg. Er konvertierte zum ev.-luth. Glauben und heiratete am 11. Dezember 1911 in der Freiberger St. Petri Wally Richter. Er war als selbständiger Handelsvertreter für eine rheinische Weinfirma tätig. Freud hatte fünf Kinder. Nach dem Tod der ersten Ehefrau 1932 heiratete er erneut. Ab 1933 wurde er als Rassejude wirtschaftlich ruiniert und immer wieder denunziert. In höchster Verzweiflung wendete er sich 1939 Hilfe suchend an den Freiberger Oberbürgermeister. Die Ehe hielt dem Druck der Judenhetze und der Gestapo nicht stand. Freud musste Ende 1939 die eheliche Wohnung verlassen und wurde 1940 in ein Judenhaus, zunächst in Freiberg, dann in Dresden eingewiesen. Dort wurde er 1941 für das Küssen einer arischen Frau als jüdischer Rasseschänder denunziert und kam daraufhin im Juli 1942 in das KZ Buchenwald. Er starb am 5. September 1942 im KZ Dachau.

Isidor  und Minna SieradzkiZigarren-, Zigaretten- und Tabakwarenladen
Isidor und Minna Sieradzki hatten in der Burgstraße 24 – der „Goldenen 24“ – einen Zigarren-, Zigaretten- und Tabakwarenladen eröffnet. Sie kamen 1909 nach Freiberg und wohnten in der Donatsgasse. Bereits vor 1933 bekam Isidor  Sieradzki antisemitische Demütigungen zu spüren. Als zugewanderter und staatenloser „Ostjude“ hatte er keine Bürgerrechte und war eines der ersten Opfer der Nationalsozialisten. Unmittelbar nach der Machtübernahme der Nazis musste er aufgeben. Der Tabakwarenladen war das erste jüdische Geschäft in Freiberg, das dem Druck der herrschenden Politik und den offenen Drohungen wich. Die „Goldene 24“ gehörte damals zu Freibergs ansehnlichsten Wohn- und Geschäftshäusern. Freiberger bezeichneten das Haus herabwürdigend als „Judenburg“, da es überwiegend von jüdischen Bürgern bewohnt wurde.

Erna und Ludwig Weinberg – Modegeschäft
Das Haus, Ecke Hornstraße / Erbische Straße, wurde 1896 erbaut und war schon immer ein Blickfang. Ab 1909 beherbergte es das Modegeschäft von Erna und Ludwig Weinberg. Mit dem Machtantritt der Nazis änderte sich das Leben der Weinbergs schlagartig. Nach der Reichskristallnacht 1938 mussten sie ihr Geschäft, das zuvor beschädigt worden war, weit unter Wert an Deutsche verkaufen. Der Familie Weinberg gelang die Flucht nach Kuba. Von dort aus durften sie zwei Jahre später in die USA einreisen.

Willy RosenthalGroßhandel für Schreibwaren und Spielzeug
Willy Rosenthal gründete 1930 gegenüber vom Bahnhof einen Großhandel für Schreibwaren und Spielzeug. Die Nazis zwangen ihn 1935 zur Aufgabe seines Geschäfts.

Familie Taubenschlag – Textilkaufhaus
Die Fabrikantenfamilie Taubenschlag gehörte zu den angesehensten Familien Freibergs. Abraham Georg Wolff (geb. 1879) war mit einer Tochter der Familie verheiratet und übernahm die Gardinenleistenfabrik Mayer Taubenschlag. Die Söhne der Familie fielen im 1. Weltkrieg. Abraham Taubenschlag war ein stolzer Fabrikant, für den seine jüdische Herkunft niemals eine Rolle spielte. Für ihn spielten auch jüdische Feiertage keine Rolle – die Familie Wolff war vollständig in Deutschland integriert. Wolff war 1931 aus der jüdischen Gemeinde Dresden ausgetreten und ließ sich noch im gleichen Jahr in der ev.-luth. Domgemeinde zu Freiberg taufen. Nach der Reichskristallnacht verschwanden die Wolffs aus Freiberg. Sie zogen nach Hamburg und brachten sich 1942 um. Ihre Kinder aber schickten sie zuvor noch rechtzeitig nach England.

Karl Fritz Speisebecher – Rechtsanwalt
Speisebecher wurde 1882 in Wolkenstein/Erz. als Sohn eines jüdischen Fabrikanten geboren und wurde bereits als Kind 1892 ev.-luth. getauft. Ab 1912 war er in Freiberg als Rechtsanwalt, später als  Notar tätig. Seine Praxis und Wohnung hatte er in der Kesselgasse 1a/2. Er war ein hochangesehenes Mitglied des Kirchenvorstandes der Kirchgemeinde St. Nikolai. Er starb 1926 in Freiberg.

Max und Grete PinkusWollwaren- und Trikotagenhandel Dobkowski & Co
Sohn Werner Pinkus, geb. 1926

Max und Grete Pinkus betrieben einen Wollwaren- und Trikotagenhandel Dobkowski & Co. an der Poststraße 16. Bei den Novemberpogromen 1938 wurde Vater Max verhaftet. Sohn Werner musste 1938 das Gymnasium Albertinum verlassen. Er wechselte an das Jüdische Internat Coburg. 1939 verschickten ihn seine Eltern mit einem Kindertransport nach Großbritannien. Er überlebte. Das Ehepaar Pinkus wurde  am 19. Januar 1942 in das Ghetto Riga deportiert und ermordet.

 

Juden in Freiberg:

  • 1849 - eine jüdische Familie
  • 1895 - 56 Juden
  • 1900 - 83  Juden
  • 1910 - 111 Juden
  • 1925 - 66  Juden

(aus: Michael Düsing (Hrg.), Glück auf, mein Freiberg!)


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